Dienstag, 18. März 2014

"Need For Speed"

Story: Tobey sinnt auf Rache gegen seinen Erzrivalen Dino, da bei einem illegalen Straßenrennen sein Freund Little Pete gestorben ist. Um ihn bei dem anstehenden Rennen fertig zu machen, muss Tobey sich aber erst mit mehreren anderen Rennen dafür qualifizieren...

"Need for Speed" war meine allererste Rennspiel-Reihe und von allen Teilen, die ich gespielt habe, war keine für die Geschichte bekannt - es ging immer um die Größe des Fuhrparks, die abwechslungsreichen Strecken, Tuningmöglickeiten und vor allem simplen und unkompliziertem Rennspaß für Zwischendurch. Daher, von allen möglichen Videospielen, die gerade verfilmt werden, ist diese Reihe eine doch mehr als fragwürdige Entscheidung, insbesondere weil mit der "Fast & Furious"-Reihe bereits so etwas wie eine ungefähre Verfilmung realisiert wurde.

Ehrlich gesagt: Mit den vielen Diebstählen von Autos, Helikoptern und Co. hat sich das Ganze eher wie ein "GTA"-Film angefühlt und nicht wirklich wie ein "Need for Speed"-Film. Ein Kompliment, das ich ihm geben kann ist, dass alle Stunts ohne Computereffekte auskommen und dass es wirklich hauptsächlich um Autos geht. Diese Realität ist die Stärke und Schwäche des Films: Abseits dieser wurde alles andere stark vernachlässigt; Aaron Paul ist ein eher schwacher Protagonist, während Dominic Cooper durchaus Bösewicht-Qualitäten aufzeigt und mal hin und wieder tatsächlich interessant ist. Die Geschichte an sich verläuft so derartig zäh, sodass man sich wünscht, der Film würde eher seinem Titel entsprechen. Dies ist auch der generell langen Laufzeit geschuldet...ich selbst würde sehr viel lieber auf einen eher kurzen Auto-Action-Film setzen als auf einen langen - das Gefühl von Geschwindigkeit würde dann viel besser rüberkommen.

Fazit: Schnappt euch lieber einen Ableger der Reihe und spielt diesen (am besten einen "Most Wanted", "Underground 1&2" und vielleicht noch "Hot Pursuit"), als diesen Film zu schauen.

Kontrovers-Monat: "The Devil`s Experiment" (1985)

Story: Es gibt nicht wirklich eine.

Ich mag es nicht, wenn ich mich bei Kritiken extrem kurz fassen muss, aber das hier wird wohl die kürzeste werden. Der Film dauert nur 45 Minuten und zeigt, wie drei Männer eine hilflose Frau auf verschiedene Arten foltern. Keinerlei Hintergrund, gar nichts. Das alles wirkt sehr real, aber soweit ich nachschauen konnte, ist dies alles glücklicherweise gefaket und womöglich nur halbwegs guten Effekten geschuldet. Es gibt ansonsten nicht mehr zu sagen, denn die Hintergründe dieses Films sind recht schwammig - und er hat es sogar geschafft, 6 Fortsetzungen zu haben !

Fazit: Ein Paradies für kranke Sadisten ?

"Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman"

Story: Mr. Peabody ist ein äußerst intelligenter Hund und hat den kleinen Sherman von Anfang an aufgezogen; unter anderem mit Hilfe der selbsterbauten Zeitmaschine. Bei seinem ersten Schultag gerät Sherman aneinander mit einem Mädchen namens Penny und aufgrund der daraus resultierenden Schlägerei überlegt man nun, den Jungen Mr. Peabody wegzunehmen...

