Sonntag, 16. September 2012
Star Trek III - Auf der Suche nach Spock
Story: Nachdem Spock sich heldenhaft opferte, gelangte sein toter Körper auf den Genesis-Planeten. Allerdings gelang es ihm zuvor, seine Erinnerungen telepathisch auf Dr. McCoy zu übertragen. Als Mitglieder der ehemaligen Enterprise-Crew auf dem Genesis-Planeten jedoch feststellen, dass Spocks Körper vollständig regeneriert wurde, weckt das Hoffnung auf die Rettung des Vulkaniers. Aufgrund der Heilung Spocks sind jedoch auch die Feinde der Menschheit, die Klingonen, am Genesis-Planeten interessiert. Kirk eilt zur Rettung und muss sich dem klingonischen Captain letztlich stellen.
Star Trek III zählt nicht zu meinen Lieblingsfilmen. Er ist zwar der erste Film, in dem die Klingonen vernünftige Masken erhielten, was sie zu einer der bekanntesten Alien-Rassen aus Star Trek machte, aber das rettet den Film natürlich nicht.
Meiner Meinung nach wird hier sehr stark darauf geachtet, die Konsequenzen von Star Trek II wieder auszubügeln wie zum Beispiel Spocks Tod.Grundsätzlich finde ich die Idee auch nicht schlimm, schließlich war er der spitzohrige Erste Offizier mit seinem berühmten Zitat "Faszinierend!" bereits zu diesem Zeitpunkt eine Ikone der Star Trek Fans. Dennoch mindert es Spocks Opfer im vorherigen Film. Schließlich war Spocks Botschaft, dass das Wohl der Vielen mehr wiegt als das Wohl der Wenigen; oder des Einzelnen. Und dieses heroische Opfer wird nun einfach so zurückgenommen.
Ich finde außerdem, dass es dem Film an einer eigenständigen kritischen Botschaft mangelt. Bei Star Trek - Der Film hatte man die Thematik über den Ursprung, die Schöpfung. Eine sehr philosophische Seite an Star Trek wird gezeigt. In Star Trek II - Der Zorn des Khan hatte man es dann mit Opferbereitschaft, Sterblichkeit und so weiter versucht. Star Trek III ist da etwas verhaltener, obwohl z.B. die Insubordination (Befehlsverweigerung) als Mittel zum Zweck gezeigt wird. Die Folge davon, eine Strafe durch das Kriegsgericht, bildet den Cliffhanger zum nächsten Star Trek Film.
Fazit: Ich habe Star Trek III war einer der letzten Star Trek Filme, die ich gesehen habe. Er ist nötig, um gewisse Diaologe in späteren Star Trek Filmen zu verstehen. Aber er ist sicher keines der Kronjuwele. Wenn man alle Filme einmal sehen will, kann man ihn sich anschauen. Wenn man aber auf die Highlights aus ist, würde ich Star Trek 4 oder Star Trek 6 eher empfehlen.
"Das Bourne Vermächtnis"
Story: Parallel zur Jagd nach Jason Bourne hat NRAG entschlossen, alle Superagenten zu töten. Das betrifft auch zufällig Aaron Cross, der durch spezifierte Pillen fast schon ein "Supermensch" geworden ist; alle seine Sinne sind extrem verschärft und er besitzt nahezu unmenschliche Kräfte. Bei einem Anschlag in ihrem Zuhause rettet er zufällig die Wissenschaftlerin Dr. Marta Shearing, die ihn nebenbei von seiner Pillen-Abhängigkeit befreien soll...
Ohne Matt Damon als Jason Bourne wird hier eine Art "halber Spin-Off, halb Sequel" präsentiert und das kann man zweierlei aufnehmen. Jeremy Renner spielt seine Rolle zwar sehr gut, aber es hilft ihm nicht weiter, wenn er in (eigentlich) einem Action-Streifen nicht genügend Action-Szenen bekommt. (Wobei das Ende überzogen und überladen wirkt.) Dafür harmoniert er umso besser mit Rachel Weisz, deren Rolle zwar nur auf Schreien und Panik beschränkt ist, aber aufgrund des Scripts ausreichend wirkt. Edward Norton als NRAG-Chef hat leider viel zu wenig Zeit, um seine Klasse auszuspielen - er ist zwar kalt und rücksichtslos und doch nicht wirklich präsent genug, dass er einen dauerhaften Eindruck hinterlässt.
