Sonntag, 14. Dezember 2014

Die Top 10 schlechtesten Filme 2014

3. Advent und wie versprochen meine Top 10 schlechtesten Filme 2014. Ihr werdet schnell merken, dass es nicht ganz einfach war, wirklich schlechte Filme aufzuzählen, denn die meisten Einträge dieses Jahr waren entweder irgendwo um den Durchschnitt oder etwas darunter, positive Überraschungen und dann natürlich entweder Katastrophen oder exzellente Beispiele dieser nicht sterben zu wollenden Kunstform.

 Nr. 10: "Sex Tape"

Die Liste habe ich einerseits nach Gefühl und andererseits auch etwas kategorisiert zusammengestellt, d.h. dass jeder der Einträge für eine gewisse Verfehlung steht; bei "Sex Tape" ist dies eindeutig das Drehbuch, das ein paar Jahrzehnte zu alt und antiquiert ist. So etwas kann schon alleine einen Film komplett gegen die Wand fahren und das Drehbuch hiervon ist konzeptionell eines der schlechtesten, die ich seit einiger Zeit in Aktion erleben durfte.

Nr. 9: "The Legend of Hercules"

Hier hat wohl vor allem die Produktion ordentlich geschlampt, denn trotz eines Budgets von 70 Millionen Dollar sieht der Streifen wie Direct-to-DVD aus und so ziemlich alles wirkt so verkümmert. Es fehlt einfach nur an Fürsorge und Interesse an eigenem Produkt - warum etwas dem Zuschauer verkaufen, was einen selbst nicht interessiert ? Natürlich auch noch extra mit Beilagen wie schlechtem Schauspiel, mieser Regie, dämlichem Drehbuch, etc...

Nr. 8: "A Haunted House 2"

Wie selten sind doch ernsthaft gute und liebevoll gestaltete Parodiefilme geworden..."A Haunted House 2" steht für so ziemlich alles, was moderne Genrevertreter falsch machen: infantile Witze, null Ahnung vom Originalmaterial und das Denken, der Zuschauer wäre ein grenzdebiles Kapuzineräffchen. Als ein Weihnachtsgeschenk von mir wird es an dieser Stelle keinen ausführlichen Vergleich mit "Family Guy" geben.

Nr. 7: "Planes 2 - Immer im Einsatz"

Nüchtern betrachtet gehört dieses unterdurchschnittliche Animationsstück gar nicht auf diese Liste und ich sollte es längst vergessen haben. Aber andererseits gilt diesem Film meine Abscheu wegen dem, wofür es steht: Blinder Kommerz. Sicher, wenn Disney tolle Filme wie "Ralph reichts" oder "Die Eiskönigin" machen, wollen sie auch Geld verdienen - unter anderem sicher auch mit Merchandise. Vielleicht bin ich aber auch ein alter Esel, der vom Animationsstudio Pixar viel mehr als unteren Durchschnittsmüll erwartet, das ruhig Spielzeuge usw. verkaufen kann, aber dann auch bitte Anspruch und vor allem Mühe zeigen sollte.

Nr. 6: "Expendables 3"

Wenn ich bei "The Legend of Hercules" "hingeschissen" geschrieben hätte, gäbe es keinen vernünftigen Ausdruck für "Expendables 3". Silvester Stallone hat sich eindeutig vom eigenen Ego blenden lassen und diesen Streifen mit mehr weiteren Egos vollgestopft, als er vertragen konnte. Und wie man weiß verderben zu viele Köche den Brei...sowie miese Budgetplanung und Unwissen, wie man eine eigentlich coole Idee fortführen könnte.

Nr. 5: "Männerhort"

Selbstverständlich wird auch der liebe deutsche Film nicht umgangen, zumindest seine scheinbar populärste Art hierzulande, nämlich die der Komödie. Ebenso selbstverständlich enttäuschen da einen die Landesgenossen nicht und bringen ein weiteres uninspirertes, seine Witze kopierendes, an sich unwitziges und ausgelutschtes Exepmlar heraus - warum sich die Mühe machen und mal etwas Neues wagen oder, oh Schreck, versuchen witzig zu sein ?

