Story: Frank ist ein Frauenschlächter, der skalpiert und die Haare dann auf Schaufensterpuppen tut, mit denen er dann Beziehungen führen will. Bis er auf Anne trifft, deren Freunde ihn aber schon bald wieder zurück auf den Pfad des Mordens führen...
Elijah Wood als Psychokiller zu casten war eine geniale Idee: Wer würde ihm schon Morde abkaufen ? Angeblich ist dieser "Maniac" ein Remake eines älteren (den ich nicht gesehen und somit nicht vergleichen kann). Jedenfalls spielt Wood einen "Psycho"-esken Killer, bei dem der Psychopath drin sitzt und wir als Zuschauer bekommen die Mordszenen aus dessen Blickwinkel zu sehen, was für heutige Verhältnisse recht kreativ klingt, wenn auch nicht revolutionär.
Was den Film davon abhält, ein A-Film zu sein, ist die Herangehensweise. Ja, er ist bei den Mordszenen kreativ, besitzt einen bestechenden Look und einen wirklich gut spielenden Wood, aber so viele Psychopathen-Klischees wurden hier zusammengetragen...wenn ich auch die Härte und Atmosphäre nicht verachten kann.
Fazit: Das "Maniac"-Remake ist kein erstklassiger Horror-Streifen, aber durchaus eine nette Abwechslung zum Einheitsbrei des Genres.
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Sonntag, 30. Dezember 2012
"Jesus liebt mich"
Story: Marie hat gerade eine gescheiterte Hochzeit hinter sich und gerät nun ausgerechnet an den Sonn Gottes, der innerhalb einer Woche rausfinden soll, ob die Menschheit weitere Erdenjahre verdient hat und die Apokalypse abgeblasen werden kann...
Wer jetzt dachte, Jesus mal als Menschen zu erleben...der liegt falsch. Fitz ist zwar sympatisch als Gottes Sohn, aber mir persönlich ging das Dauergrinsen irgendwannmal auf die Nerven und auch ansonsten ist dieser Jesus (angeblich auch so in der Buchvorlage) einfach nur perfekt, bis er die Protagonistin mit seinem Adonis-Charme auf seine Seite zieht.
Was dieser Film lieber nicht versucht hätte, sind die Gags. Ein paar zünden zwar, aber sehr oft wirkt das Ganze so derartig erzwungen und nicht wirklich zu Ende gedacht - ein Satireaspekt würde den Film sicherlich von vielen Millionen Rom-Coms herausragen lassen und sogar unterhalten. Aber irgendwo in der Mitte, wo es die typischen Zwischenmissverständnisse gibt und dann noch der Apokalypse-Subplot; letztendlich ist es zu viel des Guten. Nicht, dass die Schauspieler schlecht waren, aber es wirkt unnötig überladen an den meisten Stellen.
Fazit: Hätte man sich mehr getraut, wäre aus diesem Film ja was Gescheites geworden. Letztendlich eine 08/15-Rom-Com mit Jesus. Christen brauchen keine Angst zu haben, ihr Herr wurde hier nicht verschmäht.
Wer jetzt dachte, Jesus mal als Menschen zu erleben...der liegt falsch. Fitz ist zwar sympatisch als Gottes Sohn, aber mir persönlich ging das Dauergrinsen irgendwannmal auf die Nerven und auch ansonsten ist dieser Jesus (angeblich auch so in der Buchvorlage) einfach nur perfekt, bis er die Protagonistin mit seinem Adonis-Charme auf seine Seite zieht.
Was dieser Film lieber nicht versucht hätte, sind die Gags. Ein paar zünden zwar, aber sehr oft wirkt das Ganze so derartig erzwungen und nicht wirklich zu Ende gedacht - ein Satireaspekt würde den Film sicherlich von vielen Millionen Rom-Coms herausragen lassen und sogar unterhalten. Aber irgendwo in der Mitte, wo es die typischen Zwischenmissverständnisse gibt und dann noch der Apokalypse-Subplot; letztendlich ist es zu viel des Guten. Nicht, dass die Schauspieler schlecht waren, aber es wirkt unnötig überladen an den meisten Stellen.
Fazit: Hätte man sich mehr getraut, wäre aus diesem Film ja was Gescheites geworden. Letztendlich eine 08/15-Rom-Com mit Jesus. Christen brauchen keine Angst zu haben, ihr Herr wurde hier nicht verschmäht.
Samstag, 29. Dezember 2012
"Zero Dark Thirty"
Story: Die junge CIA-Agentin Maya wird nach Pakistan geschickt, um dort aktive Terrorzellen auszuschalten. Da kann sie selber noch nicht dran glauben, dass ausgerechnet sie den Aufenthaltsort von Osama bin Laden findet...
Was mir von allem an diesem Film gefällt sind nicht die glaubwürdigen Darstellungen von Soldaten, Agenten und verhörten Terroristen, nicht die packende Erzählweise, sondern der kalte Realismus. Als Unbeteiligter kann ich natürlich nicht sagen, ob alles im Film Dargestellte auch in Echt so passiert ist, aber so wie Kathryn Bigelow inszeniert, bleiben da am Ende nicht viele Zweifel. Stellenweise war der Film sogar so echt, dass er Kritik bekam für den grausamen Realismus bei den Folterszenen. Diese sind aber wie der Rest nie wirklich urteilend, sondern rein nüchtern bei dem Zeigen solcher Szenen: Man feiert nie, man urteilt nie - es ist nüchternder Alltag für die verschiedenen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes.
Die Terroristenjagd bekommt mit Maya und anderen Mitarbeitern eine menschliche Seite, die anstatt der politischen in den Vordergrund rückt. Es wird deutlich, dass auch die CIA aus Menschen besteht, die Fehler machen mit ihren umstrittenen Foltermethoden und Aufspürarbeit - das Ende des Films setzt einer beispiellosen Suchaktion nicht die Krone auf, sondern wirkt ratlos, was man dann für sich interpretieren kann.
Fazit: "Zero Dark Thirty" ist ein spannendes Thriller-Drama, das nicht Punkt für Punkt die Eliminierung von bin Laden zeigt, sondern eine Operation wie viele andere und viele ihrer Beteiligten in den Mittelpunkt rückt, was zu einer offenen und für jeden persönlichen Interpretation nach dem Film führen kann.
Was mir von allem an diesem Film gefällt sind nicht die glaubwürdigen Darstellungen von Soldaten, Agenten und verhörten Terroristen, nicht die packende Erzählweise, sondern der kalte Realismus. Als Unbeteiligter kann ich natürlich nicht sagen, ob alles im Film Dargestellte auch in Echt so passiert ist, aber so wie Kathryn Bigelow inszeniert, bleiben da am Ende nicht viele Zweifel. Stellenweise war der Film sogar so echt, dass er Kritik bekam für den grausamen Realismus bei den Folterszenen. Diese sind aber wie der Rest nie wirklich urteilend, sondern rein nüchtern bei dem Zeigen solcher Szenen: Man feiert nie, man urteilt nie - es ist nüchternder Alltag für die verschiedenen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes.
Die Terroristenjagd bekommt mit Maya und anderen Mitarbeitern eine menschliche Seite, die anstatt der politischen in den Vordergrund rückt. Es wird deutlich, dass auch die CIA aus Menschen besteht, die Fehler machen mit ihren umstrittenen Foltermethoden und Aufspürarbeit - das Ende des Films setzt einer beispiellosen Suchaktion nicht die Krone auf, sondern wirkt ratlos, was man dann für sich interpretieren kann.
Fazit: "Zero Dark Thirty" ist ein spannendes Thriller-Drama, das nicht Punkt für Punkt die Eliminierung von bin Laden zeigt, sondern eine Operation wie viele andere und viele ihrer Beteiligten in den Mittelpunkt rückt, was zu einer offenen und für jeden persönlichen Interpretation nach dem Film führen kann.
"Apparition - Dunkle Erscheinung"
Story: Das junge Paar Kelly und Ben wird in ihrem neuen Haus von einem seltsamen Spuk geplagt; Bens früherer Komillitone Patrick soll als Experte für paranormale Aktivitäten diesem den Garaus machen. Die Geister lassen sich aber nicht mehr so leicht vertreiben...
Der Film ist zum Vergessen, schauspielerisch wie storytechnisch. Zusammenfassend lässt sich nur sagen: Denkt an jedes, aber auch wirklich jedes Horror-Klischee, das euch einfallen kann, packt es in einen Film zusammen, spuckt drauf und schickt es so ungeschickt wie irgend nur möglich raus, damit unscheinbare Zuschauer sich diese lahme Kopie eines jeden "hippen" Horrorstreifens zumuten können.
Fazit: Bleibt fern !
Der Film ist zum Vergessen, schauspielerisch wie storytechnisch. Zusammenfassend lässt sich nur sagen: Denkt an jedes, aber auch wirklich jedes Horror-Klischee, das euch einfallen kann, packt es in einen Film zusammen, spuckt drauf und schickt es so ungeschickt wie irgend nur möglich raus, damit unscheinbare Zuschauer sich diese lahme Kopie eines jeden "hippen" Horrorstreifens zumuten können.
Fazit: Bleibt fern !
Freitag, 28. Dezember 2012
"Anna Karenina"
Wie ihr sehen könnt, war die Vorlage von Tolstoi nicht wirklich ein Nachmittagswerk, sondern ein Klassiker der russischen und Weltliteratur über Gesellschaftsdruck, Ehe und ihrer Moralvorstellung im Russland am Ende des 19. Jahrhunderts; manche behaupten sogar, es wäre eines der wenigen Werke, die sich so komplex wie keine anderen mit der Innenwelt einer Frau befassen und somit fast schon philosophisch wirken. Anders gesagt: Nicht das einfachste Buch für eine Adaption.
Ich finde die Art, mit der der Regisseur sich an die Adaption wagt, nämlich als eine Art Theater mit wechselnden Kulissen, sehr interessant und zum Geist der Vorlage passend, da das Theater uns als Zuschauer zu der beobachtenden Gesellschaft macht, die die Darsteller auf der Bühne beurteilt. Manchmal übertreibt der Film auch und verliebt sich zu sehr in sich selbst und seine Sets...aber nur manchmal. Keira Knightley als Anna ist ziemlich gut: Sie mag zwar ganz nicht die Tiefen dieser Figur erreichen, schlägt sich insgesamt aber gut, wenn sie den Liebeswahnsinn darstellen soll. Leider schafft es Aaron Johnson als Vronsky nicht, seinem Part gerecht zu werden, weswegen die traurige Romanze zwischen ihm und Anna nie ihre volle Wirkung entfalten kann.
Neben ihr können Jude Law als Ehemann Karenin, Matthew Macfadyen als Oblonsky und Kelly Macdonald als Dolly überzeugen und ihren Charakteren aus der Vorlage ziemlich nah kommen. Der Film gehört hier aber eindeutig dem Paar Levin und Kitty, die die emotional berührendsten Momente miteinander teilen und bestenfalls zu Tränen rühren können, so ehrlich erscheint ihre Liebe füreinander, die nicht einmal Worte braucht.
Fazit: "Anna Karenina" ist besser geworden als erwartet und trotz einiger Schwächen (leider auch bei den Darstellern) ist es eine gute, wenn auch nicht DIE definitive Adaption des Literaturklassikers.
"Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele"
Story: In der Zukunft besteht das durch Naturkatastrophen zerstörte Nordamerika aus 13 Distrikten, von denen 12 jährlich einen Tribut von 2 Jugendlichen zwischen 12 und 18 an das Kapitol zollen müssen (als Erinnerung für den niedergeschlagenen Widerstand dagegen). Diese sollen in den Hungerspielen gegeneinander antreten, bis der Sieger zurück in seinen Distrikt kann; die 12-jährige Primrose Everdeen wird als der weibliche Tribut des 12. Distrikts ausgelost, aber ihre ältere Schwester Katniss setzt sich für sie ein und löst sie für den tödlichen Wettkampf ab...
Nach dem bahnbrechenden Erfolg von "Harry Potter" als Buch- und Filmserie wurde lange nach einem spirituellem Nachfolger für den Zauberlehrling gesucht und die bisher finanziell eindrucksvolle und auch als Filmserie beeindruckend geldspuckende Franchise wurde..."Twilight" (ugh). Jedenfalls macht sich nun mit der "Die Tribute von Panem"-Reihe eine neue Erfolgsgeschichte bereit, die Leinwände zu erobern und anders als bei "Tintenherz", "Der Goldene Kompass" und "Eragon" stehen hier die Zeichen auf Erfolg.
Jennifer Lawrence ist absolut passend gecastet als Katniss - ein normales Mädchen eben, das in eine Extremsituation geschmissen wurde und bildet das Herzstück eines im Ganzen sehr guten Casts an glaubwürdigen und exzellenten Darstellern. Panem selbst wurde erwartungsgemäß im "Das 3.Reich auf Sci-Fi"-Stil inszeniert, wo ein oberster Dikator viel Wert darauf legt, sein Publikum durch möglichst adrenalinhaltige Bilder (die Hungerspiele sind eine Art Medienspektakel, das im ganzen Kapitol übertragen wird) zu unterhalten und bei Laune zu halten.
Selbstverständig kann der Film nicht wirklich alles zeigen oder erklären, dafür fehlt ihm die Zeit - die Beziehung zwischen Katniss und Peet wird wahrscheinlich noch ausgebaut werden und es wird nicht erklärt, warum der Spielleiter Crane so viele technische Möglichkeiten hat, das Spiel um des Spiels wegen zu manipulieren. Achja: Anders als die meistens verweichlichten "Twilight"-Filme gibt es hier andauernd blutige/brutale Aktionen, die ihre Konsequenzen fordern und Katniss ist erfrischenderweise mal wieder eine sehr gute Protagonistin und Vorbild.
Fazit: Als Auftakt für die Trilogie macht dieser Film seine Sache sehr gut und man kann nur hoffen, dass man in der Zukunft meisterhafte Fortsetzungen zu erwarten hat.
Nach dem bahnbrechenden Erfolg von "Harry Potter" als Buch- und Filmserie wurde lange nach einem spirituellem Nachfolger für den Zauberlehrling gesucht und die bisher finanziell eindrucksvolle und auch als Filmserie beeindruckend geldspuckende Franchise wurde..."Twilight" (ugh). Jedenfalls macht sich nun mit der "Die Tribute von Panem"-Reihe eine neue Erfolgsgeschichte bereit, die Leinwände zu erobern und anders als bei "Tintenherz", "Der Goldene Kompass" und "Eragon" stehen hier die Zeichen auf Erfolg.
Jennifer Lawrence ist absolut passend gecastet als Katniss - ein normales Mädchen eben, das in eine Extremsituation geschmissen wurde und bildet das Herzstück eines im Ganzen sehr guten Casts an glaubwürdigen und exzellenten Darstellern. Panem selbst wurde erwartungsgemäß im "Das 3.Reich auf Sci-Fi"-Stil inszeniert, wo ein oberster Dikator viel Wert darauf legt, sein Publikum durch möglichst adrenalinhaltige Bilder (die Hungerspiele sind eine Art Medienspektakel, das im ganzen Kapitol übertragen wird) zu unterhalten und bei Laune zu halten.
Selbstverständig kann der Film nicht wirklich alles zeigen oder erklären, dafür fehlt ihm die Zeit - die Beziehung zwischen Katniss und Peet wird wahrscheinlich noch ausgebaut werden und es wird nicht erklärt, warum der Spielleiter Crane so viele technische Möglichkeiten hat, das Spiel um des Spiels wegen zu manipulieren. Achja: Anders als die meistens verweichlichten "Twilight"-Filme gibt es hier andauernd blutige/brutale Aktionen, die ihre Konsequenzen fordern und Katniss ist erfrischenderweise mal wieder eine sehr gute Protagonistin und Vorbild.
