Story: Nach der triumphalen Rückkehr von Mr. Spock in Fleisch und Blut soll die gesamte Crew sich nun vor Gericht verantworten, da sie ja im letzten Teil gegen das Gesetz verstoßen wurden. Bevor sie aber dorthin reisen, machen sie einen Zwischenstopp bei der Erde im Jahr 1986, um ein Notsignal von Buckelwalen zu beantworten...
Ja, besonders die Sache mit den Buckelwalen klingt ziemlich lächerlich, genau das habe ich mir auch gedacht. Aber genau das ist ja auch irgendwie das Geniale an dem Film. Ich will nicht sagen, dass hier alles zur Farce verkommt, aber der Film sprüht einfach so vor Selbstironie, da macht er einfach nur Spaß und unterhält pur.
Nimoy scheint vieles aus seiner vorherigen Regiearbeit gelernt zu haben und steigert sich mehr als gedacht. Obwohl es klar war, dass auch hier die "OMG, Aliens, die auf der Erde mit allerlei Erden-Zeug klarkommen müssen"-Schiene gefahren wird, so wird das Ganze nichtsdestotrotz witzig, packend und sogar mit einer relativ zurückhaltenden Öko-Botschaft inszeniert (Al Gore könnte sich so einige Sachen hiervon abkupfern). Es ist keine Parodie, aber es ist offenherzig ehrlich, wie es sich nicht scheut, auch mal eigene Klischees und Charaktere aufs Korn zu nehmen.
Fazit: Dank Nimoys sehr guter Regie wurde dies (verständlicherweise) seinerzeit der erfolgreichste "Star Trek"-Streifen und es ist nicht so schwer zu sehen warum. Dies ist der "Star Trek"-Film, der vermutlich am meisten Richtung Mainstream schielt, ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen und diese möglichst gewitzt auszuspielen.
Sonntag, 5. Mai 2013
"Star Trek"-Monat: "Auf der Suche nach Mr. Spock" (1984)
Story: Nach Spocks Opfer für die ganze Enterprise-Crew, entdeckt Kirk durch Spocks Vater Sarek eine Möglichkeit, seinen Freund auf dessen Heimatplanet Vulkan wiederzubeleben und ist bereit, dafür sogar auf Gesetze zu pfeiffen...
"Star Trek III" ist meiner Meinung nach besser, als manche ihn einschätzen. Und dennoch kann er nicht seinem Vorgänger das Wasser reichen. Der wichtigste Grund dafür ist der Bösewicht, der nicht an den genialen Khan aus Teil 2 herankommt; wahrscheinlich liegt es auch daran, dass dieser Film nicht auf ein Duell ausgerichtet war, weswegen die Action-Szenen (trotz ordentlicher Umsetzung) nicht die gleiche Dramatik erzeugen. Auf eine bizarre Weise kann man den gesamten Film auf die Art und Weise beschreiben.
Nimoy liefert ein mehr als solides Regiedebüt ab (und nimmt dankend den Platz im Hintergrund als Spock ein), aber es erscheint wirklich so, als ob der Film leider kein großes und starkes Leitmotiv hatte, um ein richtiges Gesamtwerk zu erschaffen. Der Streifen wird teilweise durch schlechte Schauspielleistung und manch große Logiklöcher geplagt, macht dieses aber knapp wieder wett durch
das Beibehalten eines akzeptablen Niveaus, wenn es um Charakterentwicklung geht.
Fazit: Mit etwas mehr Arbeit am Drehbuch wäre "Star Trek III" vielleicht so klasse geworden wie Teil 2 - so muss es hier aber fast an allen Fronten den Kürzeren ziehen, was ihn aber trotzdem zu einem ordentlichem Film macht.
"Star Trek III" ist meiner Meinung nach besser, als manche ihn einschätzen. Und dennoch kann er nicht seinem Vorgänger das Wasser reichen. Der wichtigste Grund dafür ist der Bösewicht, der nicht an den genialen Khan aus Teil 2 herankommt; wahrscheinlich liegt es auch daran, dass dieser Film nicht auf ein Duell ausgerichtet war, weswegen die Action-Szenen (trotz ordentlicher Umsetzung) nicht die gleiche Dramatik erzeugen. Auf eine bizarre Weise kann man den gesamten Film auf die Art und Weise beschreiben.