Im Gegensatz zu den früheren "Bourne"-Filmen wurde hier die Action mächtig runtergefahren; man versucht hier, mehr Hintergrundgeschichte zu erzählen...was nicht verkehrt ist, aber die sehr lange Exposition könnte Leute mit Aufmerksamkeitsstörung reichlich verärgern. Außerdem: Wenn die Macher schon einen Film mit Hirn wollten, hätten sie sich auch für eine andere als die "0815"-Lösung entschieden. Natürlich bekommt der Held das Mädchen und wird nebenbei sein Problem los.
Fazit: Nicht wirklich schlecht oder allzu anders als die Vorgänger, ist "Das Bourne Vermächtnis" eine dezente Fortführung der "Bourne"-Reihe, in der vor allem die Action der Teil ist, der sonderbar heraussticht. Gute Performances aber machen einem Hoffnung auf eine Steigerung im Sequel.
Ohne Matt Damon als Jason Bourne wird hier eine Art "halber Spin-Off, halb Sequel" präsentiert und das kann man zweierlei aufnehmen. Jeremy Renner spielt seine Rolle zwar sehr gut, aber es hilft ihm nicht weiter, wenn er in (eigentlich) einem Action-Streifen nicht genügend Action-Szenen bekommt. (Wobei das Ende überzogen und überladen wirkt.) Dafür harmoniert er umso besser mit Rachel Weisz, deren Rolle zwar nur auf Schreien und Panik beschränkt ist, aber aufgrund des Scripts ausreichend wirkt. Edward Norton als NRAG-Chef hat leider viel zu wenig Zeit, um seine Klasse auszuspielen - er ist zwar kalt und rücksichtslos und doch nicht wirklich präsent genug, dass er einen dauerhaften Eindruck hinterlässt.
Im Gegensatz zu den früheren "Bourne"-Filmen wurde hier die Action mächtig runtergefahren; man versucht hier, mehr Hintergrundgeschichte zu erzählen...was nicht verkehrt ist, aber die sehr lange Exposition könnte Leute mit Aufmerksamkeitsstörung reichlich verärgern. Außerdem: Wenn die Macher schon einen Film mit Hirn wollten, hätten sie sich auch für eine andere als die "0815"-Lösung entschieden. Natürlich bekommt der Held das Mädchen und wird nebenbei sein Problem los.
Fazit: Nicht wirklich schlecht oder allzu anders als die Vorgänger, ist "Das Bourne Vermächtnis" eine dezente Fortführung der "Bourne"-Reihe, in der vor allem die Action der Teil ist, der sonderbar heraussticht. Gute Performances aber machen einem Hoffnung auf eine Steigerung im Sequel.
Mittwoch, 12. September 2012
"Die Klasse"
Story: In der Pariser Vorstadt versucht der Französisch- und Literatur-Lehrer Francois Marin seiner Klasse mit mehr Toleranz zu begegnen als seine Kollegen. Er setzt sich auch gegen das Kollegium für seine Schüler ein und versucht, einen sinnvolleren Einsatz von Sanktionen zu bewirken. Das einzig wirksame Mittel der Lehrer, so die weitgehende Meinung, ist das Disziplinarverfahren, das immer mit einem Schulverweis endet.
Als der Film begann und man einen Einblick in den Französisch-Unterricht erhielt, fragte ich mich, ob das nicht womöglich ein Problem wird. Man hat nämlich die Schwierigkeiten des Französischen mit "Äquivalenten" im Deutschen "übersetzt". Mein erster Eindruck bestätigte sich jedoch nicht. Obwohl es manchmal sicher nicht ganz gelungen ist, die Dinge gut zu übertragen, ist zumindest das "Duzen" und "Siezen" aus dem Französischen 1:1 ins Deutsche übertragbar.
Die Klasse ist ein gesellschaftlicher Querschnitt durch die Pariser Klischee-Vorstadt: Hoher Migrantenanteil, wenig Lernwille, etc. Zumindest ist das der erste Eindruck. Allerdings versucht der Film konstant, anhand unterschiedlicher Fallbeispiele (die Darstellung individueller Schüler) diesen Eindruck zu korrigieren.
Der Film zeigt das Geschehen konstant aus der Perspektive der Lehrer. Man sieht diese in Nahaufnahmen, während der Pausenhof aus größerer Entfernung gezeigt wird. Man sieht nur selten Gespräche unter den Schülern, wenn kein Lehrer dabei ist, während man das Lehrer-Kollegium von der Vorstellungsrunde zu Schuljahresbeginn bis hin zu einigen Unterhaltungen untereinander erlebt.