Fazit: Als Auftakt für die Trilogie macht dieser Film seine Sache sehr gut und man kann nur hoffen, dass man in der Zukunft meisterhafte Fortsetzungen zu erwarten hat.
"Pitch Perfect"
Story: Beca bekommt ein Angebot von ihrem Vater: Wenn sie es schafft, ein Jahr an der Barden University auszuprobieren, finanziert er ihr den Umzug nach L.A:, damit diese dort DJ werden kann. Am College tritt sie der pur-weiblichen A-capella-Gruppe bei, die sie bald aufmischen wird...
Anfangs hatte ich Angst, ein neues "High School Musical" zu sehen, weil es hier auch junge Menschen gibt, die ausgiebig singen und das ganze in Choreografien verpacken, in denen die ganze Schule mitmacht. Glücklicherweise ist "Pitch Perfect" um einiges professioneller gemacht und mit besseren Darstellungen, vor allem Rebel Wilson als Fat Amy, die schonungslos und selbstsicher den Rest des Mädchen-Casts anführt. Der Film an sich kann durch unterhaltende Arrangements und durch das Parodieren des Genres kurzzeitig überzeugen - es ist kein Wunder, aber für 1 Mal Anschauen reicht es.
Fazit: Ein guter Film...wenn man gerade nichts anderes gucken kann.
Anfangs hatte ich Angst, ein neues "High School Musical" zu sehen, weil es hier auch junge Menschen gibt, die ausgiebig singen und das ganze in Choreografien verpacken, in denen die ganze Schule mitmacht. Glücklicherweise ist "Pitch Perfect" um einiges professioneller gemacht und mit besseren Darstellungen, vor allem Rebel Wilson als Fat Amy, die schonungslos und selbstsicher den Rest des Mädchen-Casts anführt. Der Film an sich kann durch unterhaltende Arrangements und durch das Parodieren des Genres kurzzeitig überzeugen - es ist kein Wunder, aber für 1 Mal Anschauen reicht es.
Fazit: Ein guter Film...wenn man gerade nichts anderes gucken kann.
Mittwoch, 26. Dezember 2012
"Django Unchained"
Story: Django ist ein Sklave, der auf einer Auktion von seiner Frau Broomhilda getrennt wird; er wird vom ehemaligen deutschen Zahnarzt Dr. Schultz aufgekauft, der ihn nur dann freilassen wird, wenn er ihm hilft, die Brittle-Brüder zu töten (Dr. Schultz ist nun ein Kopfgeldjäger). Danach wollen die beiden Broomhilda aus den Klauen des sadistischen Calvin Candie retten...
Als Allererstes: Der Film ist sehr, sehr blutig, das Rot dominiert nicht ansonsten das Original-Poster und ist der herausstechende Teil bei dem oben zu sehendem Alternativposter. Sobald Waffen gezogen werden, stapeln sich die Leichen und der rote Saft fließt in Strömen, egal ob aus Menschen- oder Pferdeköpfen (ist wohl nichts für Pferdeliebhaber). Dies sind auch die Sequenzen, die Tarantino-typisch über-glorifiziert und somit auch wie gefeiert wirken - eine solche Art von Übertreibung kann man ja auch nicht ernstnehmen, sondern genießen; vom Kinoliebhaber für seinesgleichen. Trotz all der Gewalt, die insbesondere in "Candyland" ihren grausamen und sadistischen Höhepunkt findet, behält Tarantino weiterhin seinen exzellenten Sinn für Humor, den er hier wie in "Inglorious Basterds" wieder hauptsächlich an Rassisten auslässt (vielleicht auch, um mal endlich Rassisten-Gerüchte von sich zu weisen).
Was aber eine Must-See-Garantie liefert, sind die 4 männlichen Hauptdarsteller Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson, die allesamt zu ihrer Höchstform auftrumpfen und einander anzustacheln scheinen, besser zu sein; dies bringt dem Zuschauer gleich ein ganzes Quartett an "Oscar"-reifen Darstellungen; die Überraschung ist eindeutig DiCaprio und es wäre eine Schande, wenn er keine Trophäe bekommen würde (aber wie bereits erwähnt, sind die restlichen drei Herren gleich exzellent, ich ging hier lediglich von einem "Image"-Wechsel aus).
Fazit: Quentin Tarantino bringt den Western mehr als bloß eindrucksvoll ins Kino zurück und sorgt für einen der blutigsten, unterhaltsamsten, schauspielerisch eindrucksvollsten, stimmigsten und insgesamt besten Filme 2012 !
Als Allererstes: Der Film ist sehr, sehr blutig, das Rot dominiert nicht ansonsten das Original-Poster und ist der herausstechende Teil bei dem oben zu sehendem Alternativposter. Sobald Waffen gezogen werden, stapeln sich die Leichen und der rote Saft fließt in Strömen, egal ob aus Menschen- oder Pferdeköpfen (ist wohl nichts für Pferdeliebhaber). Dies sind auch die Sequenzen, die Tarantino-typisch über-glorifiziert und somit auch wie gefeiert wirken - eine solche Art von Übertreibung kann man ja auch nicht ernstnehmen, sondern genießen; vom Kinoliebhaber für seinesgleichen. Trotz all der Gewalt, die insbesondere in "Candyland" ihren grausamen und sadistischen Höhepunkt findet, behält Tarantino weiterhin seinen exzellenten Sinn für Humor, den er hier wie in "Inglorious Basterds" wieder hauptsächlich an Rassisten auslässt (vielleicht auch, um mal endlich Rassisten-Gerüchte von sich zu weisen).
Was aber eine Must-See-Garantie liefert, sind die 4 männlichen Hauptdarsteller Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson, die allesamt zu ihrer Höchstform auftrumpfen und einander anzustacheln scheinen, besser zu sein; dies bringt dem Zuschauer gleich ein ganzes Quartett an "Oscar"-reifen Darstellungen; die Überraschung ist eindeutig DiCaprio und es wäre eine Schande, wenn er keine Trophäe bekommen würde (aber wie bereits erwähnt, sind die restlichen drei Herren gleich exzellent, ich ging hier lediglich von einem "Image"-Wechsel aus).
Fazit: Quentin Tarantino bringt den Western mehr als bloß eindrucksvoll ins Kino zurück und sorgt für einen der blutigsten, unterhaltsamsten, schauspielerisch eindrucksvollsten, stimmigsten und insgesamt besten Filme 2012 !
"Les Misérables" (2012)
Story: Die neueste Adaption von dem Broadway-Musical, welches wiederum auf dem Werk "Die Elenden" von Victor Hugo basiert, wo zahlreiche Charaktere aus verschiedenen Schichten in Napoleons Zeit aufeinandertreffen mit verschiedenen Idealen, Ängsten, Hoffnungen und Träumen...aus Platz- und möglichen Spoilergründen kann ich hier nicht die gesamte Geschichte niederschreiben, aber im Prinzip geht es darum, wie selbst eine kleine, großzügige Handlung Hoffnung geben und Leben retten kann.
"Les Misérables" ist eines der am meisten adaptierten Musicals überhaupt, höchstens noch überboten vom "Phantom der Oper" und als ein Fan von Musicals habe ich mich auf die Rückkehr von "großen" Musicals gefreut - der "Glee"-Scheiß ist billig und kopierfreudig und der Rest war fü mich nicht so richtig überzeugend (bis auf einzelne Ausnahmen wie "Chicago" oder "Sweeney Todd"), weswegen man sich natürlich berechtigt auf einen "Giganten" wie diesen Film freuen durfte. Es ist nicht der erwartete Kracher, aber wegen bestimmten Darstellern durchaus sehenswert.