Nimoy liefert ein mehr als solides Regiedebüt ab (und nimmt dankend den Platz im Hintergrund als Spock ein), aber es erscheint wirklich so, als ob der Film leider kein großes und starkes Leitmotiv hatte, um ein richtiges Gesamtwerk zu erschaffen. Der Streifen wird teilweise durch schlechte Schauspielleistung und manch große Logiklöcher geplagt, macht dieses aber knapp wieder wett durch
das Beibehalten eines akzeptablen Niveaus, wenn es um Charakterentwicklung geht.
Fazit: Mit etwas mehr Arbeit am Drehbuch wäre "Star Trek III" vielleicht so klasse geworden wie Teil 2 - so muss es hier aber fast an allen Fronten den Kürzeren ziehen, was ihn aber trotzdem zu einem ordentlichem Film macht.
Samstag, 4. Mai 2013
"Star Trek"-Monat: "Star Trek - Der Zorn des Khan" (1982)
Story: Nachdem ihn Kirk mehrere Jahre auf dem verlassenen Planeten Ceti Alpha 5 schmoren ließ, schwört der genetisch manipulierte Khan erbitterte Rache an ihm...
Nach dem ersten scheinbar unendlichen ersten Teil ist das hier ein Schluck frischer Luft, die auch dringend nötig war. Es kommt nun Action, Spannung, die üblichen Charakterinteraktionen und vor allem Ricardo Montalban als Khan hinzu. Es ist vielleicht etwas respektlos gegenüber den anderen Schauspielern, vor allem Leonard Nimoy als Mr. Spock (der Kirk zu einer der herzzerreißendsten Reden in der Filmgeschichte inspiriert), aber sein Khan lebt für die Rache und ist bereit, alles hinzunehmen, damit er sie realisieren kann. Dabei ist es teilweise so elektrisierend, dass es wirklich beeindruckt - nicht viele Bösewichte im Sci-Fi-Genre wurden derartig klasse dargestellt. Ansonsten ist der Film ein Duell zwischen zwei Männern, wo beiden ihr ganzes Können abverlangt wird und es keinen Verlierer geben kann.
Falls ich dennoch etwas kritisch sein darf, dann gibt es ein paar Logiklöcher, die hinterher ganz schön auffallen. Wenn man sich damit rühmt, alles auf Logik zu setzen, dann dürften solche Sachen einem nicht passieren.
Fazit: Eine der besten Fortsetzungen, insbesondere im Sci-Fi-Genre und gilt zurecht als "Klassiker des Genres".
Nach dem ersten scheinbar unendlichen ersten Teil ist das hier ein Schluck frischer Luft, die auch dringend nötig war. Es kommt nun Action, Spannung, die üblichen Charakterinteraktionen und vor allem Ricardo Montalban als Khan hinzu. Es ist vielleicht etwas respektlos gegenüber den anderen Schauspielern, vor allem Leonard Nimoy als Mr. Spock (der Kirk zu einer der herzzerreißendsten Reden in der Filmgeschichte inspiriert), aber sein Khan lebt für die Rache und ist bereit, alles hinzunehmen, damit er sie realisieren kann. Dabei ist es teilweise so elektrisierend, dass es wirklich beeindruckt - nicht viele Bösewichte im Sci-Fi-Genre wurden derartig klasse dargestellt. Ansonsten ist der Film ein Duell zwischen zwei Männern, wo beiden ihr ganzes Können abverlangt wird und es keinen Verlierer geben kann.
Falls ich dennoch etwas kritisch sein darf, dann gibt es ein paar Logiklöcher, die hinterher ganz schön auffallen. Wenn man sich damit rühmt, alles auf Logik zu setzen, dann dürften solche Sachen einem nicht passieren.
Fazit: Eine der besten Fortsetzungen, insbesondere im Sci-Fi-Genre und gilt zurecht als "Klassiker des Genres".
"Star Trek"-Monat: "Star Trek: Der Film" (1979)
Story: Ein gefährliches Phänomen nähert sich der Erde und die Crew der Enterprise soll diese untersuchen. Auf dem Schiff selber gibt es aber auch Schwierigkeiten, da Admiral Kirk dem Captain Decker das Kommando entrissen hat und dann ist das Schiff ja auch noch nur halbwegs funktionstüchtig...
Nach dem ersten "Star Wars"-Film 1977 musste "Star Trek" ja noch eben schnell auf den Kino-Zug aufspringen und hat sich fast das Genick gebrochen. Wenn etwas die cheesige Original-Serie ausgemacht hat, dann waren es die Charakter und deren Interaktionen untereinander (was ja aufgrund der revolutionären Besetzung besonders brisant war)...genau davon ist hier so gut wie nichts übrig geblieben. Am Ende sind das alles hölzerne Figuren, die irgendwie im Raum stehen, oder wie bei William Shatners Kirk komisch rumzappeln.
