Montag, 29. Oktober 2012

"Paranormal Activity 4"

Story: Gegenüber dem Haus vom Teenager Alex ziehen neue Nachbarn ein, und deren Junge kommt allen sofort seltsam vor. Als dieser dann auch noch bei ihnen vorübergehend aufgrund seiner Mutter einziehen muss, geschehen seltsame Sachen...

Zuallererst: Ich war nie ein Fan dieser Franchise, weil sie für mich das "Blair Witch Project"-Syndrom besitzt, also pure Langeweile mit gelegentlichen "Buh"-Schreckmomenten zwischendurch. Wenn jemand gelegentlich einen hinter dem Rücken mit "Buh" erschreckt, dann ist es nicht Horror, es ist nur ein temporärer Reiz, davon gibt es genug im Alltag. Und von allen "Paranormal Activity"-Teilen bemühte sich der 3. Teil für mich am meisten um den Horror-Aspekt in einem Horror-Film.

Der 4. Teil ist leider...schnarchlangweilig und vorhersehbar in den kleinen Schrecken vor dem Ende. Im Prinzip benutzt man hier einige der billigsten Tricks der Filmkunst: Plötzliche Schnitte, Fehlen von Musik vor den "Momenten" und sehr viele "Fake-Outs" - all das frustriert, statt zu erschrecken. Achja: Seid bereit für ein offenes Ende (welches zugegeben eher was mit Horror zu tun hat).

Fazit: Offensichtliche technische Tricks, plottechnischer Unsinn, gähnende Langeweile, die dämlichsten Eltern seit langem und ein offenes Ende. Mehr ein Ende ohne Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Top 30 Filme (Plätze 10-1)

Bevor ich nun diese Liste abschließe, möchte ich noch etwas erwähnen: Eigentlich ist diese Liste nicht komplett ernst zu nehmen, denn man kann schlecht die Gefühle für ein Kunstwerk über die für ein anderes stellen und auf keinen Fall auf eine bestimmte Art zu platzieren. In dem Sinne, viel Spaß mit der Top 10 !

Platz 10: "Halloween" (1978)



Mein Lieblingshorrorfilm, der (ach wie überraschend) perfekt für diese Jahreszeit ist. Ich liebe den Film einfach dafür, dass er so viel aus sich macht, obwohl er im Prinzip ohne "richtiges" Geld gedreht wurde - pure Low-Budget-Awesomeness. Die Geschichte mag zwar (besonders für heutige Verhältnisse) nichts Besonderes sein, aber die unvergessliche Mischung aus exzellenten Schauspielleistungen von Donald Pleasence und Jamie Lee Curtis, einem der berühmtesten Themes überhaupt und der Philosophie der einfachen Angst vor dem "schwarzen Mann" schafft eines der atmosphäredichtesten Filme überhaupt. Echter Horror, 70`s-Style.

Platz 9: "Full Metal Jacket" (1987)


Wenn man über Kriegsfilme redet, dann kommt man an "Full Metal Jacket" nicht vorbei. Von einem visionären Filmemacher wie Stanley Kubrick hätte ich aber auch nichts anderes erwartet. Man sieht nicht "einfach nur" den Vietnamkrieg, sondern auch noch das Camp zur Vorbereitung davor - dieser Teil ist für mich weitaus herausstechender, insbesondere durch die brilliante Darstellung eines Sgt. von R. Lee Ermey. Der Film zeigt wirklich alle Seiten des Krieges und scheut vor nichts zurück; die Art von Mut seitens des Regisseurs finde ich bewundernswert.

Platz 8: "The Rocky Horror Picture Show" (1975)



Einfach nur anschauen, denn keine Beschreibung meinerseits wird diesem Kultklassiker und Lieblingsmusical gerecht. Sofort anschauen (passt übrigens auch zu Halloween).

Platz 7: "Hot Fuzz" (2007)


Edgar Wright scheint ein echtes Talent als Regisseur zu haben, wenn er jeweils einen Zombie-, Action- und Videospielfilm machen kann und mit jedem einen Volltreffer landet. Ich entschied mich für "Hot Fuzz" knapp über die anderen beiden, weil ich bis auf diesen noch keinen Film gesehen habe, der eine so hohe Quote an gelungenen Gags, Witzen und Anspielungen zu haben scheint. Es ist echt so, als ob ein Actionfilm-Fan eine Parodie machen wollte und damit eiskalt besser ist als die meisten heutigen Actionfilme. Mit anderen Worten: Freue mich schon auf den Abschluss der "Ice Cream and Blood"-Trilogie !