Was auch immer einem die Leute um Tom Hooper weis machen wollen - es wurde nicht wirklich alles "live" aufgenommen und man merkt schon irgendwo, dass hier Star-Power wichtiger war als das nötige Singtalent, um die "großen" Lieder wie "One More Day" zu tragen. Hugh Jackman als Jean Valejan ist OK, er hat zwar eine Broadway-Vergangenheit (was er in jeder seiner Szenen zeigen will, um umbedingt einen "Oscar" zu ergattern), aber seine Stimme ist...durchwachsen, genau wie seine Darstellung. Russel Crow ist DIE Fehlbesetzung des gesamten Casts; mich hat er weder schauspielerisch und insbesondere gesangstechnisch nicht überzeugt (hier musste nachgeholfen werden). Die beste Performance von allen hat überraschenderweise Anne Hathaway, die eine emotional starke und stimmtechnisch gute Leistung abliefert (auch wenn sie beim Singen mehr heult als tatsächlich zu trällern). DIE Spaßgaranten und so ziemlich auch die Retter des Films sind Sasha Baron Cohen und Helena Bonham Carter, die als Traum-Duo gute Laune verbreiten ohne Ende. Eddie Redmayne als Marius ist der Highlight des Films, weil er vermutlich von allen Schauspielern perfekt in seine Rolle passt aufgrund seines Aussehens und Gesangstalents; mit so einem lassen sich leicht Barrikaden stürmen. Der Rest ist eher...vergesslich und am Ende wünschte ich mir, man hätte weniger des "Bombastischen" nehmen können. Ja, es ist ein großes und bekanntes Musical, aber hier wäre weniger mehr gewesen, um am Ende nicht etwas ermüdend zu erscheinen.
Fazit: Hathaways beste Darstellung 2012 und Crows "Himbeeren"-Darstellung für 2012 - so ziemlich passende Zusammenfassung für eine ordentliche Adaption, die viele Sachen gut hinbekommt und viele auch weniger gut. Am Ende bleibt es ein anständiges Musical, nicht das, was ich mir erhoffte, aber auch nicht so schlimm, wie es hätte sein können.
P.S. : Achja, fast was vergessen: Nur, weil es ein Musical ist, muss nicht der komplette Dialog gesungen werden. Ich scherze nicht, der Großteil der Texte wurde gesungen, was auf die Dauer eher störend als hilfreich ist.
"Les Misérables" ist eines der am meisten adaptierten Musicals überhaupt, höchstens noch überboten vom "Phantom der Oper" und als ein Fan von Musicals habe ich mich auf die Rückkehr von "großen" Musicals gefreut - der "Glee"-Scheiß ist billig und kopierfreudig und der Rest war fü mich nicht so richtig überzeugend (bis auf einzelne Ausnahmen wie "Chicago" oder "Sweeney Todd"), weswegen man sich natürlich berechtigt auf einen "Giganten" wie diesen Film freuen durfte. Es ist nicht der erwartete Kracher, aber wegen bestimmten Darstellern durchaus sehenswert.
Was auch immer einem die Leute um Tom Hooper weis machen wollen - es wurde nicht wirklich alles "live" aufgenommen und man merkt schon irgendwo, dass hier Star-Power wichtiger war als das nötige Singtalent, um die "großen" Lieder wie "One More Day" zu tragen. Hugh Jackman als Jean Valejan ist OK, er hat zwar eine Broadway-Vergangenheit (was er in jeder seiner Szenen zeigen will, um umbedingt einen "Oscar" zu ergattern), aber seine Stimme ist...durchwachsen, genau wie seine Darstellung. Russel Crow ist DIE Fehlbesetzung des gesamten Casts; mich hat er weder schauspielerisch und insbesondere gesangstechnisch nicht überzeugt (hier musste nachgeholfen werden). Die beste Performance von allen hat überraschenderweise Anne Hathaway, die eine emotional starke und stimmtechnisch gute Leistung abliefert (auch wenn sie beim Singen mehr heult als tatsächlich zu trällern). DIE Spaßgaranten und so ziemlich auch die Retter des Films sind Sasha Baron Cohen und Helena Bonham Carter, die als Traum-Duo gute Laune verbreiten ohne Ende. Eddie Redmayne als Marius ist der Highlight des Films, weil er vermutlich von allen Schauspielern perfekt in seine Rolle passt aufgrund seines Aussehens und Gesangstalents; mit so einem lassen sich leicht Barrikaden stürmen. Der Rest ist eher...vergesslich und am Ende wünschte ich mir, man hätte weniger des "Bombastischen" nehmen können. Ja, es ist ein großes und bekanntes Musical, aber hier wäre weniger mehr gewesen, um am Ende nicht etwas ermüdend zu erscheinen.
Fazit: Hathaways beste Darstellung 2012 und Crows "Himbeeren"-Darstellung für 2012 - so ziemlich passende Zusammenfassung für eine ordentliche Adaption, die viele Sachen gut hinbekommt und viele auch weniger gut. Am Ende bleibt es ein anständiges Musical, nicht das, was ich mir erhoffte, aber auch nicht so schlimm, wie es hätte sein können.
P.S. : Achja, fast was vergessen: Nur, weil es ein Musical ist, muss nicht der komplette Dialog gesungen werden. Ich scherze nicht, der Großteil der Texte wurde gesungen, was auf die Dauer eher störend als hilfreich ist.
Dienstag, 25. Dezember 2012
"Silent Hill: Revelation"
Story: Als ihr Vater Harry eines Tages verschwindet, macht sich Heather mit ihrem Schulkameraden Vincent auf nach "Silent Hill" - einer nebligen Stadt, die in einer anderen Dimension zu existieren scheint...
Ich habe noch kein einziges "Silent Hill"-Videospiel gespielt, weiß aber um ihren wiederkehrenden Symbolismus der verdrängten Schuld, die sich in grotesken Monstern und einem verkommenem Stadtbild manifestiert - designtechnisch konnte bereits der erste Film punkten, erzählerisch eher weniger...
Soweit ich das dank einem "Silent Hill"-Kenner nachvollziehen konnte (er hat den Film bereits gesehen), wurden hier Storys von mindestens 4 Serienablegern in einen Film gepresst und das in einer recht verwirrenden Weise für Nicht-Kenner der Serie, was irgendwie schade ist - man hat dank der Vorlage die Chance, einen höchst tiefgründigen Horrorfilm zu erschaffen, der auch noch richtig furchteinflößend wäre; mit anderen Worten: Etwas Einmaliges.
Während die Designs unüberraschend ausgezeichnet sind und man am Anfang nah an einer Gruselszene sein könnte, so verliert man sich als unbeteiligter Zuschauer im Verlauf des Films in der verwirrenden Story, die wie oben erwähnt, aus mehreren der Spiele besteht. Wieso nicht einfach der Reihe nach die Spiele verfilmen und die Story den jeweiligen Teilen nach inszenieren ?
Fazit: Einfach nur schwach, als ob man im Nebel verloren geht...
Ich habe noch kein einziges "Silent Hill"-Videospiel gespielt, weiß aber um ihren wiederkehrenden Symbolismus der verdrängten Schuld, die sich in grotesken Monstern und einem verkommenem Stadtbild manifestiert - designtechnisch konnte bereits der erste Film punkten, erzählerisch eher weniger...
Soweit ich das dank einem "Silent Hill"-Kenner nachvollziehen konnte (er hat den Film bereits gesehen), wurden hier Storys von mindestens 4 Serienablegern in einen Film gepresst und das in einer recht verwirrenden Weise für Nicht-Kenner der Serie, was irgendwie schade ist - man hat dank der Vorlage die Chance, einen höchst tiefgründigen Horrorfilm zu erschaffen, der auch noch richtig furchteinflößend wäre; mit anderen Worten: Etwas Einmaliges.
Während die Designs unüberraschend ausgezeichnet sind und man am Anfang nah an einer Gruselszene sein könnte, so verliert man sich als unbeteiligter Zuschauer im Verlauf des Films in der verwirrenden Story, die wie oben erwähnt, aus mehreren der Spiele besteht. Wieso nicht einfach der Reihe nach die Spiele verfilmen und die Story den jeweiligen Teilen nach inszenieren ?
Fazit: Einfach nur schwach, als ob man im Nebel verloren geht...
Sonntag, 23. Dezember 2012
"Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger"
Story: Ein namenloser Autor sucht in Indien nach einer Geschichte, die ihm "den Glauben an Gott" geben soll und trifft dabei auf Pi, der ihm eine unglaubliche Geschichte erzählt...
Zuallererst: Der Film sieht märchenhaft, traumhaft, wunderbar, fantastisch, unbeschreiblich und alle anderen Adjektive, die Schönheit beschreiben könnten; er ist bedenkenlos der bestaussehendste Film 2012, weil man hier eine perfekte Kombination zwischen CGI und Echtaufnahmen durch beeindruckende Kameraaufnahmen. Visuell gesehen ist es auf jeden Fall ein Meisterwerk. Handlungstechnisch...hm...
Ich kann es ruhig zugeben, ich bin Atheist, von daher konnte mich die "Moral" des Films auf dem Gebiet nicht umstimmen, insbesondere weil der gesamte Streifen sehr spirituell ist und man am Ende insbesondere dazu appelliert wird, die Idee mit dem "an eine höhere Macht glauben" zumindest mal zu überdenken. Die Geschichte an sich ist schön erzählt, keine Frage, aber das Ende kommt für mich etwas aufgedrängt und vertritt eine etwas platte Ansicht - hab das Buch nicht gelesen, vielleicht kommt es dort besser rüber, ich weiß es nicht.
Fazit: Der Film sieht fantastisch aus und erzählt eine durchaus interessante Geschichte, die einem Märchen gleicht - das Ende kann jeder für sich interpretieren.
Zuallererst: Der Film sieht märchenhaft, traumhaft, wunderbar, fantastisch, unbeschreiblich und alle anderen Adjektive, die Schönheit beschreiben könnten; er ist bedenkenlos der bestaussehendste Film 2012, weil man hier eine perfekte Kombination zwischen CGI und Echtaufnahmen durch beeindruckende Kameraaufnahmen. Visuell gesehen ist es auf jeden Fall ein Meisterwerk. Handlungstechnisch...hm...
Ich kann es ruhig zugeben, ich bin Atheist, von daher konnte mich die "Moral" des Films auf dem Gebiet nicht umstimmen, insbesondere weil der gesamte Streifen sehr spirituell ist und man am Ende insbesondere dazu appelliert wird, die Idee mit dem "an eine höhere Macht glauben" zumindest mal zu überdenken. Die Geschichte an sich ist schön erzählt, keine Frage, aber das Ende kommt für mich etwas aufgedrängt und vertritt eine etwas platte Ansicht - hab das Buch nicht gelesen, vielleicht kommt es dort besser rüber, ich weiß es nicht.
Fazit: Der Film sieht fantastisch aus und erzählt eine durchaus interessante Geschichte, die einem Märchen gleicht - das Ende kann jeder für sich interpretieren.
"End of Watch"
Story: Das Polizisten-Duo Brian und Mike patrouilliert Nacht für Nacht in den unsicheren Ecken von L.A., wo die Straßengangs herrschen und das eigene Auftreten den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen kann...
*seufz* Schon wieder ein Found-Footage-Film ? OK, aber diesmal nutzt der Regisseur die Filmtechnik so, wie sie genutzt werden sollte, nämlich um Realität vorzugaukeln. Hier sieht man alle Einzelheiten eines stinknormalen Polizisten-Alltags in Los Angeles mit jedem langweiligen und weniger langweiligem Detail; so gesehen ist es faszinierend, wie genau es der Regisseur mit seiner Idee nimmt. Gyllenhaal und Pena sind ein gutes Duo von einem Arschloch und Ruhepol, das sich sehr gut ergänzt; im Endeffekt haben die beiden für mich den Film gemacht durch ihre glaubwürdigen Darstellungen.
Fazit: "End of Watch" erfindet das Rad des Cop-Thrillers nicht unbedingt neu, überzeugt aber durch seine Protagonisten und Nähe zur Realität durch die Aufnahmetechnik und Handlung.
*seufz* Schon wieder ein Found-Footage-Film ? OK, aber diesmal nutzt der Regisseur die Filmtechnik so, wie sie genutzt werden sollte, nämlich um Realität vorzugaukeln. Hier sieht man alle Einzelheiten eines stinknormalen Polizisten-Alltags in Los Angeles mit jedem langweiligen und weniger langweiligem Detail; so gesehen ist es faszinierend, wie genau es der Regisseur mit seiner Idee nimmt. Gyllenhaal und Pena sind ein gutes Duo von einem Arschloch und Ruhepol, das sich sehr gut ergänzt; im Endeffekt haben die beiden für mich den Film gemacht durch ihre glaubwürdigen Darstellungen.
Fazit: "End of Watch" erfindet das Rad des Cop-Thrillers nicht unbedingt neu, überzeugt aber durch seine Protagonisten und Nähe zur Realität durch die Aufnahmetechnik und Handlung.
Samstag, 22. Dezember 2012
"Beasts of the Southern Wild"
Story: Hushpuppy ist ein kleines Mädchen, das mit ihrem verrückten Vater Wink in den amerikanischen Südstaaten der Natur trotz, wobei sie eine sehr aktive Fantasie hat, die sie durch und durch begleitet...
Die Protagonistin wurde zurecht als eine Art Mix von Huckleberry Finn und Ronja Räubertochter beschrieben, denn sie trotzt unerschrocken allen Gefahren des Flusses und Sumpfes, wobei sie nebenbei mit ihrer Fantasie selbst zu einem Teil der Natur selbst wird und auch nie einfach nur zu einem süßen Mädchen verkommt. Ihr Vater ist ein sehr glaubwürdig gespielter gespaltener und schwieriger Mensch, der in Sekundenschnelle sein Gemüt wechseln kann.
Der Film selbst ähnelt dem Vater in der Hinsicht, dass der Ton nie komplett konstant sein kann - mal befindet man sich in einem Drama und mal in einem Märchen; es ist wirklich fast so, als ob man sich fließend in der Wahrnehmung eines Anderen befindet, ohne Grenzen oder Moralkeulen. Zudem ist "Beasts of the Southern Wild" einer der bestaussehendsten Filme des Jahres mit einem an "Der Zauberer von Oz" erinnerenden Sepia-Braun-Ton, stets aus der Perspektive von Hushpuppy, kurzum: Die Welt, so wie sie für einen Kind aussehen könnte, mit all dem Guten und Bösen, erfunden und real.
Fazit: Neben "Moonrise Kingdom" wohl der qualitätsmäßig beste Arthouse-Film des Jahres und die Erinnerung daran, wie man das Leben betrachten sollte !
Die Protagonistin wurde zurecht als eine Art Mix von Huckleberry Finn und Ronja Räubertochter beschrieben, denn sie trotzt unerschrocken allen Gefahren des Flusses und Sumpfes, wobei sie nebenbei mit ihrer Fantasie selbst zu einem Teil der Natur selbst wird und auch nie einfach nur zu einem süßen Mädchen verkommt. Ihr Vater ist ein sehr glaubwürdig gespielter gespaltener und schwieriger Mensch, der in Sekundenschnelle sein Gemüt wechseln kann.
Der Film selbst ähnelt dem Vater in der Hinsicht, dass der Ton nie komplett konstant sein kann - mal befindet man sich in einem Drama und mal in einem Märchen; es ist wirklich fast so, als ob man sich fließend in der Wahrnehmung eines Anderen befindet, ohne Grenzen oder Moralkeulen. Zudem ist "Beasts of the Southern Wild" einer der bestaussehendsten Filme des Jahres mit einem an "Der Zauberer von Oz" erinnerenden Sepia-Braun-Ton, stets aus der Perspektive von Hushpuppy, kurzum: Die Welt, so wie sie für einen Kind aussehen könnte, mit all dem Guten und Bösen, erfunden und real.
Fazit: Neben "Moonrise Kingdom" wohl der qualitätsmäßig beste Arthouse-Film des Jahres und die Erinnerung daran, wie man das Leben betrachten sollte !
"7 Psychos"
Story: Drehbuchautor Marty hat eine Schreibblockade mit seinem neuesten Skript "Seven Psychopaths" und nachdem ihn seine Freundin Kaya rausschmeißt, schließt er sich dem Hundeentführer-Duo Billy und Hans an, die mit ihrem neuesten Coup einen psychopatischen Gangster namens Charlie wütend gemacht haben...