Wenn ich zwei Aspekte dieses Films bewundern kann, dann sind es die Ideen und die Effekte. Erstere sind auf eine gewisse Weise provokativ (ich sag da nur Weltraum-Vagina und "Big Bang") und die letzteren sind beeindruckend gemacht (wobei sie nicht an die aus "Star Wars" heranreichen). Problem ist nur, dass man nicht "2001: A Space Odyssey" aus "Star Trek" machen kann. Sprich: Langatmig sein, heißt nicht, dass man automatisch hohe Kunst erzielt.
Fazit: "Star Trek: Der Film" ist kein Totalausfall und technisch/ideenartig interessant. Aber das entschuldigt nicht eine wirklich "langweilige" Inszenierung des Ganzen und vor allem mit Schauspielern, die irgendwie wenig bis nichts zu tun haben mit dem Drehbuch.
Nach dem ersten "Star Wars"-Film 1977 musste "Star Trek" ja noch eben schnell auf den Kino-Zug aufspringen und hat sich fast das Genick gebrochen. Wenn etwas die cheesige Original-Serie ausgemacht hat, dann waren es die Charakter und deren Interaktionen untereinander (was ja aufgrund der revolutionären Besetzung besonders brisant war)...genau davon ist hier so gut wie nichts übrig geblieben. Am Ende sind das alles hölzerne Figuren, die irgendwie im Raum stehen, oder wie bei William Shatners Kirk komisch rumzappeln.
Wenn ich zwei Aspekte dieses Films bewundern kann, dann sind es die Ideen und die Effekte. Erstere sind auf eine gewisse Weise provokativ (ich sag da nur Weltraum-Vagina und "Big Bang") und die letzteren sind beeindruckend gemacht (wobei sie nicht an die aus "Star Wars" heranreichen). Problem ist nur, dass man nicht "2001: A Space Odyssey" aus "Star Trek" machen kann. Sprich: Langatmig sein, heißt nicht, dass man automatisch hohe Kunst erzielt.
Fazit: "Star Trek: Der Film" ist kein Totalausfall und technisch/ideenartig interessant. Aber das entschuldigt nicht eine wirklich "langweilige" Inszenierung des Ganzen und vor allem mit Schauspielern, die irgendwie wenig bis nichts zu tun haben mit dem Drehbuch.
Mittwoch, 1. Mai 2013
"Iron Man 3" (3D)
Story: Nach "The Avengers" leidet Tony Stark regelmäßig an Panikattacken, weil er weiß, dass er es eventuell nicht mit jedem aufnehmen kann (insbesondere wenn man Götter und Super-Soldaten als Partner/Feinde hat). Die zahlreichen Anschläge des mysteriösen Terroristen Mandarin kratzen Stark erst dann, als einer seiner Freunde in die Schusslinie gerät und von da an entwickelt sich ein erbitterter Kampf um alles, was ihm lieb ist...
Es war sehr interessant zu sehen, dass Marvel sich nach "The Avengers" für Phase 2 entschieden hat, cross-charakter-mäßig einen Gang runterzuschalten; heißt, dass anders als in "Captain America 2" z.B. Tony Stark keine Hilfe von einem seiner Rächer-Freunde bekommt, was viele vielleicht verwirren oder erstaunen könnte. Ebenso interessant war das hauptsächliche Thema des Films, nämlich dass Tony Stark und Iron Man nicht ein und dasselbe sind, sondern zwei vollkommen unterschiedliche Sachen. Um mal ganz vorsichtig einen Vergleich zu einem gewissen anderen dritten Teil zu ziehen: Auch hier verbringt der Protagonist einen erstaunlichen Teil des Films außerhalb des Anzugs, auch hier wird er am Ende an seine Grenzen gebracht und auch hier wird ihm klar, dass sein Alter Ego bloß sein Alter Ego und nicht unbedingt er selbst sein muss. Von einem großen Twist Richtung Ende will ich gar nicht erst anfangen...sagen wir mal, dass es für große Iron Man-Fans (die Comic-Fans) wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen könnte so wie es beim anderen Film für Batman-Fans war. Kurioserweise ist der Film aber nicht extrem und unnatürlich unterdrückend depressiv, sondern eine gesunde Mischung zwischen Ernst und Comedy, was man auf den ersten Schlag gar nicht erwarten würde.
Gefilmt ist der Film exzellent und gerade weil wir den Protagonisten meistens ohne Anzug sehen, erleben wir ihn auch viel mehr als einfachen Menschen, der mit seinem Intellekt statt Technik glänzen muss; es wird tatsächlich so etwas wie eine Verbindung zwischen ihm und einem anderen Nebencharakter aufgebaut, die sogar glaubwürdig rüberkommt.
Schauspielmäßig überstrahlt Robert Downey Jr. alle anderen mit seiner Brillanz und hat die Rolle inzwischen so sehr an sich gerissen, dass man teilweise gar nicht mehr unterscheiden kann zwischen ihm und Stark. Alle anderen, vor allem Ben Kingsley, Gwyneth Paltrow, Don Cheadle und Ex-Regisseur Jon Favreau als Tonys Bodyguard machen einen sehr souveränen Job und stehen dem Helden in nahezu nichts nach.
Fazit: Mit "Iron Man 3" hat nun der Blockbuster-Sommer endgültig begonnen und mit einem solch unterhaltsamen wie großartig kompetenten Abschluss der Trilogie ist der Film vielleicht sogar der Beste seiner Kategorie. Phase 2 kann nun getrost und hoffentlich auf einem mindestens genauso hohem Niveau mit "Thor 2" weitergehen !
P.S.: Wie bei Marvel-Filmen übrig gibt es auch hier eine Post-Credit-Szene, die eher ein Moment sowie Bestätigung ist. Könnt ruhig drauf wetten, wer dort vorkommt !
Es war sehr interessant zu sehen, dass Marvel sich nach "The Avengers" für Phase 2 entschieden hat, cross-charakter-mäßig einen Gang runterzuschalten; heißt, dass anders als in "Captain America 2" z.B. Tony Stark keine Hilfe von einem seiner Rächer-Freunde bekommt, was viele vielleicht verwirren oder erstaunen könnte. Ebenso interessant war das hauptsächliche Thema des Films, nämlich dass Tony Stark und Iron Man nicht ein und dasselbe sind, sondern zwei vollkommen unterschiedliche Sachen. Um mal ganz vorsichtig einen Vergleich zu einem gewissen anderen dritten Teil zu ziehen: Auch hier verbringt der Protagonist einen erstaunlichen Teil des Films außerhalb des Anzugs, auch hier wird er am Ende an seine Grenzen gebracht und auch hier wird ihm klar, dass sein Alter Ego bloß sein Alter Ego und nicht unbedingt er selbst sein muss. Von einem großen Twist Richtung Ende will ich gar nicht erst anfangen...sagen wir mal, dass es für große Iron Man-Fans (die Comic-Fans) wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen könnte so wie es beim anderen Film für Batman-Fans war. Kurioserweise ist der Film aber nicht extrem und unnatürlich unterdrückend depressiv, sondern eine gesunde Mischung zwischen Ernst und Comedy, was man auf den ersten Schlag gar nicht erwarten würde.
Gefilmt ist der Film exzellent und gerade weil wir den Protagonisten meistens ohne Anzug sehen, erleben wir ihn auch viel mehr als einfachen Menschen, der mit seinem Intellekt statt Technik glänzen muss; es wird tatsächlich so etwas wie eine Verbindung zwischen ihm und einem anderen Nebencharakter aufgebaut, die sogar glaubwürdig rüberkommt.
Schauspielmäßig überstrahlt Robert Downey Jr. alle anderen mit seiner Brillanz und hat die Rolle inzwischen so sehr an sich gerissen, dass man teilweise gar nicht mehr unterscheiden kann zwischen ihm und Stark. Alle anderen, vor allem Ben Kingsley, Gwyneth Paltrow, Don Cheadle und Ex-Regisseur Jon Favreau als Tonys Bodyguard machen einen sehr souveränen Job und stehen dem Helden in nahezu nichts nach.
Fazit: Mit "Iron Man 3" hat nun der Blockbuster-Sommer endgültig begonnen und mit einem solch unterhaltsamen wie großartig kompetenten Abschluss der Trilogie ist der Film vielleicht sogar der Beste seiner Kategorie. Phase 2 kann nun getrost und hoffentlich auf einem mindestens genauso hohem Niveau mit "Thor 2" weitergehen !
P.S.: Wie bei Marvel-Filmen übrig gibt es auch hier eine Post-Credit-Szene, die eher ein Moment sowie Bestätigung ist. Könnt ruhig drauf wetten, wer dort vorkommt !
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