Samstag, 20. Mai 2017

"Alien"-Special: "Alien" (1979)

Story: Im Jahr 2122 kehrt der Frachter Nostromo gerade zur Erde zurück, als er auf dem Weg ein Signal aufnimmt, das mögliches Leben andeutet...

Fast 40 Jahre her und dieser Filmklassiker hält sich heute immernoch genauso stark wie damals...zumal er in den 70ern dank Filmen wie "Der weiße Hai", "Der Exorzist" und "Halloween" mehr Anerkennung als Horrorfilm kriegen konnte (zwar im Sci-Fi-Gewand, aber dennoch). So wichtig der Film als Horror-Sci-Fi-Hybrid war, noch wichtiger war er als eines der ersten großen Vehikel für Frauen als Protagonisten in actionlastigen Filmen (auch wenn es spezifisch in diesem Film nicht so viel Action gibt).

Ridley Scott zeigt eine klassische Gruselsituation in ihrer Extreme - nicht nur sind Leute fernab der Zivilisation, sondern sie sind eingesperrt mit einem übernatürlichem und schier unbesiegbarem Monster. Dies alles mit einer sympatischen und organischen Crew (die selbst eher grob wussten, was in der einen oder anderen Szene vorkommt), in Zentrum derer eine starke und selbstbestimmte Sigourney Weaver steht, die nach diesem Film zu einer Sci-Fi-, Frauen- und Film-Ikone geworden ist durch ihre Entschlossenheit und Menschlichkeit (im Guten wie im Schlechten). Ein weiterer großer Star ist im Allgemeinen die bedrückende und klaustrophobische Atmosphäre, die durch ein kongeniales Szenenbild erzeugt wird; sie ist aber auch mysteriös, bedrohlich und atemberaubend - die erste Hälfte wirft zahlreiche Fragen auf und lässt einen komplett in diese Welt eintauchen, während die zweite eher in einen Slasher abrutscht. Und was das Aliendesign angeht, muss ich gar nicht mehr erwähnen, wie genial es ist - von der Idee bis zur Umsetzung.

Fazit: Wer es noch nicht gesehen hat, Schande über euch !

Montag, 15. Mai 2017

"King Arthur: Legend of the Sword"

Story: Arthur verliert in seiner Kindheit seinen Vater Uther und verbringt sein Leben seitdem im Unwissen, der wahre Thronerbe zu sein...zumindest bis er Excalibur findet...

Guy Ritchie macht immerzu stilistische Filme, oft ist der Stil gewichtiger als die Substanz, aber der Unterhaltungsfaktor ist immerzu da - so auch in diesem Fall. Von der Kritik wurde dieser Streifen vermutlich deshalb verrissen, weil er handlungstechnisch schwächelt - die Handlung an sich ist zwar irgendwie da, aber sie ist eher Statist im Gegensatz zu Kameraeinstellungen und am Ende gibt es haufenweise Computereffekte. Dafür gibt sich Charlie Hunnam größte Mühe als Arthur, obwohl Jude Law als der Bösewicht eindeutig die Show und den Rest des Films ihm wegstiehlt mit seiner Klasse und Charisma.

Fazit: Es knallt, die Grafik stimmt und die Darsteller haben enorm Spaß - die Handlung und der Bezug zur Saga greifen aber leider bei weitem nicht so gut wie der Stil und so ist der Film zwar kurzweilig unterhaltsam, aber eben nicht mal ansatzweise eine definitive/prägende Adaption der Arthus-Saga.

Sonntag, 14. Mai 2017

Serien-Kritik: "Dexter" (Staffel 6)

Story: Miami wird von einem Serienkiller heimgesucht, der sich auf religiös motivierte Morde festgelegt hat und die Apokalypse herbeisehnt; für Dexter eine frische Herausforderung...

Lieblings-Charakter: /

Ungeliebter Charakter: /

Lieblings-Episode: Episode 9 "Die Schalen des Zorns". Eine der besten Wenden der gesamten Serie und das auf eine sehr kluge Art gelöst.

Meine Meinung zu dieser Staffel: Witzigerweise empfinde ich diese Staffel als eine bessere gegenüber der letzten während die öffentliche Meinung scheinbar genau gegensätzlich ist - der Hauptbösewicht ist viel besser/interessanter und es gibt hier auch einen interessanteren Konflikt in Dexters Umfeld. Für mich persönlich leider auch die letzte gute "Dexter"-Staffel. 

