Samstag, 28. November 2015

"Creed"

Story: Adonis Johnson will aus seinem Bürojob-Leben ausbrechen und zieht nach Philadelphia, um den alten Rivalen und später engen Freund seines Vaters, Rocky Balboa zu treffen und ihn zu seinem Boxtrainer zu machen. Der alte Weltmeister stimmt etwas mürrisch zu, nimmt ihn aber unter seine Fittiche...

Das "Rocky"-Franchise war ja schon seit Jahren nicht mehr wirklich relevant und dann kommt diese überraschende Fortführung der Geschichte...überraschend in der Hinsicht, dass dieser Film doch tatsächlich an die Qualität der ersten beiden Filme fast anknüpfen kann. Michael B. Jordan ist wie so oft unbeirrbar gut als Apollo Creeds Sohn und wenn er so weiter macht, dann hat er eine noch steilere Karriere vor sich als sonst schon - äußerlich sieht er dem alten Apollo nicht sehr ähnlich, aber es ist der Charakter und die Attitüde, die einen an die Darstellung von Carl Weathers zurückdenken lassen. Dabei schafft er sich aber auch eine ganz eigene Identität, was ja auch Sinn und Zweck des gesamten Films ist - sich auf alte Prinzipien beruhen, aber dabei etwas ganz Neues schaffen.

Heißt nicht, dass das alte Eisen (in dem Fall Silvester Stallone) verrostet ist, denn Sly liefert hier als Rocky eine der wohl stärksten dramatischen Darstellungen seiner Karriere ab und hätte womöglich auch eine Nominierung als "Bester Nebendarsteller" bei den Academy Awards verdient. Der Rest des Films strozt auch mit einer starken Kameraführung, tollen Bildern, einem super Soundtrack (der nicht nur recycelt) und fügt sich zu einem der hervorragendsten Gesamtpakete des Jahres zusammen.

Fazit: "Creed" ist absolut würdig, auf eigenen Beinen neben "Rocky" zu stehen und sorgt dafür, dass dieses Universum mit alten Mitteln auf neue Art in der heutigen Zeit angekommen ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis