Mittwoch, 6. Februar 2013

Pixar-Monat: "Toy Story 2" (1999)

Story: Um den Verkauf eines Spielzeugs zu verhindern, versucht Woody, dieses zu retten. Dabei gerät er allerdings widerwillig in die Hände eines besessenen Sammlers, der ihn im Ensemble mit anderen Figuren des gleichen Sortiments an ein Museum verkaufen will und so müssen sich Woodys Freunde gemeinsam an eine spektakuläre Rückholaktion wagen, bevor Andy aus dem Ferienlager zurückkommt...

Nach den eher verhaltenen Reaktionen zu "Das große Krabbeln" kehrte Pixar zurück zu ihrem Debütfilm, um dessen Fortsetzung zu entwickeln. Normalerweise ist es eine fast schon gegebene Regel, dass Fortsetzungen nicht so gut ausfallen wie die Erstlinge (und im schlimmsten Fall komplett versagen) - bei einem Meilenstein wie "Toy Story" bestand also von vornerein ein Problem, das hohe Niveau auch nur anzukratzen; keiner würde etwas auf dem gleichen Level oder sogar was Besseres erwarten (immerhin reden wir hier von einem damals noch jungem Studio, das trotz eines absoluten Volltreffers noch nicht genügend Filme aufzuweisen hatte, um rasch Kritik abweisen zu können). Wer hätte das gedacht: Die Fortsetzung ist nicht nur so einfallsreich, herzerwärmend und rührend wie das Original, aber es ist möglich, dass es sogar besser ist.

Im Vordergrund steht natürlich die Woody-Geschichte und die damit verbundenen Fragen: Da Woody ein seltenes Sammlerstück ist, kann er entweder eines Tages überflüssig für Andy werden oder unsterblich in einem Museum, wo sich Kinder eine deutlich längere Zeit an ihm erfreuen könnten. Solche Dilemmas machen den Pixar-Zauber aus: Man hat ein Spielzeug, das lebenswichtige Entscheidungen treffen muss und es ist nicht nur witzig, interessant und sehr gut geschrieben, sondern auch relativ nachdenklich, denn sowas sind Entscheidungen, die ein jeder für sich treffen muss: Was ist besser für einen selbst ? Was ist besser für die Anderen ? Was davon ist richtig und was falsch, gibt es einen Mittelweg ? Das sind Konflikte, die großartige Filme ausmachen.

Hinzu kommen auch sicherlich die Geschichten der anderen Sammlerstücke und anderer neuer Charaktere hinzu; die vom Cowgirl Jessie gehört sicherlich zu den emotionalen Höhepunkten im ganzen Film. Ein weiterer großartiger Aspekt dieses Films ist, dass auch wenn einem das Handeln gewisser Charaktere als "böse" erscheinen mag, so sind es im Endeffekt nur Meinungen, die fälschlicherweise von diesen gegenüber anderen erwungen werden, was sich erneut perfekt auf das reale Leben übertragen lässt. Unnötig zu erwähnen ist das gewohnt hohe Level an Animationsqualität, das sich natürlich gesteigert hat, das clever geschriebene Drehbuch, zahlreiche Anspielungen, die passend platziert sind und hey - diesmal hat sogar ein echtes Spielzeug einer großen Marke eine Rolle im Film (echt überraschend, denn diese Marke versucht normalerweise immer, Selbstparodie zu vermeiden).

Fazit: Ich kann diesen Film einfach jedem empfehlen, der ihn noch nicht gesehen hat und wer ihn gesehen hat: Seht ihn nochmal ! Eine der Fortsetzungen, die nicht nur so genial wie der erste Teil sind, sondern diesen auch noch übertreffen und das mit purer Cleverness und Emotion.

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