Der Film ist so verrückt, dass man eigentlich außer sich werden sollte - man hat 7 absolut durchgeknallte Menschen, von denen jeder genügend Persönlichkeit besitzt, um einen Solo-Auftritt zu meistern. Es ist fast so, als ob der einzelne Auftritt eines jeden von ihnen so gleich einen neuen Stil in den Film bringt, der dann zugunsten des nächsten verworfen wird - am Ende sieht und fühlt sich das ganze herrlich unkonventionell, chaotisch und kreativ an, weil die Mischung zwischen Wahnwitz, Zynik und Brillanz stimmt.
Colin Farrell, Sam Rockwell und Christopher Walken sind ein absolut eingeschworenes Trio, das Kultpotenzial haben dürfte und Woody Harrelson zeigt erneut, warum er so schmerzhaft unterschätzt wird, denn sein Psychopath ist wie immer am Rande einer Oscar-Nominierung. Insgesamt sorgen die sehr zynisch und oft auf den schwarzen Humor hinweisenden Dialoge für eine ziemlich bunte Charakterzeichnung, wie sie nur mit dem karikierendem Gewaltgrad wohl nicht möglich wäre.
Fazit: "7 Psychos" sollte der Weg eines jeden aus einer Blockade werden und zeigt, dass man bei fehlender Motivation, den Trend des Mainstreams zu wiederholen, auch einen eigenen Weg einschlagen kann, wie es Regisseur McDonagh getan hat.
Der Film ist so verrückt, dass man eigentlich außer sich werden sollte - man hat 7 absolut durchgeknallte Menschen, von denen jeder genügend Persönlichkeit besitzt, um einen Solo-Auftritt zu meistern. Es ist fast so, als ob der einzelne Auftritt eines jeden von ihnen so gleich einen neuen Stil in den Film bringt, der dann zugunsten des nächsten verworfen wird - am Ende sieht und fühlt sich das ganze herrlich unkonventionell, chaotisch und kreativ an, weil die Mischung zwischen Wahnwitz, Zynik und Brillanz stimmt.
Colin Farrell, Sam Rockwell und Christopher Walken sind ein absolut eingeschworenes Trio, das Kultpotenzial haben dürfte und Woody Harrelson zeigt erneut, warum er so schmerzhaft unterschätzt wird, denn sein Psychopath ist wie immer am Rande einer Oscar-Nominierung. Insgesamt sorgen die sehr zynisch und oft auf den schwarzen Humor hinweisenden Dialoge für eine ziemlich bunte Charakterzeichnung, wie sie nur mit dem karikierendem Gewaltgrad wohl nicht möglich wäre.
Fazit: "7 Psychos" sollte der Weg eines jeden aus einer Blockade werden und zeigt, dass man bei fehlender Motivation, den Trend des Mainstreams zu wiederholen, auch einen eigenen Weg einschlagen kann, wie es Regisseur McDonagh getan hat.
Dienstag, 18. Dezember 2012
"Die Hüter des Lichts"
Story: Die Hüter des Lichts (der Weihnachtsmann, der Osterhase, der Sandmann und die Zahnfee) werden vom Mann in Mond zusammengerufen, um Pitch aufzuhalten, der Kinderträume in Alpträume und somit die gesamte Welt in Finsternis stürzen will. Neuzugang soll das Team nun vom jungen Jack Frost bekommen...
DreamWorks wagt sich nun nach einem Mash-Up von Märchen ("Shrek") an einen Mash-Up von Kindheitshelden, die hier dem Studio entsprechend allesamt (bis auf die Zahnfee) überarbeitet wurden; interessant auch, dass bestimmten Charakteren subtil eine Nationalität hinzugedichtet wurde, wie z.B. dem Weihnachtsmann, der mit russischem Akzent ausgestattet ist und der Osterhase mit einem australischen (trifft sich gut, wenn er von Hugh Jackman synchronisiert wird). Besonders ist die Sache mit dem Sandmann, denn dieser ist den gesamten Film über stumm und kommuniziert nur kleine Sandfiguren, was auf jeden Fall eine bessere Lösung ist, als diesem eine womöglich nervtötende Stimme zu verpassen.
Ebenso typisch für das Studio sieht der Film sehr gut aus und es ist außerdem mehr als ausreichend Action und Tempo vorhanden...vielleicht sogar etwas zu viel. Nicht, dass es Kinder überstrapazieren würde, aber etwas mehr Atmosphäre in der Geschichte (die selbstverständlich eindeutig vorangeht und das mit einer genügenden Anzahl an guten Gags) hätte dem Streifen bestimmt nicht geschadet; nicht, dass es gleich eine Seifenoper werden muss, aber hey, es stört mich nicht wahnsinnig.
Fazit: ""Die Hüter des Lichts" ist sowas wie "The Avengers" für Kinder" - ein ziemlich guter Vergleich, wie ich finde, auch wenn es nicht die Klasse und Masse des "großen Vorbilds" erreicht.
DreamWorks wagt sich nun nach einem Mash-Up von Märchen ("Shrek") an einen Mash-Up von Kindheitshelden, die hier dem Studio entsprechend allesamt (bis auf die Zahnfee) überarbeitet wurden; interessant auch, dass bestimmten Charakteren subtil eine Nationalität hinzugedichtet wurde, wie z.B. dem Weihnachtsmann, der mit russischem Akzent ausgestattet ist und der Osterhase mit einem australischen (trifft sich gut, wenn er von Hugh Jackman synchronisiert wird). Besonders ist die Sache mit dem Sandmann, denn dieser ist den gesamten Film über stumm und kommuniziert nur kleine Sandfiguren, was auf jeden Fall eine bessere Lösung ist, als diesem eine womöglich nervtötende Stimme zu verpassen.
Ebenso typisch für das Studio sieht der Film sehr gut aus und es ist außerdem mehr als ausreichend Action und Tempo vorhanden...vielleicht sogar etwas zu viel. Nicht, dass es Kinder überstrapazieren würde, aber etwas mehr Atmosphäre in der Geschichte (die selbstverständlich eindeutig vorangeht und das mit einer genügenden Anzahl an guten Gags) hätte dem Streifen bestimmt nicht geschadet; nicht, dass es gleich eine Seifenoper werden muss, aber hey, es stört mich nicht wahnsinnig.
Fazit: ""Die Hüter des Lichts" ist sowas wie "The Avengers" für Kinder" - ein ziemlich guter Vergleich, wie ich finde, auch wenn es nicht die Klasse und Masse des "großen Vorbilds" erreicht.
Montag, 17. Dezember 2012
"Lincoln"
Story: Der Film spielt um die Zeit vom Januar 1865, als Präsident Lincoln in dem Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten versucht, die Sklaverei abzuschaffen...
Ja, ein ernster Film über Abraham Lincoln von Steven Spielberg, ihr habt richtig verstanden. Man bekommt einen Lincoln, der ein bodenständiger Mann ist, trotz mangelnder Bildung mit immens viel Intelligenz und Menschenverständnis ausgestattet und allgemein nicht nur einer der faszinierendsten Staatsoberhäupter, sondern auch Personen war und bleibt. Daniel Day-Lewis ist Lincoln, er spielt ihn nicht einfach; jede Szene, in der er vorkommt, gehört ihm und seiner bestechenden Darstellung...der Oscar als "Bester männlicher Hauptdarsteller" ist ihm sicher. Er spielt einen vom Krieg müden Idealisten, der trotz all seiner guten Absichten immer noch ein Politiker und Vater einer Familie, die so gar nicht perfekt ist.
Obwohl er der Fokus ist, hat Day-Lewis eine ihm ebenbürtige Riege von Nebendarstellern, u.a. Tommy Lee Jones, Sally Field und Joseph Gordon-Levitt, die auch sehr gute Darstellungen abliefern und somit nur hauchdünn im Schatten des Protagonisten stehen. Erwähnt werden muss auch Spielbergs Regie, die ein Washington von Lenkern zeigt und keine überglorifizierte Hauptstadt - es gibt viele matte, geerdete Töne, passend zu Lincoln und auch dem Rest des Films.
