Donnerstag, 31. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "Saw 4" (2007)

Story:  Jigsaw wird gerade autopsiert und eine Audiokassete wird in seinem Inneren gefunden, die den Beginn eines neuen Spiels ankündigt...

Unglücklicherweise ist "Saw 4" der wohl verwirrendste Film der Franchise und das ist halbwegs nachzuvollziehen, da hier ein offizieller Wechsel des Konstruktors stattfinden muss; Jigsaw will ja ersetzt werden und jemand muss sich dieser Last würdig erweisen. Die Verwirrung kommt daher, dass dieser Film parallel zu Teil 3 spielt und man viele Charaktere aus den ersten drei Filmen sieht - nicht zu vergessen die zahlreichen Flashbacks, aus denen man sich selber die Geschichte konstruieren soll.

Ein weiteres Ärgernis ist das Fehlen eines sehr guten Drehbuchschreibers, denn die erste Trilogie wurde von Leigh Whannell geschrieben, der auch Adam aus dem ersten Teil spielte; er war schlichtweg jemand, der sich mehr für die Charaktere als für die Fallen interessierte und in Teil 4 merkt man den Unterschied deutlich - die Fallen fangen an, eine immer größere Bedeutung zu bekommen und alles andere rückt eher in den Hintergrund...erst gegen Ende wird man endlich aufgeklärt und sieht, dass "Saw 4" nur die Vorbereitung für "Saw 5" war.

Fazit: "Saw 4" ist sehr roh mit seinem Inhalt und das gilt wie für die Story als auch für die Fallen. Hartgesottene müssen sich diesen Film unter Umständen mehrmals angucken, um nicht mehr sofort mit einer Tonne von Information überschüttet zu werden.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "Saw 3" (2006)

Story: Nach dem Vorgänger gibt es nun neue Opfer, unter anderem die, die den Tod eines Jungen mitzuverantworten haben. Der Vater kann nun halbwegs selbst entscheiden, ob diese Personen überleben oder nicht...

Eine Neuerung in der Franchise: Dieses Mal kann ein Opfer für das Schicksal von mehreren anderen entscheiden und das Ganze ist hier sogar legitim interessant; wäre man in der Position des Vaters, der seinen Sohn verliert, würde man den Leuten verzeihen, die ihrerseits mitverantwortlich für dessen Tod sind ? Nebenbei hat man auch noch eine neue Geschichte rund um Jigsaw, die ganz anders abläuft als erwartet - auch hier hat die Reihe noch einen guten Geschmack für gut geschriebene Wendungen.

Stilistisch versucht man sich hier wieder etwas mehr an psychologischem Horror zu orientieren, auch wenn die Folterfallen hier absolut widerlich ausfallen (ich würde dazu raten, nichts während des Films zu essen, zumindest nicht den leicht reizbaren); außerdem werden hiermit die meisten Fragen von Teil 1 & 2 beantworten und man bekommt einen "netten" Abschluss. Aber klar, dass es nächstes Halloween weiter gehen würde, für mindestens weitere drei Runden.

Fazit: "Saw 3" ist am ekelhaftesten der bisherigen drei "Saw"-Filme, aber auch irgendwie am "endgültigsten", vielleicht auch als Abschluss der ersten Trilogie.

"Horror"-Monat: "Saw 2" (2005)

Story: Detective Mathews hat es endlich geschafft, an Jigsaw ranzukommen und muss mit seinem Team vorerst mit ansehen, wie 8 eingesperrte Leute (unter anderem sein Sohn) durch verschiedene Fallen kommen sollen, um zu entkommen. Nebenbei hat Jigsaw sein ganz persönliches Spiel mit Mathews am Laufen...

Der erste Film war ein gekonnt inszeniertes Nervenpuzzle mit viel Spannung und morbidem Humor - der zweite versucht es etwas anders. Dieses Mal sieht man Jigsaw komplett in Person mit anderen Charakteren interagieren und das Überlebensspiel weitet sich auf mehrere Personen aus, anstatt allzu fixiert auf ein paar zu sein. Tobin Bells Darstellung als Jigsaw hält diesen Film zusammen und bringt einen Psychopathen zum Leben, der wirklich nichts Böses hinter seinem Tun vermutet und eine andere Art von "Mano-a-mano" erschafft als im Vorgänger; diesmal nicht zwischen zwei Opfern, sondern zwischen dem Psycho und dem Detektiven. Die Opfer hingegen sind bei weitem nicht so gute Charaktere wie in Teil 1 und repräsentieren eher Stereotype als Menschen

Montag, 28. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "Saw" (2004)

Story: Zwei Männer wachen angekettet in einem großen Badezimmer auf und in der Mitte liegt ein blutüberströmter Mann. Beide wissen nicht, wie sie hingekommen sind und warum; alle Ereignisse werden in Flashbacks erklärt...

Je weniger man über den Film weiß und je blinder man ihn sich antut, desto besser, denn der allererste "Saw" hatte noch genügend Horror-Elemente, um zu schocken. Klar, der Haupt-Gimmick war das Vorhandensein von Folterszenen und einigem an Blut und doch sind hier die besten Szenen eindeutig die, die so gut wie ohne auskommen, weil man dann die Charaktere, die Geschichte und auch die Psychologie von Jigsaw kennenlernt, einem wahren Tausendsassa und Multitalent von Serienkiller. Mit einem fähigen Regisseur wie James Wan (auch für "Insidious" und "The Conjuring" verantwortlich) konnte man hier nur einen richtig guten Horrorfilm bekommen, der noch wunderbar das Gleichgewicht halten kann zwischen Atmosphäre und Gore, sodass beide Arten von Horror-Fans auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Alleine die Idee, aber auch die Umsetzung macht "Saw" zu einem der besten Horror-Filme der letzten Dekade.

Sonntag, 27. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "A Nightmare on Elm Street" (2010)

Story: So ziemlich die gleiche wie beim 1984er Original.

Nach Leatherface und Jason Voorhees musste nun Freddy Krueger dran glauben und dem größten Serienkiller aller Zeiten zum Opfer fallen: dem kommerziellen Wahn Hollywoods, allerlei Filme zu remaken und wer wäre besser dafür geeignet als der Zerstörer allerlei Franchises Mr. Michael Bay, der auch hier als Produzent fungieren darf.

Alleine wegen Krueger-Mime Robert Englund, einem der berühmtesten und "ikonischsten" Horror-Schauspieler überhaupt, war diese ganze Remake-Sache keine gute Idee - natürlich musste man früher oder später einen neuen Darsteller engangieren, aber er müsste an das hohe Niveau der Legende selbst heranreichen und das wäre nur schwer zu erreichen. Jackie Earl Haley war an sich nicht schlecht, aber das Drehbuch ist so derartig miserabel, dass Freddy Krueger zu einer weinerlichen Heulsuse degradiert wurde und die Teenager (auch Nancy) charakterlose Hüllen sind, um in schamlosen Kopien der Original-Morde vorzukommen. Wenn man nicht einmal gut kopieren kann, dann sollte man es erst gar nicht versuchen, denn da bekommt man (vollkommen zurecht) einen schlechten Ruf als Verschlimmbesserer, der neben "Transformers", "Texas Chainsaw Massacre", "Freitag den 13." auch diese Franchise vergewaltigt hat und nun 4 mutierte Schildkröten-Ninjas bearbeitet.

Fazit: Haltet euch einfach an das Original.



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