Freitag, 12. Mai 2017

"The Circle"

Story: Mae hat gerade einen Job bei dem angesagtesten Technologieunternehmen der Welt bekommen und will unbedingt das Image der totalen Transparenz aufbessern, doch geht dieses Vorhaben schnell schief...

Zuallererst: Tom Hanks ist so gut wie gar nicht in diesem Film zu sehen und den Film mit ihm zu vermarkten ist eine dreiste Frechheit (seine Darstellung ist eh blass). John Boyega und Patton Oswalt glänzen hier leider auch nicht mit allzu viel Charisma - das absolute schwarze Charismaloch bildet aber eindeutig Emma Watson, die hier vermutlich mit Abstand die schlechteste Darstellung ihrer Karriere bietet; es ist wirklich grauenhaft, wie absolut blass und eintönig und zum Vergessen sie hier ist. Das Drehbuch ist dabei auch noch richtig einschläfernd, da nahezu den gesamten Streifen über so gut wie nichts passiert und man überhaupt nicht glauben kann, dass Milliarden (!) von Menschen freiwillig und mit Freude ihre Privatsphäre aufgeben. Sogar der Konflikt gegen Ende ist kaum vorhanden, da das Drama viel zu hanebüchen aufgebaut wurde und dieser gegen Ende nicht einmal wirklich gelöst wurde. Leider ist die Regie ebenfalls schlampig, da man so einige offensichtliche Schnittfehler (z.B. das falsche Wahrnehmen einer Person im Raum) dringelassen hat.

Fazit: Ein schlechter Film mit vielen interessanten Fragen und keinerlei Antworten, nur schlechten Darstellungen.

Donnerstag, 11. Mai 2017

"Guardians"

Story: Die UdSSR hatte eine eigene extreme Eingreiftruppe organisiert, die das Heimatland beschützen sollte, wozu es nicht mehr kam. Und nun, da sich ein technikversierter Bösewicht erhoben hat, muss die Organisation "Patriot" die "Beschützer/Verteidiger" aus dem Ruhestand zurückholen...

Warum ich einen aktuellen russischen Film bespreche, obwohl fast alle neuen Streifen aus dem größten Land der Erde Rotz sind ? Es ist eine auf den internationalen Markt ausgerichtete Produktion und ein bisschen Abwechslung schadet auch nicht. Und regelrechte Verbrecher in Form des Regisseurs können nicht oft genug hervorgehoben werden.

Abseits der Qualität des Endprodukts ist die Besetzung an und für sich sympatisch und durchaus fähig, den ein oder anderen Moment etwas zu retten - nur ist das Drehbuch der letzte Mist. Der Regisseur selbst kündigte großkotzig an, man würde die "Avengers" locker in die Tonne kloppen mit einer Superheldentruppe, die "nur so in Russland funktionieren würde und nur die besten Werte vermitteln kann, die es im Westen eben nicht gibt". Letztendlich haben die "Guardians" nun nichts strikt Russisches an sich und vermitteln weder besondere Werte noch zeigen sie die Geschlossenheit der Avengers.

Ein großes Problem dabei ist die fehlende Vergangenheit der Truppe - sie bestehen nicht aus bereits etablierten Individuen wie bei den Avengers und die Beziehungen untereinander werden gar nicht so verflochten und kompliziert aufgebaut; auf diese Weise haben wir zahlreiche und recht oberflächliche Charaktere ohne die notwendige Tiefe, damit man als Zuschauer wirklich an sie glauben kann. Hinzu kommen noch so einige schwere Logikkrater innerhalb des Drehbuchs (bsw. warum man mit Elektrizität einen elekrizitäts-basierten Bösewicht bekämpft oder wie Ksenia ihre Körpertemperatur nicht kontrollieren kann wenn es darauf ankommt und viel mehr) und auch zahlreiche Flashbacks (da man mehrere Momente und die Struktur aus den "Avengers" gestohlen hat) sind keine Einzelheit.

Fazit: Eine dreiste und trashige Kopie der "Avengers". Was schade ist, da es haufenweise tollen russischen Folklore gibt, aus dem man hätte schöpfen können und dies in den Händen von fähigen Leuten durchaus eine ernste Alternative hätte bauen können
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