Platz 6: "Fight Club" (1999)


"Fight Club" ist ein interessanterweise "anderer" Film, mit einer eigenen Philosophie und Einstellung. Ähnlich "Fear and Loathing in Las Vegas" ist das hier wahrlich kein schöner Film zum Anschauen und ob man was aus dem Film lernt, sei wiederum jedem selbst freigestellt. Fest steht nur, dass jeder irgendwo wie Tyler Durden sein will. Meiner Meinung nach ist dies David Lynchs Visitenkarte und nicht "The Social Network".

Platz 5: "Rocky" (1976)


"Rocky" mag zwar "nur" die Standarderzählung eines Mannes, der von ganz unten nach ganz oben kommt (also im Prinzip den amerikanischen Traum erlebt), sein und dennoch ist es auf eine bestechende Art zeitlos. Sylvester Stallone mit einer seiner besten Darstellungsleistungen als der vorerst schroff wirkende und immer mehr sympatisch werdende Boxer Rocky macht im Prinzip den Film aus. Man weiß, wie sein Endkampf ausgeht, aber das ist dem Zuschauer an sich egal, weil man sehen möchte, wie ein normaler Typ wie er die Chance ergreift, der Beste zu sein und wie sich sein Weg an die Spitze abzeichnet. Mein Lieblingssportfilm und eines der inspirierendsten Werke der Filmkunst.


Platz 4: "Aladdin" (1992)


Ich habe über diesen Film schon im passenden Beitrag im "Disney-Monat" geschrieben, von daher werde ich hier nicht allzu ausführlich sein. Lasst es mich so sagen: Ein spaßiges Märchen-Musical mit wundervoller Animation, gutem Sinn für Humor (auch wenn es etwas alt wirkt), klassischen Charakteren und einem der besten Disney-Soundtracks (das alleine sagt schon was aus) macht "Aladdin" sicherlich zu einem Rohdiamanten, der fein geschliffen wurde.


Platz 3: "A Clockwork Orange" (1971)


Auch über diesen Film habe ich schon in einer separaten Kritik geschrieben. Der Film zwang mich zum Umdenken über das "Richtig" und "Falsch" wie in der Gesellschaft so auch generell im Leben und erstaunte mich, weil man diesen klugen und doch sadistischen Jugendlichen als Protagonisten hat, der sein Treiben pur und ohne Hintergedanken genießt. Dies ist für mich Kubricks Krone der Schöpfung, sein persönlicher Mittelfinger in Richtung des Mainstreams, der nie allzu sehr von seinen Filmen angetan war.


Platz 2: "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" (1989)


Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie hoch mein Respekt für Spielberg seinerzeit war, als ich das "Indiana Jones"-Franchise entdeckt und schätzen gelernt habe und dies für mehrere Sachen: Für einen der coolsten Leinwandhelden seit Han Solo (welch ein Zufall), für all die Anspielungen auf die kleinen Action-Serien, die in den 50ern vor richtigen Filmen gezeigt wurden, für episch klingende Quests, für zahlreiche interessante Charaktere und natürlich für die klasse Action in all diesen Abenteuern, immer mit einem Augenzwinkern, Peitschenhieb und der zusätzlichen Prise Mystik. "Der letzte Kreuzzug" ist für mich das beste Beispiel davon, wie man ein packendes Abenteuer inszeniert, welches in eines der besten Enden überhaupt mündet - wäre es doch bloß dabei geblieben...


Platz 1: "Zurück in die Zukunft" (1985)


Es gäbe nicht genügend Worte und erst recht nicht genügend Ausdrucksweisen um zu zeigen, wie sehr ich diesen Film, sowie die gesamte Trilogie insgesamt liebe. Dies ist ein Film, wo für mich einfach alles stimmt: Die Story, die Charaktere, die Musik, die Action, die Romanze, das Sci-Fi, die Anspielungen auf andere Filme, die endlos zitierbaren Dialoge - einfach alles ist so genial zusammengesetzt worden, sodass ich mich immer wundere, wie man solch ein Meisterwerk überhaupt so kompetent zusammensetzen konnte. Was auch immer ich hier schreibe, es wird dem Film einfach nicht gerecht - einfach mal selbst eines der kultigsten Perlen der 80er anschauen !


Wie fandet ihr die Liste insgesamt ? Was sind eure Lieblingsfilme ? Schreibt es in die Kommentare !