 Ich kenne die Originalserie nicht, von daher kann ich leider nichts über eine gelungene oder nicht gelungene Umsetzung des Originalmaterials sagen. An für sich sind das alles unterhaltsame Charaktere, es wird etwas Wissen vermittelt und es gibt auch Witze für Erwachsene. Glücklicherweise gibt es keine "krassen" Popkulturanspielungen und wenn, dann fallen sie relativ spärlich aus und das beste für mich war auf jeden Fall eine schön animierte Montage, wie Mr. Peabody Sherman aufgezogen hat. Wenn mich etwas gestört hat, dann ist es eine mir etwas zu hohe Anzahl von "Kacke"-Witzen. Ein Film für die ganze Familie muss nicht wirklich auf einige der billigsten Witze setzen, um zu unterhalten.

Fazit: Ein insgesamt guter Animationsfilm für Groß und Klein.

Kontrovers-Monat: "Bloodsucking Freaks" (1976)

Story: Der Magier Sardu genießt etwas Berühmtheit mit seiner kleinen Show in einem New Yorker Theater; dabei foltert er Frauen auf der Bühne und während die Zuschauer nur an die Show glauben, wissen sie nicht, dass das alles gar nicht gespielt ist...

Wie man schon der kleinen Beschreibung entnehmen kann, ist dieser Film frauenfeindlich. Frauen werden als Zielscheiben benutzt, an ihnen wird rumgebohrt, sie sind Stühle, Tische, eigentlich alles Mögliche - auch Kannibalen. Und das Tragische an dem Ganzen: Sehr viel mehr kann man über den Film nicht sagen. Es ist insgesamt eine recht dünne Story, im Verlauf welcher Frauen erniedrigt, gefoltert, umgebracht und vergewaltigt werden. Das ist zwar alles mit richtig billigen Effekten dargestellt worden, aber dennoch gibt es nicht einmal einen Hauch von künstlerischem Anpruch dahinter oder sonstigen Sinn, außer der bloßen Darstellung.

Fazit: Billiger Sexploitation-Trash mit mehr als fragwürdigem Inhalt.

Freitag, 14. März 2014

Kontrovers-Monat: "Braindead" (1992)

Story: Lionel ist ein richtiges Muttersöhnchen und seine Mutter tut alles dafür, damit er für immer bei ihr bleibt...er verliebt sich aber trotzdem in Paquita und während all dessen bricht eine Zombieepidemie in der Stadt aus...

Die gesamte Kontroverse dieses Films lässt sich pur auf seine Machart reduzieren: Er übertreibt so derart stark mit seinen Gore-Elementen und Effekten, sodass es wieder komisch wird...neben offensichtlich komischen Elementen wie dem Kung Fu-Pfarrer und den zahlreichen Slapstick-Momenten. Stellt euch einerseits die drastischsten, ekelhaftesten und ekelerregendsten Sachen vor, die man mit dem menschlichen Körper machen kann und treibt es auf die Spitze. Oder noch besser: Stellt euch einen Typen vor, der sich einen Rasenmäher auf die Brust schnallt und einige Minuten lang eine ganze Horde von Zombies niedermetzelt, sodass der Bildschirm fast blutet. Eben diese Szene ist im Gesamtbezug auf den Anteil an Filmblut bis heute unübertroffen.Das Beste ist, dass der gesamte Film alle möglichen irrwitzigen Ideen und Einfälle dazu benutzt, um wirklich alles aus einer überholten Geschichte rauszuholen; der groteske Slapstick-Humor ist ziemlich schwarz und auf keinen Fall jedermanns Sache. Wenn man sich aber die Mühe macht, sich komplett auf eine absurde Blutorgie einzulassen, dann wird man sicherlich seinen Spaß haben.

Fazit: Von dem gleichen Mann, der "Herr der Ringe" und "King Kong" visualisierte, gibt es hier einen unglaublich unterhaltsamen Comedy-Splatter. Vielleicht nicht DER Genrekönig, aber durchaus einen Blick wert, wenn auch nur für die blutigste Szene der Filmgeschichte oder generell um die Anfänge von Peter Jackson zu sehen.
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