Nr. 4: "Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel"

Dies hier steht als Beispiel für diese pseudo-hippen Horrorfilme, die alle so sehr davon träumen, eine neue Franchise zu werden (immerhin weiß keiner wie lang "Paranormal Activity" noch am Leben bleiben wird und "The Purge" weiß noch nicht, wie ernst es sich selbst nehmen will). Jugendliche sind ja so dämlich, sie schauen sie jeden Scheiß an, der sich "Horrorfilm" nennen darf; ich kann Filme, die ihre Zuschauer so verachten, einfach nicht mögen.

Nr. 3: "Teenage Mutant Ninja Turtles (2014)"

Nicht "Transformers 4", sondern "TMNT 2014" landet als Bay-Film auf dieser Liste und ja, er ist in diesem Fall nur Produzent, aber der eigentliche Regisseur hat so derartig keine eigene Handschrift, sodass die von Bay viel zu bemerkbar ist. Sicher, vorher hat er erfolgreich Kindheit-Franchises anderer Leute ruiniert, nun war ich endlich dran und die Art von Respektlosig- und Hirnlosigkeit konnte ich nur negativ auffassen. Lüsterne Ninja-Schildkröten, die unbedingt einen bei einer roboterhaften Megan Fox wegstecken wollen...nein, danke. Dieser Film hat mir richtig weh getan und das werde ich hoffentlich nie verzeihen. Ich überlege ernsthaft, nie wieder einen Film zu schauen, in dem Michael Bay als Regisseur, Drehbuchautor oder Produzent beteiligt war.

Nr. 2: "Denk wie ein Mann 2"

Wahnsinn mehrerer Leute und man selbst mittendrin.

Nr. 1: "Saving Christmas"

Wenn ich etwas schlimmer finde als den Wahnsinn von mehreren Leuten, dann sicherlich den Wahnsinn eines Menschen und in diesem Fall ist man sicherlich in dem Kopf des Mannes gefangen, der ganz alleine verrückter und wahnsinniger ist als all die Leute von "Denk wie ein Mann 2". Hinzu kommt, dass das hier auch stellvertretend für all diese unsäglichen christlichen Filme steht, die entweder herrlich dämlich sind oder einfach nur langweilig und belanglos.
Andererseits ist dies hier wie ein Weihnachtswunder, denn jeder kann seine eigene Kritik hierzu schreiben und sie würde ebenso viel Sinn machen wie die seines Mitmenschen - ich habe zudem selten so einen Zusammenhalt der Filmgemeinschaft dieses Jahr gesehen wie bei diesem Film, der zurzeit der schlechteste Film aller Zeiten ist laut IMDB.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

"The Babadook"

Story: Amelia ist alleinerziehend aufgrund des Todes ihres Mannes vor 6 Jahren und ihr Sohn Samuel ist nicht wirklich ein einfaches Kind zu erziehen. Als er aber eines Abends sie bittet, ihr aus einem morbiden Kinderbuch namens "Mister Babadook" vorzulesen, entwickelt sich langsam ein Wahn, der alles zu verschlingen droht...

Seht euch einfach diesen Film an, er ist phänomenal. Nein, wirklich, das ist er. Scheiß auf meine detaillierte Meinung dazu, sobald ihr die Chance habt, ihn zu sehen, tut es. Obwohl...erklären sollte ich mich dennoch. Seht ihr, ich mag Horrorfilme der alten Schule am meisten: Es wird eine Atmosphäre aufgebaut und diese wird in der gesamten Laufzeit aufrecht erhalten. Ob das Ganze rein psychologischer Natur ist (also Einbildung) oder es gibt eine tatsächliche physische Bedrohung (wie ein Serienkiller...oder auch Alien). Solche Filme waren in der Vergangenheit eher rar gesät und ausgezeichnete davon noch weniger. Ich mag es nicht, mich zu vorschnell aus dem Fenster zu lehnen, aber dieser Film hat das Potenzial, zum Klassiker zu werden oder zumindest zum Geheimtipp/Kultfilm, denn er behandelt ein gewisses Thema (das für mich persönlich nicht unbekannt ist) auf eine Weise, wie ich sie nur bei einem Klassiker kenne (den ich nicht verraten werde, denn ansonsten würde ich die Wendung und somit den größten Trumpf offenbaren).