Themen wie Gewalt an Schulen, Burn-out der Lehrer werden genauso thematisiert wie die Gefahr, dass Eltern oder Schüler abgeschoben werden können, wenn sie sich illegal in Frankreich aufhalten.
Außerdem versucht der Film meiner Meinung nach das Grundpoblem zu schildern. Die Schüler stehen solidarisch gegen die Lehrer, da sie sich von diesen von oben herab behandelt fühlen. Durch die Aufnahmen im Lehrerzimmer erfährt man, dass einige Lehrer aus Verzweiflung tatsächlich resignieren und auf ihre Schüler herabblicken und erwarten, dass diese nie aus der Vorstadt herauskommen.
Das größte Problem des Films ist die mangelnde Dramaturgie. Man verfolgt die Klasse ein Schuljahr lang und es wird nur einmal wirklich spannend, nämlich in der Situation, in der ein Schüler wegen eines "Ausrasters" vor die Disziplinarversammlung muss. An der Entscheidung dieses Gremiums hängt mehr als Francois Marin zunächst vermutet.
Ich habe eben gerade noch gelesen, dass der Lehrer vom Autor der autobiographischen Roman-Vorlage verkörper wird. Ich finde, dass sowohl seine schauspielerische Leistung wie auch die der Schüler sehr überzeugend ist. Die Übersetzung des Titels "Entre les murs" (Zwischen den Mauern) ist dagegen sehr frei und gefällt mir nicht sonderlich. Ich finde, dass der deutsche Titel im Vergleich nichtssagender ist und die Aussage des Films kein bisschen reflektiert, im Gegensatz zum Original-Titel.
Fazit: Alles in allem zeigt er sehr viele soziale Probleme, von denen eine Vielzahl sicher auch auf Deutschland übertragbar ist. Gleichzeitig ist er aber meiner Meinung nach nicht als Unterhaltungsfilm zu empfehlen. Dieser Film will zum Nachdenken anregen, indem er scheinbar ausweglose Situationen schildert.
Als der Film begann und man einen Einblick in den Französisch-Unterricht erhielt, fragte ich mich, ob das nicht womöglich ein Problem wird. Man hat nämlich die Schwierigkeiten des Französischen mit "Äquivalenten" im Deutschen "übersetzt". Mein erster Eindruck bestätigte sich jedoch nicht. Obwohl es manchmal sicher nicht ganz gelungen ist, die Dinge gut zu übertragen, ist zumindest das "Duzen" und "Siezen" aus dem Französischen 1:1 ins Deutsche übertragbar.
Die Klasse ist ein gesellschaftlicher Querschnitt durch die Pariser Klischee-Vorstadt: Hoher Migrantenanteil, wenig Lernwille, etc. Zumindest ist das der erste Eindruck. Allerdings versucht der Film konstant, anhand unterschiedlicher Fallbeispiele (die Darstellung individueller Schüler) diesen Eindruck zu korrigieren.
Der Film zeigt das Geschehen konstant aus der Perspektive der Lehrer. Man sieht diese in Nahaufnahmen, während der Pausenhof aus größerer Entfernung gezeigt wird. Man sieht nur selten Gespräche unter den Schülern, wenn kein Lehrer dabei ist, während man das Lehrer-Kollegium von der Vorstellungsrunde zu Schuljahresbeginn bis hin zu einigen Unterhaltungen untereinander erlebt.
Themen wie Gewalt an Schulen, Burn-out der Lehrer werden genauso thematisiert wie die Gefahr, dass Eltern oder Schüler abgeschoben werden können, wenn sie sich illegal in Frankreich aufhalten.
Außerdem versucht der Film meiner Meinung nach das Grundpoblem zu schildern. Die Schüler stehen solidarisch gegen die Lehrer, da sie sich von diesen von oben herab behandelt fühlen. Durch die Aufnahmen im Lehrerzimmer erfährt man, dass einige Lehrer aus Verzweiflung tatsächlich resignieren und auf ihre Schüler herabblicken und erwarten, dass diese nie aus der Vorstadt herauskommen.
Das größte Problem des Films ist die mangelnde Dramaturgie. Man verfolgt die Klasse ein Schuljahr lang und es wird nur einmal wirklich spannend, nämlich in der Situation, in der ein Schüler wegen eines "Ausrasters" vor die Disziplinarversammlung muss. An der Entscheidung dieses Gremiums hängt mehr als Francois Marin zunächst vermutet.
