Samstag, 3. August 2013

"42"

Story: Der Manager der Brooklyn Dodgers Branch Rickey will unbedingt mehr schwarze Spieler im Baseball sehen (vor allem wegen dem potentiellen Profit) und holt deswegen Jackie Robinson mit der Nummer 42 in sein Team, trotz Proteste von allen Seiten. Auch wenn er einschlägt wie eine Bombe, hören die ganzen rassistischen Beleidigungen nicht auf und der sportliche Erfolg sowie der Rückhalt einiger Leute sind das Einzige, was Robinson noch anzutreiben scheint...

Dieser Film macht im Prinzip alles richtig, was ein Sportfilm machen sollte: Er konzentriert sich auf den Protagonisten und allgemein auf die Personen mehr als auf den Sport. Chadwick Boseman bringt einen überzeugenden Mann, der sich ständig Wut und Aggressivität stellen muss ohne zurück zu provozieren. Harrison Ford als Manager Rickey ist eigentlich so gut, dass er relativ nah an eine Oscar-Nominierung rankommt, so undurchsichtig und begeistert er hier auftrumpfen kann. An dieser Stelle kann ich ja dann auch erwähnen, wie glaubhaft die Personen in ihrer Zeit generell rüberkommen: Dass in den ersten Nachkriegsjahren noch heftiger Rassismus herrschte, wird einem hier mehrmals deutlich, aber glücklicherweise nie so, dass es einem die Kehle runtergestopft wird und nie so, dass man eine falsche Vorstellung der Tatsachen bekommen könnte. Ansonsten ist das hier ein weiterer "amerikanischer Traum"-Film, was im Bezug auf die Geschichte ja auch Sinn macht und die Inszenierung wirkt wenigstens nicht so klischeehaft wie befürchtet.

Fazit: "42" ist ein guter Geheimtipp für den Kino-Sommer und auf jeden Fall ertragbarer als der Großteil davon, weil gut gemacht und sogar auch begeisternd, obwohl es sich hier um Baseball handelt.

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