Fazit: "Lincoln" informiert und unterhält, so denn man einem Film mit vielen Dialogen und wenig Action was abgewinnen kann. Spielberg und Day-Lewis dürfen auf berechtigte Oscars in ihren Kategorien hoffen und der Film an sich ist ein erfrischender Blick auf das Leben des beliebtesten amerikanischen Präsidenten.
Ja, ein ernster Film über Abraham Lincoln von Steven Spielberg, ihr habt richtig verstanden. Man bekommt einen Lincoln, der ein bodenständiger Mann ist, trotz mangelnder Bildung mit immens viel Intelligenz und Menschenverständnis ausgestattet und allgemein nicht nur einer der faszinierendsten Staatsoberhäupter, sondern auch Personen war und bleibt. Daniel Day-Lewis ist Lincoln, er spielt ihn nicht einfach; jede Szene, in der er vorkommt, gehört ihm und seiner bestechenden Darstellung...der Oscar als "Bester männlicher Hauptdarsteller" ist ihm sicher. Er spielt einen vom Krieg müden Idealisten, der trotz all seiner guten Absichten immer noch ein Politiker und Vater einer Familie, die so gar nicht perfekt ist.
Obwohl er der Fokus ist, hat Day-Lewis eine ihm ebenbürtige Riege von Nebendarstellern, u.a. Tommy Lee Jones, Sally Field und Joseph Gordon-Levitt, die auch sehr gute Darstellungen abliefern und somit nur hauchdünn im Schatten des Protagonisten stehen. Erwähnt werden muss auch Spielbergs Regie, die ein Washington von Lenkern zeigt und keine überglorifizierte Hauptstadt - es gibt viele matte, geerdete Töne, passend zu Lincoln und auch dem Rest des Films.
Fazit: "Lincoln" informiert und unterhält, so denn man einem Film mit vielen Dialogen und wenig Action was abgewinnen kann. Spielberg und Day-Lewis dürfen auf berechtigte Oscars in ihren Kategorien hoffen und der Film an sich ist ein erfrischender Blick auf das Leben des beliebtesten amerikanischen Präsidenten.
Samstag, 15. Dezember 2012
"Der Hobbit - Eine unerwartete Reise"
Story: Gandalf der Graue will aus eigenen Interessen Thorin Eichenschild, dem rechtmäßigen Erben aus Erebor (welcher jetzt vom Drachen Smaug eingenommen wurde) bei dessen Unternehmen helfen, dessen Thron zurückzuerobern. Die insgesamt 13-köpfige Zwergentruppe schickt Gandalf zu dem Hobbit Bilbo Beutlin aus Auenland, um diesen für das Unternehmen als Meisterdieb anzuwerben - obwohl Bilbo absolut kampfunerfahren und gar nicht von der Idee begeistert ist...
Zuallerst: Ich habe den Film ganz klassisch in 24 fps und in 2D gesehen, von daher kann ich bezüglich der Technik nur sagen, dass Jackson wie gewohnt wunderschöne Aufnahmen von Neuseeland so gut einfängt, sodass es nahezu als Werbung im Fernsehen durchgehen könnte. Die Kameraarbeit ist gewohnt klar und entfaltet bei Landschaften ihre volle Wirkung - in manchen Kampfszenen wirkte sie auf mich etwas konfus, aber dies hat auch etwas mit den Charakteren zu tun.
Die alte Riege wie Cate Blanchett, Hugo Weaving, Christopher Lee, Ian McKellen und Andy Serkis ist von Anfang an präsent und braucht im gebräuchlichen Sinne nicht die normalerweise nötige Charakterentwicklung - all diese Schauspieler sind ja schon seit der "Herr der Ringe"-Trilogie bekannt. Martin Freeman (am ehesten als Dr.Watson aus der britischen "Sherlock"-Serie bekannt) ist ein sehr überzeugender Bilbo, der sich im Laufe des Films langsam steigert und zum heimlichen Star avanciert. Er hat zusammen mit Andy Serkis als Gollum die unbestritten beste Szene des Films und ist auch neben ihm und Ian McKellen der beste Schauspieler in dem riesigen Ensemble. Und genau das ist mein Hauptproblem mit dem Film.
Dafür, dass man sich hier getrost auf bewährte Figuren und eine sehr gut neu eingeführte verlassen dürfen, so sind 12 der 13 Zwerge charakteristisch eher blass gestaltet. Ihr Anführer Thorin Eichenschild ist der Einzige, der etwas mehr im Fokus steht als seine Mitstreiter und dennoch wird leider nicht sein Charakter nicht rund genug ausgespielt (was ich nicht dem Darsteller Richard Armitage ankreide).
Ein weiteres Problem, das ich mit dem Film habe, ist die Länge. Es gibt manche, die gleich die Hälfte des Films schneiden würden; ich wäre nicht so radikal. Ja, der Film dauert fast 3 Stunden und das ist etwas anstrengend, aber hier wurde der Großteil der Szenen wirklich 1:1 aus dem Buch übernommen, wenn auch etwas finsterer gestaltet (muss ja scheinbar stilistisch an die Original-Trilogie angepasst werden). Ich persönlich würde vielleicht maximal eine halbe Stunde wegfallen lassen, zusammengenommen aus verschiedenen Szenen, die alle etwas zu lang gehen und das gar nicht sein müssen. Es ist nicht wirklich störend, aber es lässt einen fragen, ob eine Trilogie basierend auf einem Buch wirklich so berechtigt ist, insbesondere wenn das Buch auch noch relativ dünn ist.
Fazit: Wahrscheinlich ist es noch zu früh, diesen Film wirklich richtig einschätzen zu können, weil er am Ende als Anfang einer Triloge bewertet werden muss, die ja noch anlaufen soll. Als Fan der Bücher und Filme war es ein schönes Gefühl, erneut nach Mittelerde zu reisen und einige vertraute und neue Charaktere (neu) kennen zu lernen. Am Ende würde ich nicht mit astronomisch hohen Erwartungen diesen Film sehen, weil er mich persönlich am Ende nicht absolut begeistert, aber sehr gut unterhalten zurückließ und ich würde ihn gerne noch mal im neuen Format sehen, um ihn vielleicht besser einschätzen zu können.
Zuallerst: Ich habe den Film ganz klassisch in 24 fps und in 2D gesehen, von daher kann ich bezüglich der Technik nur sagen, dass Jackson wie gewohnt wunderschöne Aufnahmen von Neuseeland so gut einfängt, sodass es nahezu als Werbung im Fernsehen durchgehen könnte. Die Kameraarbeit ist gewohnt klar und entfaltet bei Landschaften ihre volle Wirkung - in manchen Kampfszenen wirkte sie auf mich etwas konfus, aber dies hat auch etwas mit den Charakteren zu tun.
Die alte Riege wie Cate Blanchett, Hugo Weaving, Christopher Lee, Ian McKellen und Andy Serkis ist von Anfang an präsent und braucht im gebräuchlichen Sinne nicht die normalerweise nötige Charakterentwicklung - all diese Schauspieler sind ja schon seit der "Herr der Ringe"-Trilogie bekannt. Martin Freeman (am ehesten als Dr.Watson aus der britischen "Sherlock"-Serie bekannt) ist ein sehr überzeugender Bilbo, der sich im Laufe des Films langsam steigert und zum heimlichen Star avanciert. Er hat zusammen mit Andy Serkis als Gollum die unbestritten beste Szene des Films und ist auch neben ihm und Ian McKellen der beste Schauspieler in dem riesigen Ensemble. Und genau das ist mein Hauptproblem mit dem Film.
Dafür, dass man sich hier getrost auf bewährte Figuren und eine sehr gut neu eingeführte verlassen dürfen, so sind 12 der 13 Zwerge charakteristisch eher blass gestaltet. Ihr Anführer Thorin Eichenschild ist der Einzige, der etwas mehr im Fokus steht als seine Mitstreiter und dennoch wird leider nicht sein Charakter nicht rund genug ausgespielt (was ich nicht dem Darsteller Richard Armitage ankreide).