Ich habe eben gerade noch gelesen, dass der Lehrer vom Autor der autobiographischen Roman-Vorlage verkörper wird. Ich finde, dass sowohl seine schauspielerische Leistung wie auch die der Schüler sehr überzeugend ist. Die Übersetzung des Titels "Entre les murs" (Zwischen den Mauern) ist dagegen sehr frei und gefällt mir nicht sonderlich. Ich finde, dass der deutsche Titel im Vergleich nichtssagender ist und die Aussage des Films kein bisschen reflektiert, im Gegensatz zum Original-Titel.
Fazit: Alles in allem zeigt er sehr viele soziale Probleme, von denen eine Vielzahl sicher auch auf Deutschland übertragbar ist. Gleichzeitig ist er aber meiner Meinung nach nicht als Unterhaltungsfilm zu empfehlen. Dieser Film will zum Nachdenken anregen, indem er scheinbar ausweglose Situationen schildert.
"Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt"
Story: Noch 3 Wochen bis zum vermeintlichen, unausweichlichen Weltuntergang und die Menschheit hat sich komplett abgeschrieben. Lediglich der Versicherungsmitarbeiter Dodge scheint immernoch seinen Alltag routinemäßig zu durchlaufen, während seine Freunde Exzesse feiern und seine Frau ihn verlässt. Eines Abends trifft er zufällig auf seine quirlige Nachbarin Penny, mit der er auch möglichst schnell die Stadt verlassen will...
Noch eine Rom-Com und das sogar mit eingeschobener Weltuntergangsthematik ? Von einer Regiedebütantin ? Keine Angst, dieses mal ist alles bei weitem nicht so schlimm, wie es sich anhört.
Der "Comedy"-Teil funktioniert, weil der Film weiß, wie er mit seinem Thema Apokalypse und den Teilhabenden arbeiten will. Im Prinzip tun alle Menschen ja genau das, was man im Anzeichen einer Apokalypse tun würde: Alle Prinzipien fallen lassen, endlose Orgien, Saufereien und Drogen-Partys. Dodge hält aber an seinen Idealen fest und geistert eigentlich durch das ganze Chaos, die Manie und die melancholisch-depressive Stimmung um ihn herum.
Als er Penny trifft, beginnt der "Rom"-Anteil des Films; interessanterweise könnte man den Film selbst ja in die zwei Teile separieren, die die Protagonisten auszeichnen: Zurückhaltung vs. pure Lebensfreude, die (wie die Protagonisten eben) durch das absolute Ende miteinander verbunden sind und somit früher oder später einander näher kommen müssen (dies aber weitaus ungezwungener, als ich es hier beschreibe).
Steve Carell und Keira Knightley bilden ein unvorhersehbar gutes und vor allem glaubwürdiges, wenn auch ungleiches Paar, bis sich deren verschiedliche Gemütslagen zum Ende hin perfekt ergänzen und beide liefern hier eine tolle Leistung ab. Der Soundtrack zum Film passt hier auch wie die Faust auf`s Auge, wenn auch das Einspielen bestimmter Songs an bestimmten Stellen doch etwas offensichtlich/kitschig klingen wird...die innere Qualität des Films bügelt das aber zum Glück aus.
Fazit: Der Film ist ehrlich mit sich selbst und seinen Zuschauern; er beschert einem wenn schon keine Erkenntnis, dann eben das Gefühl einer richtigen, herzlichen und nett gemeinten Umarmung eines guten Freundes.
Noch eine Rom-Com und das sogar mit eingeschobener Weltuntergangsthematik ? Von einer Regiedebütantin ? Keine Angst, dieses mal ist alles bei weitem nicht so schlimm, wie es sich anhört.
Der "Comedy"-Teil funktioniert, weil der Film weiß, wie er mit seinem Thema Apokalypse und den Teilhabenden arbeiten will. Im Prinzip tun alle Menschen ja genau das, was man im Anzeichen einer Apokalypse tun würde: Alle Prinzipien fallen lassen, endlose Orgien, Saufereien und Drogen-Partys. Dodge hält aber an seinen Idealen fest und geistert eigentlich durch das ganze Chaos, die Manie und die melancholisch-depressive Stimmung um ihn herum.
Als er Penny trifft, beginnt der "Rom"-Anteil des Films; interessanterweise könnte man den Film selbst ja in die zwei Teile separieren, die die Protagonisten auszeichnen: Zurückhaltung vs. pure Lebensfreude, die (wie die Protagonisten eben) durch das absolute Ende miteinander verbunden sind und somit früher oder später einander näher kommen müssen (dies aber weitaus ungezwungener, als ich es hier beschreibe).
