Samstag, 31. Mai 2014

"Maleficent - Die dunkle Fee"

Story: Maleficent (bzw. Malefiz) wurde in ihrer Jugend vom künftigen König Stefan verraten und wird deswegen verbittert und böse. So verflucht sie seine Tochter Aurora, sodass sie an ihrem 16. Geburtstag wegen einer Spindel in einen todähnlichen Schlaf schlafen soll. Unvorhergesehen für sich wird das Mädchen Maleficent immer sympatischer...

Mein größtes Problem mit diesem Film ist die Idee an sich: Maleficent (und ja, ich werde sie weiterhin so nennen, denn "Malefiz" fehlt irgendwie das "herrlich" in "herrlich böse") ist eine, wenn nicht die berühmteste Antagonistin in Disneys Geschichte, was man zweifellos auf den Disney-Klassiker "Dornröschen" zurückführen kann. Mit einer solch bildgewaltigen Darstellung im Rücken, ist es dann wirklich notwendig, diese Geschichte in ihrem Kern umzukehren ? Im Grunde ist dies eine feministisch (da so ziemlich alle Männer, abseits des Handlagers von Maleficent, böse/dumm/blass sind und das im Bezug auf die neue Protagonistin leicht gefeiert wird) angehauchte Vision, die unter anderem auch von "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" angehaucht ist, besonders wenn man das Ende betrachtet. Es ist auch an sich nicht falsch, den Bösewicht näher zu beleuchten, aber wenn er einen so ausführlichen und absolut begründeten Hintergrund bekommt, dann wird er kein Bösewicht mehr, sondern eher ein tragischer Held. Somit wirken all die Änderungen in der Geschichte nicht nötig, sondern eher forciert.

Der einzige Grund, warum dieser Film nicht total untergeht, ist Angelina Jolie und ja, sie ist absolut perfekt gecastet als Maleficent. Wenn das Drehbuch es ihr erlaubt, böse zu sein, spielt sie wie entfesselt und bringt die nötige Präsenz mit, um alle anderen um sich in den Schatten zu stellen; ich würde sogar so weit gehen, dass ich sagen kann, dies sei eine ihrer besten Rollen überhaupt. Alle anderen sind mehr oder weniger in Ordnung, vielleicht aber auch nur, weil der Film deutlich auf Jolie zugeschnitten ist. Die Effekte sind mal gut, mal schlecht, doch kreieren in ihrer Gesamtheit keine allzu glaubwürdige Welt mit dem nötigen Zauber, den dieser Film hätte gebrauchen können (sollte ja mehr oder weniger ein Märchen sein, oder ?).

Fazit: "Maleficent - Die dunkle Fee" findet seine Berechtigung nur durch Angelina Jolies fabelhafte Rückkehr als Schauspielerin und durch mögliches Potenzial, das nicht voll ausgereizt wurde.

P.S. : Wirklich ? "Maleficent - Die dunkle Fee" ? Manchmal denkt man, die deutschen Verleiher halten ihre Zuschauer für grenzdebil.

2 Kommentare:

  1. Tja, die Herrin der Tiere sollte man eben nicht vergewaltigen ("die Flügel wegnehmen"), denn nur sie liebt alle Lebewesen mit UNBEDINGTER LIEBE....

    Kein Wunder, dass alle Feen, Magier und Schamanen ausgestorben sind in "unserer" Welt von Eisenkäfigen ("Architektur"), Eisenflügeln und Eisenmünzen (Geld)...

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    1. Das mit der angedeuteten Vergewaltigung ist schon so eine Sache, die besonders in einem Disney-Film doch arg komisch wirkt...

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