Ein weiteres Problem, das ich mit dem Film habe, ist die Länge. Es gibt manche, die gleich die Hälfte des Films schneiden würden; ich wäre nicht so radikal. Ja, der Film dauert fast 3 Stunden und das ist etwas anstrengend, aber hier wurde der Großteil der Szenen wirklich 1:1 aus dem Buch übernommen, wenn auch etwas finsterer gestaltet (muss ja scheinbar stilistisch an die Original-Trilogie angepasst werden). Ich persönlich würde vielleicht maximal eine halbe Stunde wegfallen lassen, zusammengenommen aus verschiedenen Szenen, die alle etwas zu lang gehen und das gar nicht sein müssen. Es ist nicht wirklich störend, aber es lässt einen fragen, ob eine Trilogie basierend auf einem Buch wirklich so berechtigt ist, insbesondere wenn das Buch auch noch relativ dünn ist.
Fazit: Wahrscheinlich ist es noch zu früh, diesen Film wirklich richtig einschätzen zu können, weil er am Ende als Anfang einer Triloge bewertet werden muss, die ja noch anlaufen soll. Als Fan der Bücher und Filme war es ein schönes Gefühl, erneut nach Mittelerde zu reisen und einige vertraute und neue Charaktere (neu) kennen zu lernen. Am Ende würde ich nicht mit astronomisch hohen Erwartungen diesen Film sehen, weil er mich persönlich am Ende nicht absolut begeistert, aber sehr gut unterhalten zurückließ und ich würde ihn gerne noch mal im neuen Format sehen, um ihn vielleicht besser einschätzen zu können.
Donnerstag, 13. Dezember 2012
"Cockneys vs Zombies"
Story: Um das Altersheim ihres Opas zu retten, wollen Andy und Terry mal schnell eine Bank ausrauben. Die plötzlich ausgebrochene Zombie-Apokalypse macht ihnen schnell einen Strich durch die Rechnung...
DIE IDEE IST GENIAL: RENTNER GEGEN ZOMBIES ! Ernsthaft, wenn ein Film nach mehr als 50 Jahren des Genres es schaffen kann, einem scheinbar ausgelutschten Konzept eine neue Seite zu geben - und dabei gar nicht so schlecht weg zu kommen, wie es einer vielleicht erwarten würde. Versteht mich nicht falsch, es ist immer noch ein B-Film, aber mit passablen Schauspielleistungen und Budget, sodass es fast so ins Kino kommen könnte. Gerade weil es vielleicht nicht das größte Budget hat, besitzt es einen eigenartigen Charme, der auch noch durch britischen Humor und generell die Idee entsteht.
Fazit: Es ist kein Meisterwerk und es bedient sich schamlos bei Filmen wie "Shaun of the Dead", aber als Genre-Satire funktioniert es erstaunlich gut und ist durchweg unterhaltsam.
DIE IDEE IST GENIAL: RENTNER GEGEN ZOMBIES ! Ernsthaft, wenn ein Film nach mehr als 50 Jahren des Genres es schaffen kann, einem scheinbar ausgelutschten Konzept eine neue Seite zu geben - und dabei gar nicht so schlecht weg zu kommen, wie es einer vielleicht erwarten würde. Versteht mich nicht falsch, es ist immer noch ein B-Film, aber mit passablen Schauspielleistungen und Budget, sodass es fast so ins Kino kommen könnte. Gerade weil es vielleicht nicht das größte Budget hat, besitzt es einen eigenartigen Charme, der auch noch durch britischen Humor und generell die Idee entsteht.
Fazit: Es ist kein Meisterwerk und es bedient sich schamlos bei Filmen wie "Shaun of the Dead", aber als Genre-Satire funktioniert es erstaunlich gut und ist durchweg unterhaltsam.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
"Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen"
Story: Der Piratenkapitän will unbedingt "Pirat des Jahres" werden und dafür will er sich der Hilfe von Charles Darwin bedienen...
Ein Stop-Motion-Film aus Knete ist für 2012 natürlich etwas besonderes und es stammt auch noch vom britischen Studio Aardman, welches bekannt ist für etwas verrückte Charaktere in extrem aufwendig gestalteten Sets mit einer Prise britischen Humors zu haben und "Die Piraten!" ist da keine Ausnahme. Auch hier kann man mit reichlich Slapstick für die jüngeren und zahlreichen Gags im Hintergrund für die älteren Zuschauer rechnen. Der subtile Humor mag hier zwar nicht der beste sein, aber er ist ebenfalls nicht das Aushängeschild des Films, das wäre eindeutig die Stop-Motion-Knetanimation, die hier leider noch verwässert wurde durch zusätzliche Computeranimation.
Fazit: Ein kurzweiliger Spaß; wünschte mir nur, die Charaktere und die Geschichte wären mit genauso viel Liebe gestaltet worden, wie die Welt, in der sie existieren.
Ein Stop-Motion-Film aus Knete ist für 2012 natürlich etwas besonderes und es stammt auch noch vom britischen Studio Aardman, welches bekannt ist für etwas verrückte Charaktere in extrem aufwendig gestalteten Sets mit einer Prise britischen Humors zu haben und "Die Piraten!" ist da keine Ausnahme. Auch hier kann man mit reichlich Slapstick für die jüngeren und zahlreichen Gags im Hintergrund für die älteren Zuschauer rechnen. Der subtile Humor mag hier zwar nicht der beste sein, aber er ist ebenfalls nicht das Aushängeschild des Films, das wäre eindeutig die Stop-Motion-Knetanimation, die hier leider noch verwässert wurde durch zusätzliche Computeranimation.
Fazit: Ein kurzweiliger Spaß; wünschte mir nur, die Charaktere und die Geschichte wären mit genauso viel Liebe gestaltet worden, wie die Welt, in der sie existieren.
Dienstag, 11. Dezember 2012
"Red Dawn"
Story: Red Dawn, eine Kleinstadt in Washington, wird eines Morgens von Nordkoreanern besetzt und der Marine Jed organisiert die Gruppe "Wolverines", um den Angreifern Paroli zu bieten...
Angeblich ist "Red Dawn" ein Remake des gleichnamigen Films von 1984 und es ist sehr schwach. Im Prinzip braucht es nicht viele Worte, um zu beschreiben, warum der Film nicht funktioniert: Mangelnde Logik (klar können Nordkoreaner mal eben eine US-Invasion starten und natürlich lassen sie sich von Teenagern stoppen), die Action ist einfach nur hirnlos (nicht unterhaltsam hirnlos, sondern einfach nur hirnlos), die Darsteller sind blasser als die Story selbst und der überschwängliche Patriotismus...sowas könnte in Deutschland in DER Form nicht durchgehen. Ein pures Eigen-High-Five.
Fazit: Chris Hemsworth, was machst du bloß in dieser Lücke von einem Werk ? Brauchtest du ein Gegenstück zu "The Avengers" ? Achja, der Film an sich ist einfach nur schwach.
Angeblich ist "Red Dawn" ein Remake des gleichnamigen Films von 1984 und es ist sehr schwach. Im Prinzip braucht es nicht viele Worte, um zu beschreiben, warum der Film nicht funktioniert: Mangelnde Logik (klar können Nordkoreaner mal eben eine US-Invasion starten und natürlich lassen sie sich von Teenagern stoppen), die Action ist einfach nur hirnlos (nicht unterhaltsam hirnlos, sondern einfach nur hirnlos), die Darsteller sind blasser als die Story selbst und der überschwängliche Patriotismus...sowas könnte in Deutschland in DER Form nicht durchgehen. Ein pures Eigen-High-Five.
Fazit: Chris Hemsworth, was machst du bloß in dieser Lücke von einem Werk ? Brauchtest du ein Gegenstück zu "The Avengers" ? Achja, der Film an sich ist einfach nur schwach.
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