Steve Carell und Keira Knightley bilden ein unvorhersehbar gutes und vor allem glaubwürdiges, wenn auch ungleiches Paar, bis sich deren verschiedliche Gemütslagen zum Ende hin perfekt ergänzen und beide liefern hier eine tolle Leistung ab. Der Soundtrack zum Film passt hier auch wie die Faust auf`s Auge, wenn auch das Einspielen bestimmter Songs an bestimmten Stellen doch etwas offensichtlich/kitschig klingen wird...die innere Qualität des Films bügelt das aber zum Glück aus.
Fazit: Der Film ist ehrlich mit sich selbst und seinen Zuschauern; er beschert einem wenn schon keine Erkenntnis, dann eben das Gefühl einer richtigen, herzlichen und nett gemeinten Umarmung eines guten Freundes.
"Homevideo"
Story: Jakob Moormann ist ein gewöhnlicher, 15jähriger Teenager, der mit der Trennung seiner Eltern und seinen ersten Erfahrungen in der Liebe zu kämpfen hat. Dummerweise verleiht seine Mutter seine Video-Kamera mit der darin befindlichen Speicherkarte an zwei von Jakobs Klassenkameraden. Darauf enthalten sind ein peinliches Lieblingsgeständnis und eine Aufnahme, in der Jakob onaniert. Letztlich gelangt das Video ins Internet und entfacht eine Welle des Mobbings bzw. Cyber-Mobbings. Seine Freundin will nichts mehr von ihm wissen und auch seine Eltern zeigen anfangs wenig Verständnis.
Der Film ist weitgehend authentisch. Manchmal werden die Reaktionen etwas überzeichnet, aber grundsätzlich ist es relativ realitätsnah. Außerdem finde ich es ausgesprochen gut, dass der Film zunächst Jakobs Alltagsleben zeigt und die Krise langsam und dramatisch aufzieht.
In die Charaktere kann man sich hineinfühlen. Ein paar sind zwar klischeehaft wie der Vater, der versucht, seine Tochter vor allem zu schützen, doch die dienen dazu, den Konflikt verschärft dazustellen. Im Regelfall sind das ohnehin nur die Nebencharaktere. Die Hauptcharaktere sind dagegen komplexer. Das sieht man auch daran, dass die Gefühle des Protagonisten und der Eltern verständlich werden.
Die Schauspieler in diesem Film verkörpern ihre Rollen sehr gut. Hier wird ein Großteil der Emotionen nonverbal kommuniziert z.B. vom Protagonisten. Und gerade in diesen Momenten kann man sich sehr gut in Jakob hineinfühlen
Fazit: Mir gefällt am Film am besten, dass er sich für einen deutschen Film ziemlich viel traut. Die detailgetreue Darstellung von Mobbing als auch das Ende sind außergewöhnlich. Ich hätte deutschen Filmemachern nicht so viel zugetraut. Kann den Film nur empfehlen.
Der Film ist weitgehend authentisch. Manchmal werden die Reaktionen etwas überzeichnet, aber grundsätzlich ist es relativ realitätsnah. Außerdem finde ich es ausgesprochen gut, dass der Film zunächst Jakobs Alltagsleben zeigt und die Krise langsam und dramatisch aufzieht.
In die Charaktere kann man sich hineinfühlen. Ein paar sind zwar klischeehaft wie der Vater, der versucht, seine Tochter vor allem zu schützen, doch die dienen dazu, den Konflikt verschärft dazustellen. Im Regelfall sind das ohnehin nur die Nebencharaktere. Die Hauptcharaktere sind dagegen komplexer. Das sieht man auch daran, dass die Gefühle des Protagonisten und der Eltern verständlich werden.
Die Schauspieler in diesem Film verkörpern ihre Rollen sehr gut. Hier wird ein Großteil der Emotionen nonverbal kommuniziert z.B. vom Protagonisten. Und gerade in diesen Momenten kann man sich sehr gut in Jakob hineinfühlen
Fazit: Mir gefällt am Film am besten, dass er sich für einen deutschen Film ziemlich viel traut. Die detailgetreue Darstellung von Mobbing als auch das Ende sind außergewöhnlich. Ich hätte deutschen Filmemachern nicht so viel zugetraut. Kann den Film nur empfehlen.
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