Sonntag, 28. Oktober 2012

"Starbuck"

Story: David Wozniak ist ein 42-jähriger Taugenichts, der in der Metzgerei seines Vaters arbeitet und eines Tages erfahren muss, dass er aufgrund seiner Vergangenheit 533 Kinder gezeugt hat und von denen so einige ihn nun sehen wollen. Dank seinem Anwalt-Freund will er dies zwar verhindern und doch gleichzeitig deren Leben besuchen...

Patrick Huard spielt überzeugend den Alltagsversager, der im Laufe des Films immer erwachsener wird und die Freuden des Vaterseins für sich entdeckt. Der Film um ihn herum ist glücklicherweise nicht schlecht geworden und kann mit einem guten Mix zwischen Humor, Drama und Emotionen durchaus überzeugen - auch wenn es teilweise dann doch etwas zu klischeehaft wird. Ich bin dann doch positiv überrascht worden, insbesondere weil es am Anfang dann doch nach einem Streifen der untersten Sorte aussah.

Fazit: "Starbuck" ist kein Meisterwerk, aber es ist ein guter Film um eine eher ungewöhnliche Idee.

Montag, 22. Oktober 2012

Top 30 Filme (Plätze 20-11)

Platz 20: "Citizen Kane" (1941)




Schon witzig, wenn "der beste Film aller Zeiten" (kritikerweise) nur auf Platz 20 kommt. Fast genau so witzig, wie meine anfängliche Skepsis ihm gegenüber: "Zeig mir, was du drauf hast, "bester Film aller Zeiten !"", habe ich damals gesagt. Und war vom Anfang an gebannt.

Der Aufstieg und Fall des fiktiven Tycoons Charles Foster Kane wurde durch Orson Welles auf vielerlei Arten für die damalige Zeit bahnbrechend erzählt: Eine Charakterstudie aus verschiedenen Perspektiven und dies alles durch die vielfältigen und kreativ eingesetzten Stilmittel des Films wie z.B. geschickt eingesetzte Kameraperspektiven und Lichtverhältnisse. Unnütz zu sagen, dass Orson Welles sich durch seinen eigenwilligen Stil den "Großen" in Hollywood widersetzt und sein Idealismus beeinflusste die gesamte Industrie so sehr wie kaum ein anderer Regisseur zuvor oder danach.

Platz 19: "Lost in Translation" (2003)



Ein eher simpler Film, der sich wie ein netter Trip anfühlt; keine Geschichte, aber eher ein Erlebnis. Als ein Bill Murray-Fan ist es durchaus interessant, ihn mal in einem Drama zu sehen als eine der beiden verlorenen Seelen innerhalb einer Stadt, dessen Atmosphäre je nach Stimmungslage schwankt. Und wie es im echten Leben so ist, versuchen die beiden Protagonisten etwas Positives nicht nur um sie herum, sondern auch in sich selbst zu finden. Die Romanze ist übrigens sehr realistisch gestaltet.

Platz 18: "Kill Bill Vol. 1+2" (2003+2004)


 (Es ist 1 Film, der in 2 Teile geschnitten wurde; dies wurde von Tarantino persönlich bestätigt, daher gelten meine Regeln hier ohne Ausnahme)

Jeder Tarantino-Streifen ist ein purer Genuss, weil man nie weiß, ob man was Brutales oder Witziges bekommt (oder beides). In diesem Fall hat man pure Action (Vol. 1) und pure Story (Vol. 2); beides bildet auf epische Weise eine Art moderne Legende/Sage einer Kriegerin, die alles für ihr Ziel tun würde, nachdem ihr alles genommen wurde. P.S. : Eine geniale Idee, Uma Thurman in den Kampfanzug von Bruce Lee aus "Der Mann mit der Todeskralle" zu stecken !

Platz 17: "Fear and Loathing in Las Vegas" (1998)


Ein eingeschränkter, konservativer und beschränkter Verstand könnte diesen Film nur auf die Drogen reduzieren und dabei ist er so viel mehr als das. Ähnlich "Lost in Translation" ist dies hier zwar auch ein Trip, aber diesmal so hässlich und unangenehm, dass es mich sofort in seinen Bann zieht. Im Endeffekt ist es ein melancholischer Abgesang auf den amerikanischen Traum, der sich für die Post- 60er-Generation einfach nicht erfüllt hat. Mit einem charismatisch-unverwechselbarem Johnny Depp und einem manischen Benicio Del Toro ist das ein Trip, den man sicher nicht so schnell vergisst.

Platz 16: "Batman und das Phantom" (1993)


Auch bei diesem Film habe ich schon geschrieben, warum ich ihn mag, aber ich erwähne es noch einmal kurz: Bestes Batman/Joker-Duo (das sogar eine sehr gute Kampfszene bekommt), ein cooler, neuer Gegenspieler (das Phantom) und die Tatsache, dass hier die Charakterstudie von Bruce Wayne auch gelingt, weil dieser hier wie in der Serie von möglichst vielen Seiten beleuchtet wird und ich genau das mag; also ein Darstellen eines Charakters von den verschiedensten Seiten, damit man als Zuschauer umso mehr an ihm interessiert ist.

Platz 15: "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968)


Sergio Leone und Western ist wie Brot und Butter - da kann man im Prinzip nichts falsch machen. Typisch für ihn gibt es hier eine relativ simple und doch zu einem Spektakel erhobene Geschichte mit unvergesslichen Szenen/Charakteren und vor allem epischer Musik, um das gesamte Geschehen zu begleiten. Insbesondere hier ist die Musik so wichtig, dass ein Charakter buchstäblich "Mundharmonika" heißt.

Platz 14: "Ed Wood" (1994)


Ed Wood, bevor er von Uwe Boll überboten wurde, galt als "der schlechteste Regisseur" aller Zeiten, aber heute genießen viele seiner Filme Kultstatus, ebensosehr wie die Person selbst. Da kann es keinen besseren geben als Tim Burton, um einen Film über einen solchen extravaganten und umstrittenen Menschen zu machen, zumindest über die Zeit seines "Höhepunktes" mit dem Film "Plan 9 From Outer Space", der traditionell als "der schlechteste Film überhaupt" bezeichnet wird. Persönlich habe ich da schon Schlimmeres gesehen.

Meine Lieblings-Johnny Depp-Rolle (er wirkt so sympatisch und idealistisch, verschwendet aber gleichzeitig so viel Geld, wie ein Anti-Orson Welles), verbunden mit dem meisterhaften Martin Landau, der Bela Lugosi praktisch aus dem Grab aufstehen ließ, zusammen mit einigen sehr gut besetzten Nebenrollen (u.a. Bill Murray), der toll eingefangenen B-Movie-Atmosphäre und einer Geschichte von einem Mann, der Filme machen wollte - all das macht "Ed Wood" zu meinem persönlichen Favorit der "Filme über Filme".

Platz 13: "Goodfellas" (1990)


"Goodfellas" war mein erster Scorsese-Film und er begeistert von Anfang an: Ähnlich "Es war einmal in Amerika" erzählt dieser die Geschichte eines Immigranten-Jungen, der hinterher große Karriere machte und in beiden Filmen hat man einen ausgezeichneten Robert De Niro. Als Mafia-Film ist dieser Streifen interessant, weil er geschickt und unterbewusst die Evolution der amerikanischen Mafia darstellt - man merkt natürlich, wenn man in den 70ern oder den 80ern ist, aber die Entwicklung des Protagonisten und seiner Kumpanen ist da natürlich wesentlich interessanter. Das Beste an dem Film ist die Tatsache, dass es durchaus real sein könnte (dank einiger Zeugen aus der Zeit war es für Scorsese wohl relativ einfach, sowas zu bewerkstelligen) und man kann nicht anders, als in diese schmutzige wie aufregende Welt von schnellem Geld, schönen Frauen und Mord hineingezogen zu werden.

Platz 12: "Der Herr der Ringe 1-3" (2001-2003)


Eine recht offensichtliche Wahl, da ich die Original-Bücher mag, sowie Peter Jacksons Stil und vor allem genialem Gespür fürs Casting, der bei den meisten Charakteren wie die Faust auf`s Auge passt. Obwohl einige Stellen aus Zeitgründen gestrichen werden mussten, gefällt es mir, wie Jackson sich die Zeit nimmt, solch ein Epos relativ entspannt und ohne allzu viel Zwang zur Eile zu erzählen. Die Action ist erfindungsreich, die Effekte sogar für heutige Zeit beeindruckend, die Schauspielleistungen solid bis herausragend und natürlich verliebt sich jeder in Neuseeland nach einem Besuch in Mittelerde, es kann gar nicht anders sein.

Platz 11: "Toy Story 3" (2010)


Vom gesamten Pixar-Katalog spricht mich dieses Sequel am meisten an, weil es mich an meine Kindheit erinnerte (so wie wahrscheinlich Tausende andere Gleichaltrige); ist sogar einer der wenigen Filme, die mich besonders zum Ende hin emotional sehr berührten. Ansonsten gibt es großartige Animation, super Charaktere, clevere Anspielungen und eine der besten Ausbruchsstorys überhaupt. Wer sich wieder wie ein Kind fühlen will, dem kann ich diesen Film wärmstens empfehlen !

Dienstag, 16. Oktober 2012

Top 30 Filme (Plätze 30-21)

(Jaja, mein Zeitmanagement ist nicht das Beste.)
Über diese Liste musste ich eine sehr lange Zeit nachdenken, denn es ist wirklich nicht einfach, seine Lieblingsfilme auszuwählen, geschweige denn, diese in einer bestimmten Reihenfolge zu platzieren. Die folgende Liste wurde mit viel Vorsorge und unter bestimmten Kriterien ausgesucht:

1. Nur ein Film per Franchise, sonst wäre es mitunter zu einfach. Ausnahme kann eine Filmreihe bieten, die einen großen, übergreifenden Handlungsbogen. Obwohl selbst das es einem teilweise zu einfach macht.
2. Etwas aus jedem Genre.
3. Filme, die mich jeweils nachhaltig beeindruckten, beeinflussten, mich inspirieren oder einfach nur was über mich als Person aussagen. Persönliche Visitenkarten sozusagen^^

Mit anderen Worten: Es wird wahrscheinlich die subjektivste Liste/der subjektivste Beitrag auf diesem Blog und ja, ich werde lediglich meine Meinung zu den Filmen schreiben.

Platz 30: "Zwölf Stühle" (1971)


Was kann passieren, wenn die Schwiegermutter eines Mitarbeiters des Standesamtes stirbt und ihm auch noch anvertraut, dass sie zuvor Brillianten in einem der 12 Stühle ihrer früheren Garnitur ? Dann kann da nur noch ein gewiefter Trickbetrüger namens Ostap Bender dem armen Mann helfen, auf einer Tour durchs ganze Land und mit mehreren Konkurrenten den Schatz zu bekommen...


Jaja, es ist im Prinzip die russische Version von "It´s a Mad, Mad, Mad, Mad World", obwohl es die Verfilmung eines Buches von 1928 ist. Weil die Namen der Darsteller keinem hier was sagen werden, sage ich nur eines: Sehr viel russische Schauspielelite, sehr viel russischer Witz und ein ungemein dunkles Ende machen diese unterhaltsame Schatzjagd zu einem Film auf dieser Liste.

Platz 29: "Mortal Kombat" (1995)


Ich weiß, ich weiß: Nüchtern betrachtet ist das hier reinster 90er-Trash. Aber für einen Fan der "Mortal Kombat"-Serie eine tolle Umsetzung des ersten Spiels.

Warum ich den Film so sehr mag und ihn auch für die beste Videospielverfilmung halte, ist die perfekte Besetzung für alle wichtigen Kämpfer/Charaktere wie Liu Kang, Rayden, Johny Cage usw. Außerdem gibt es gut choreographierte Kampfszenen, den spiel-typischen stumpfsinnigen Humor, das CGI sieht noch halbwegs anschaubar aus und ansonsten sind da ein paar andere, einzelne Szenen, die ihrerseits pseudo-berühmt sind. Der einzige Nachteil ist das Fehlen der essentiellen Brutalität, die man für die milde Freigabe aufgeben musste. Nichtsdestotrotz ist dieser Film eine bestimmte Art von Kult, die sich so nicht reproduzieren lässt.

Platz 28: "A Serbian Film" (2010)


Mein Tipp und gleichzeitig der Grund, dass dieser Film auf der Liste ist: Schaut euch bloß keinerlei Informationen über den Film an ! Lest euch auf keinen Fall die Zusammenfassung auf Wikipedia, IMDB oder sonst wo durch, denn dann geht sehr viel vom Effekt des Films verloren, der als einer der wenigen die Kunstart Film an ihre Grenzen bringt. Ich sag nur so viel: Es ist brutal, es ist kompromisslos und es ist wirklich sehr brutal, ich scherze nicht. Alleine das Theme dazu macht einen fertig. Mich hat der Film an meine Grenzen gebracht und über viele Sachen nachdenken lassen. Selten hat es ein Film bei mir geschafft...naja, laut der Liste nicht ganz so selten.

Platz 27: "Idiocracy" (2006)


Immer wieder schockierend, wie nah an der Realität solche Satire sein kann. Und nichts in der Welt zeigt gerade, dass der Abwärtstrend in der Moral und Intelligenz sich irgendwie ändern würde. Noch haben wir es ja nicht so schlimm wie die Welt in "Idiocracy", aber darauf steuert alles zu. Wie es der Protagonist schon sagte: "Eines Tages werden die Leute fragen, wessen Arsch das war und warum er gefurzt hat !"

Platz 26: "South Park: Der Film - Größer, Länger & Ungeschnitten" (1999)

Als "South Park"-Fan war dieser Film wie ein Mittelfinger Richtung der amerikanischen Zensur, denn der Film entstand am Ende der 2. Staffel, als sich die Macher aufgrund sinkender Quoten mit einem Knall verabschieden wollten...und nun sind sie größer denn je. Ein Musical mit fluchenden Kindern, feurigen Ärschen, einem Krieg zwischen USA und Kanada, der Apokalypse, einer Sex-Szene zwischen Satan und Saddam Hussein und der Suche nach der Klitoris. Spricht für sich selbst.

Platz 25: "Batman" (1989)


Über diesen Film habe ich schon zu Genüge geschrieben, von daher hier noch eine kurze Zusammenfassung, warum "Batman" und nicht "The Dark Knight": Michael Keaton, Atmosphäre und Story.

Platz 24:  "The Nightmare Before Christmas" (1993)



"The Nightmare Before Christmas" ist meiner Meinung nach Tim Burtons feinster Film, weil er nicht nur zwei Sachen vereint, die eigentlich nicht zu vereinbaren sind (Halloween und Weihnachten), sondern weil bei dem Stop-Motion-Stil schnell zu merken ist, dass man mit sehr viel Aufwand und Leidenschaft an dem Film gearbeitet hat. Ein Musical im Stile des deutschen Expressionismus der 20er Jahre mit einer guten Botschaft und einem unverwechselbaren Stil ? Bin ich dabei.


Platz 23: "5 Centimeters Per Second" (2007)


Diese kleine Perle habe ich erst vor ein paar Jahren gefunden...und konnte nicht anders, als diese hier zu erwähnen. Im Prinzip ist es eine simple, dreiteilige Geschichte zwischen drei Leuten, deren Beziehungen zueinander immer durch Entfernungen ausgedrückt/definiert/beschrieben werden.

Hier gibt es nahezu keinen Dialog und man bekommt vielleicht die beste Animation überhaupt; es ist so wunderschön, sodass es fast real wirkt. Zudem die Geschichte auch sehr realitätsnah gehalten wird; manches wirkt etwas klischeehaft, aber das ist die Minderheit in dem Großteil einer bewegenden Erzählung. Berührend und/oder aufwühlend.

Platz 22: "Star Wars Episoden 4-6" (1977-1983)


Was ist das ? Eine der renommiertesten und besten Trilogien aller Zeiten so weit unten ? Ja, die klassische Trilogie zählt, weil sie alle durch einen durchgängigen Erzählstrang verbunden sind.

Mich fasziniert das pure Können, das sich hier ausdrückt. Ich mein nur, dass man Themen aus Samurai-Filmen, alten Märchen, Sci-Fi und der Bibel so unterhaltsam zusammengefasst hat, sodass es zurecht zu einer Franchise wurde...die schon lange nicht mehr das repräsentiert, was es konnte. Ähnlich "Batman" ist diese Trilogie schier zeitlos, weil sie eine zeitlose Geschichte erzählt: Ein Jüngling, der unter Anleitung eines Mentors gegen ein böses Imperium ankämpfen muss. Nicht zu vergessen natürlich die aufwendigen Sets und monumentalen Special Effects für die Zeit und unzählige Nebencharaktere, von denen die meisten längst Kultstatus errungen haben (ich stimme hier für Han Solo). Traurig, dass Lucas zur dunklen Seite des Filmemachens gewechselt ist...

BTW: Die Musik ist wiederum eine ganz eigene Kategorie...


Platz 21: "Gremlins" (1984)

Ich weiß einfach nicht wieso, aber das ist mein absoluter Lieblingsfilm rund um Weihnachten. Auf eine bizarre oder gar kranke Weise amüsiert es mich köstlich, einen Familienfilm rund um ein knuffiges Tierchen in einen vollkommen aberwitzig-schaurigen Monsterfilm mit einigem Blut und Schleim verwandelt. Ebenso wie der unterschwellige Aspekt, dass Gremlins den Menschen womöglich ähnlicher sein könnten, als wir es uns wünschen.

Das war es für die Plätze 30-21, demnächst kommen dann Plätze 20-11 !
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