Es ist wahrscheinlich schon 2013, aber dennoch möchte ich mich hiermit bei allen Lesern und Kommentatoren (wenn diese auch leider recht selten sind) dieses Blogs bedanken: Ihr erhaltet ihn am Leben und gibt mir die Motivation, Beiträge für diesen zu verfassen. Ich kann es immer noch kaum fassen, dass er über 7600 Aufrufe innerhalb eines Jahres schaffte. Mit 108 Filmen aus 2012 (hier zähle ich selbstverständlich nur die Filme auf, die wirklich aus 2012 stammen; ausgenommen sind Beiträge über andere Filme oder sonstiges) verabschiede ich diesen Blog offiziell aus seinem ersten Jahr nud führe ihn ein ins 2013, wo ich hoffentlich wieder ein ganzes Jahr (trotz meines Studiums) hier über Filme schreiben werde und all das auch gelesen wird.
Was ich für 2013 vorsichtig ankündigen kann, sind zwei "Special"-Monate: Der "Pixar"- und der "Star Trek"-Monat. Je nach verfügbarer Zeit werde ich vielleicht noch ein paar Überraschungen mehr einplanen. Ansonsten gilt das Gleiche wie immer: Leservorschläge sind gern gesehen und sogar erwünscht; erst die Beteiligung macht den ganzen Stoff lesenswert.
Dann also bis zum nächsten Jahresabschluss,
Euer Rudolf
Montag, 31. Dezember 2012
Die Top 10 Vorfreude-Filme für 2013
Platz 10: "Last Stand"
Arnold Schwarzennegger kehrt zurück auf die große Leinwand...als Hauptdarsteller ! Ist das nicht großartig ? Dabei spielt er sogar einen Ex-Cop, der nun ein Sheriff ist. Ob er einen solchen Comeback wie Stallone schaffen kann, wird man dann sehen.
Platz 9: "Machete Kills"
Bei "Machete" gibt es nur zwei Arten von Zuschauern: Die, die den "Grindhouse"-Stil mögen und die, die sich mit sowas nicht anfreunden können; ich bin Typ der ersten Art. Wie die meisten habe ich die Sequelankündigung am Ende nur für einen Scherz gehalten (ich mein nur, wie können "Grindhouse"-Filme kommerziell genug für eine Fortsetzung sein ?), aber "Machete Kills" kommt wirklich...keine Ahnung, worum es dort gehen wird, aber hoffentlich behält es den Stil des Erstlings bei.
Platz 8: "The Wolverine"
"X-Men"-Ableger waren bis auf "First Class" nicht wirklich zum Erfolg verdammt, "X-Men Origins: Wolverine" war ein Beispiel dafür, wie man einen der brutalsten Marvel-Helden möglichst massenkompatibel macht und ihn somit entmaskuliert. "The Wolverine" verspricht einen Tapetenwechsel und hoffentlich auch endlich Blut, denn Wolverine war relativ bekannt dafür, ganze Körperteile mit seinen Klauen vom Körper zu trennen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Platz 7: "Stirb langsam 5"
Muss ich da noch was sagen ? John McClain ist zurück und könnte mal wieder für einen sehr guten Actionfilm sorgen. In dem Sinne: Yippie ki yay Schweinebacken !
Platz 6: "The Great Gatsby"
"The Great Gatsby" ist eines meiner Lieblingsbücher und es bekommt nach einer zähen Entwicklungszeit endlich einen Starttermin in 2013. Und hey, Leo diCaprio als Gatsby ? Ich bin dabei !
Platz 5: "Die Monster Uni"
Pixar hatte bis auf "Toy Story 2" und "Toy Story 3" eine wirklich schlimme Fortsetzung zu verantworten, nämlich "Cars 2", weswegen ich nicht sonderlich enthusiastisch wegen "Die Monster Uni" bin, wie ich es vielleicht vor Jahren wäre; die Serie an sehr guten Filmen bis hin zu Meisterwerken wurde spätestens mit "Cars" unterbrochen und mit "Cars 2" in den Schmutz gezogen - seitdem warte ich wieder auf einen sehr guten Pixar-Streifen. Ob "Die Monster Uni" es sein wird, werde ich dann im nächsten Jahr sehen.
Platz 4: "Die fantastische Welt von Oz"
Eines der Lieblings-Kinderbücher bekommt nun ein Prequel von Disney, was gut und schlecht sein kann. Mit James Franco als den Zauberkünstler, der in Oz zum "Zauberer" wird bin ich da eher hoffnungsvoll.
Platz 3: "Man of Steel"
Nach dem Abschluss der neuen "Batman"-Trilogie kommt nun Superman zurück auf die Leinwand und mit Zack Snyder plus den letzten Trailern bin ich zuversichtlich, dass die Rückkehr triumphal ausfallen wird...und wer weiß, vielleicht bekommen wir sogar einen Vorgeschmack auf die "Justice League" ?
Platz 2: "Der Hobbit 2"
Hier muss ich wohl nichts hinzufügen oder ? Der erste neue Ausflug nach Mittelerde hat mir gefallen und Lust auf mehr gemacht...ich bin da wirklich auf Smaug gespannt, sowie auf die weiteren kleinen Überraschungen innerhalb des weiteren Storyverlaufs.
Platz 1: "Kick-Ass 2"
Eine Fortsetzung einer der wichtigsten Comic-Filme muss einfach auf Platz 1 landen, auch wenn leider noch weder Trailer noch Poster bekannt sind...jedenfalls freue ich mich auf eine gelungene Parodie auf berühmte Comics und diese Fortsetzung wird alleine wegen Hit-Girl Pflicht sein !
Arnold Schwarzennegger kehrt zurück auf die große Leinwand...als Hauptdarsteller ! Ist das nicht großartig ? Dabei spielt er sogar einen Ex-Cop, der nun ein Sheriff ist. Ob er einen solchen Comeback wie Stallone schaffen kann, wird man dann sehen.
Platz 9: "Machete Kills"
Bei "Machete" gibt es nur zwei Arten von Zuschauern: Die, die den "Grindhouse"-Stil mögen und die, die sich mit sowas nicht anfreunden können; ich bin Typ der ersten Art. Wie die meisten habe ich die Sequelankündigung am Ende nur für einen Scherz gehalten (ich mein nur, wie können "Grindhouse"-Filme kommerziell genug für eine Fortsetzung sein ?), aber "Machete Kills" kommt wirklich...keine Ahnung, worum es dort gehen wird, aber hoffentlich behält es den Stil des Erstlings bei.
Platz 8: "The Wolverine"
"X-Men"-Ableger waren bis auf "First Class" nicht wirklich zum Erfolg verdammt, "X-Men Origins: Wolverine" war ein Beispiel dafür, wie man einen der brutalsten Marvel-Helden möglichst massenkompatibel macht und ihn somit entmaskuliert. "The Wolverine" verspricht einen Tapetenwechsel und hoffentlich auch endlich Blut, denn Wolverine war relativ bekannt dafür, ganze Körperteile mit seinen Klauen vom Körper zu trennen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Platz 7: "Stirb langsam 5"
Muss ich da noch was sagen ? John McClain ist zurück und könnte mal wieder für einen sehr guten Actionfilm sorgen. In dem Sinne: Yippie ki yay Schweinebacken !
Platz 6: "The Great Gatsby"
"The Great Gatsby" ist eines meiner Lieblingsbücher und es bekommt nach einer zähen Entwicklungszeit endlich einen Starttermin in 2013. Und hey, Leo diCaprio als Gatsby ? Ich bin dabei !
Platz 5: "Die Monster Uni"
Pixar hatte bis auf "Toy Story 2" und "Toy Story 3" eine wirklich schlimme Fortsetzung zu verantworten, nämlich "Cars 2", weswegen ich nicht sonderlich enthusiastisch wegen "Die Monster Uni" bin, wie ich es vielleicht vor Jahren wäre; die Serie an sehr guten Filmen bis hin zu Meisterwerken wurde spätestens mit "Cars" unterbrochen und mit "Cars 2" in den Schmutz gezogen - seitdem warte ich wieder auf einen sehr guten Pixar-Streifen. Ob "Die Monster Uni" es sein wird, werde ich dann im nächsten Jahr sehen.
Platz 4: "Die fantastische Welt von Oz"
Eines der Lieblings-Kinderbücher bekommt nun ein Prequel von Disney, was gut und schlecht sein kann. Mit James Franco als den Zauberkünstler, der in Oz zum "Zauberer" wird bin ich da eher hoffnungsvoll.
Platz 3: "Man of Steel"
Nach dem Abschluss der neuen "Batman"-Trilogie kommt nun Superman zurück auf die Leinwand und mit Zack Snyder plus den letzten Trailern bin ich zuversichtlich, dass die Rückkehr triumphal ausfallen wird...und wer weiß, vielleicht bekommen wir sogar einen Vorgeschmack auf die "Justice League" ?
Platz 2: "Der Hobbit 2"
Hier muss ich wohl nichts hinzufügen oder ? Der erste neue Ausflug nach Mittelerde hat mir gefallen und Lust auf mehr gemacht...ich bin da wirklich auf Smaug gespannt, sowie auf die weiteren kleinen Überraschungen innerhalb des weiteren Storyverlaufs.
Platz 1: "Kick-Ass 2"
Eine Fortsetzung einer der wichtigsten Comic-Filme muss einfach auf Platz 1 landen, auch wenn leider noch weder Trailer noch Poster bekannt sind...jedenfalls freue ich mich auf eine gelungene Parodie auf berühmte Comics und diese Fortsetzung wird alleine wegen Hit-Girl Pflicht sein !
Sonntag, 30. Dezember 2012
"Alexandre Ajas Maniac"
Story: Frank ist ein Frauenschlächter, der skalpiert und die Haare dann auf Schaufensterpuppen tut, mit denen er dann Beziehungen führen will. Bis er auf Anne trifft, deren Freunde ihn aber schon bald wieder zurück auf den Pfad des Mordens führen...
Elijah Wood als Psychokiller zu casten war eine geniale Idee: Wer würde ihm schon Morde abkaufen ? Angeblich ist dieser "Maniac" ein Remake eines älteren (den ich nicht gesehen und somit nicht vergleichen kann). Jedenfalls spielt Wood einen "Psycho"-esken Killer, bei dem der Psychopath drin sitzt und wir als Zuschauer bekommen die Mordszenen aus dessen Blickwinkel zu sehen, was für heutige Verhältnisse recht kreativ klingt, wenn auch nicht revolutionär.
Was den Film davon abhält, ein A-Film zu sein, ist die Herangehensweise. Ja, er ist bei den Mordszenen kreativ, besitzt einen bestechenden Look und einen wirklich gut spielenden Wood, aber so viele Psychopathen-Klischees wurden hier zusammengetragen...wenn ich auch die Härte und Atmosphäre nicht verachten kann.
Fazit: Das "Maniac"-Remake ist kein erstklassiger Horror-Streifen, aber durchaus eine nette Abwechslung zum Einheitsbrei des Genres.
Elijah Wood als Psychokiller zu casten war eine geniale Idee: Wer würde ihm schon Morde abkaufen ? Angeblich ist dieser "Maniac" ein Remake eines älteren (den ich nicht gesehen und somit nicht vergleichen kann). Jedenfalls spielt Wood einen "Psycho"-esken Killer, bei dem der Psychopath drin sitzt und wir als Zuschauer bekommen die Mordszenen aus dessen Blickwinkel zu sehen, was für heutige Verhältnisse recht kreativ klingt, wenn auch nicht revolutionär.
Was den Film davon abhält, ein A-Film zu sein, ist die Herangehensweise. Ja, er ist bei den Mordszenen kreativ, besitzt einen bestechenden Look und einen wirklich gut spielenden Wood, aber so viele Psychopathen-Klischees wurden hier zusammengetragen...wenn ich auch die Härte und Atmosphäre nicht verachten kann.
Fazit: Das "Maniac"-Remake ist kein erstklassiger Horror-Streifen, aber durchaus eine nette Abwechslung zum Einheitsbrei des Genres.
"Jesus liebt mich"
Story: Marie hat gerade eine gescheiterte Hochzeit hinter sich und gerät nun ausgerechnet an den Sonn Gottes, der innerhalb einer Woche rausfinden soll, ob die Menschheit weitere Erdenjahre verdient hat und die Apokalypse abgeblasen werden kann...
Wer jetzt dachte, Jesus mal als Menschen zu erleben...der liegt falsch. Fitz ist zwar sympatisch als Gottes Sohn, aber mir persönlich ging das Dauergrinsen irgendwannmal auf die Nerven und auch ansonsten ist dieser Jesus (angeblich auch so in der Buchvorlage) einfach nur perfekt, bis er die Protagonistin mit seinem Adonis-Charme auf seine Seite zieht.
Was dieser Film lieber nicht versucht hätte, sind die Gags. Ein paar zünden zwar, aber sehr oft wirkt das Ganze so derartig erzwungen und nicht wirklich zu Ende gedacht - ein Satireaspekt würde den Film sicherlich von vielen Millionen Rom-Coms herausragen lassen und sogar unterhalten. Aber irgendwo in der Mitte, wo es die typischen Zwischenmissverständnisse gibt und dann noch der Apokalypse-Subplot; letztendlich ist es zu viel des Guten. Nicht, dass die Schauspieler schlecht waren, aber es wirkt unnötig überladen an den meisten Stellen.
Fazit: Hätte man sich mehr getraut, wäre aus diesem Film ja was Gescheites geworden. Letztendlich eine 08/15-Rom-Com mit Jesus. Christen brauchen keine Angst zu haben, ihr Herr wurde hier nicht verschmäht.
Wer jetzt dachte, Jesus mal als Menschen zu erleben...der liegt falsch. Fitz ist zwar sympatisch als Gottes Sohn, aber mir persönlich ging das Dauergrinsen irgendwannmal auf die Nerven und auch ansonsten ist dieser Jesus (angeblich auch so in der Buchvorlage) einfach nur perfekt, bis er die Protagonistin mit seinem Adonis-Charme auf seine Seite zieht.
Was dieser Film lieber nicht versucht hätte, sind die Gags. Ein paar zünden zwar, aber sehr oft wirkt das Ganze so derartig erzwungen und nicht wirklich zu Ende gedacht - ein Satireaspekt würde den Film sicherlich von vielen Millionen Rom-Coms herausragen lassen und sogar unterhalten. Aber irgendwo in der Mitte, wo es die typischen Zwischenmissverständnisse gibt und dann noch der Apokalypse-Subplot; letztendlich ist es zu viel des Guten. Nicht, dass die Schauspieler schlecht waren, aber es wirkt unnötig überladen an den meisten Stellen.
Fazit: Hätte man sich mehr getraut, wäre aus diesem Film ja was Gescheites geworden. Letztendlich eine 08/15-Rom-Com mit Jesus. Christen brauchen keine Angst zu haben, ihr Herr wurde hier nicht verschmäht.
Samstag, 29. Dezember 2012
"Zero Dark Thirty"
Story: Die junge CIA-Agentin Maya wird nach Pakistan geschickt, um dort aktive Terrorzellen auszuschalten. Da kann sie selber noch nicht dran glauben, dass ausgerechnet sie den Aufenthaltsort von Osama bin Laden findet...
Was mir von allem an diesem Film gefällt sind nicht die glaubwürdigen Darstellungen von Soldaten, Agenten und verhörten Terroristen, nicht die packende Erzählweise, sondern der kalte Realismus. Als Unbeteiligter kann ich natürlich nicht sagen, ob alles im Film Dargestellte auch in Echt so passiert ist, aber so wie Kathryn Bigelow inszeniert, bleiben da am Ende nicht viele Zweifel. Stellenweise war der Film sogar so echt, dass er Kritik bekam für den grausamen Realismus bei den Folterszenen. Diese sind aber wie der Rest nie wirklich urteilend, sondern rein nüchtern bei dem Zeigen solcher Szenen: Man feiert nie, man urteilt nie - es ist nüchternder Alltag für die verschiedenen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes.
Die Terroristenjagd bekommt mit Maya und anderen Mitarbeitern eine menschliche Seite, die anstatt der politischen in den Vordergrund rückt. Es wird deutlich, dass auch die CIA aus Menschen besteht, die Fehler machen mit ihren umstrittenen Foltermethoden und Aufspürarbeit - das Ende des Films setzt einer beispiellosen Suchaktion nicht die Krone auf, sondern wirkt ratlos, was man dann für sich interpretieren kann.
Fazit: "Zero Dark Thirty" ist ein spannendes Thriller-Drama, das nicht Punkt für Punkt die Eliminierung von bin Laden zeigt, sondern eine Operation wie viele andere und viele ihrer Beteiligten in den Mittelpunkt rückt, was zu einer offenen und für jeden persönlichen Interpretation nach dem Film führen kann.
Was mir von allem an diesem Film gefällt sind nicht die glaubwürdigen Darstellungen von Soldaten, Agenten und verhörten Terroristen, nicht die packende Erzählweise, sondern der kalte Realismus. Als Unbeteiligter kann ich natürlich nicht sagen, ob alles im Film Dargestellte auch in Echt so passiert ist, aber so wie Kathryn Bigelow inszeniert, bleiben da am Ende nicht viele Zweifel. Stellenweise war der Film sogar so echt, dass er Kritik bekam für den grausamen Realismus bei den Folterszenen. Diese sind aber wie der Rest nie wirklich urteilend, sondern rein nüchtern bei dem Zeigen solcher Szenen: Man feiert nie, man urteilt nie - es ist nüchternder Alltag für die verschiedenen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes.
Die Terroristenjagd bekommt mit Maya und anderen Mitarbeitern eine menschliche Seite, die anstatt der politischen in den Vordergrund rückt. Es wird deutlich, dass auch die CIA aus Menschen besteht, die Fehler machen mit ihren umstrittenen Foltermethoden und Aufspürarbeit - das Ende des Films setzt einer beispiellosen Suchaktion nicht die Krone auf, sondern wirkt ratlos, was man dann für sich interpretieren kann.
Fazit: "Zero Dark Thirty" ist ein spannendes Thriller-Drama, das nicht Punkt für Punkt die Eliminierung von bin Laden zeigt, sondern eine Operation wie viele andere und viele ihrer Beteiligten in den Mittelpunkt rückt, was zu einer offenen und für jeden persönlichen Interpretation nach dem Film führen kann.
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