Das Schauspiel ist besonders von Essie Davis so brilliant, authentisch und vielschichtig, sodass es nur fair werde, wenn sie für ihr Können belohnt wird mit einer gewissen Statuette - sehr viel Hochachtung auch vor Noah Wiseman, denn es gibt in der Regel einen sehr schmalen Grat zwischen "nervig" und "ausgezeichnet" für Kinderdarsteller und diese meistert er bereits professionell. Nicht zu vergessen ist natürlich Jennifer Kent in ihrer Doppelfunktion als Regisseurin/Drehbuchautorin (zwei weitere Kategorien, in denen dieser Film zumindest eine Nominierung verdient), da sie es gekonnt schafft, den Drahtseilakt zwischen einem Horrorfilm und einem Drama zu vollziehen - das Erstere funktioniert dank einfachster Mittel und ohne jeglichen unnötigen Schnickschnack und das Zweitere, weil es nachvollziehbar, menschlich und auf dem Boden bleibt.

Fazit: Ich kann diesen Film nicht mehr empfehlen, als ich es in den vorangegangenen Zeilen getan habe - absolut sehenswert und auf jeden Fall einer der besten Filme des Jahres und einer der besten Horrorfilme des letzten Jahrzehnts.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

"Tusk"

Story: Wallace sammelt Geschichten aus ganz USA für seinen Podcast und die neueste stammt von einem alten Seefahrer, der angeblich in einer kritischen Situation Freundschaft mit einem Walross geschlossen hat. Er ahnt aber nicht, dass der alte Mann ganz andere Pläne mit ihm hat und ihn zu einem Walross machen will...

Die Idee, einen Menschen zu einem Tier zu machen erinnert mich an das Werk "Hundeherz" von Bulgakow, in dem mehr oder weniger ein Hund zu einem Menschen gemacht wird und das ebenfalls auf chirurgische Art. Aber während die entsprechende im russischen Raum sehr populäre Verfilmung einen sozial-kritischen Ton ähnlich der Vorlage einschlägt, so fand ich "Tusk"...einfach nur dämlich. Ja, es soll eine Horror-Komödie sein. Ja, auch ich sehe die offensichtliche Anspielung auf "The Human Centipede" (das meiner Meinung nach noch mehr oder weniger schaffte, seine Absurdität halbwegs witzig darzustellen). Ja, die Schauspieler machen einen tollen Job, besonders Michael Parks, der einen teilweise recht gruseligen verrückten Alten spielt. Meine zwei größten Probleme sind einfach das Drehbuch und der Walross selbst.

Das Drehbuch wurde angeblich von einem bekifften Kevin Smith geschrieben und das merkt man auch. Bestimmte Teile der Geschichte wirken einfach recht unfertig, bzw. hingezweckt; bestimmte Charaktere tun stellenweise Sachen, die ihrem Typ widersprechen...und das Ende, das verdammte Ende. Vielleicht hat es einen tieferen Sinn, vielleicht sollte es witzig sein, aber ich war einfach nur mental abgemeldet an der Stelle. Nun zum Walross: Ja, er wird realisiert und das nicht mit Computereffekten. Er ist wirklich in seiner vollen Montur zu sehen und man macht sich keine Mühe, dies irgendwie inszenatorisch geschickter zu lösen, bsw. durch eine subtilere Beleuchtung und gezieltes Filmen. Hätte man den Haupttrumpf des Films aber sparsamer eingesetzt, wäre womöglich atmosphärisch mehr zu holen.

Fazit: Wie von einem Stoßzahn aufgeschnitten denke ich recht zweiseitig über diesen Streifen. Einerseits ist es eine recht neue, unverbrauchte und originelle Idee mit einem tollen Cast und Regie, andererseits ist dies im Endeffekt leider recht dämlich und ich kann es weder als Horrorfilm noch als Komödie noch als Mix zwischen den beiden ernst nehmen. Vielleicht muss ich auch bekifft sein, um in den Genuss dieses Films zu kommen.

Dienstag, 9. Dezember 2014

"V/H/S: Viral"

Story: Wie bei dieser "Franchise" üblich, gibt es mehrere kleine Segmente statt einer großen Geschichte.

Dieses Mal ist es sogar unnötig, dass ich sie alle beschreibe, denn nur eins von den 5 ist an sich halbwegs interessant und wirkt nicht entweder total ausgelutscht oder ununterhaltsam. Dieses ist "Parallel Monsters" und es geht im Prinzip um einen Typen, der Zugang zu einem recht krankem Paralleluniversum findet - hier könnte ich mir irgendwas mit "möglicher Kommentar zur Psyche von jedem von uns" aus den Fingern saugen, aber in Wahrheit war es für mich in diesem Fall einfach nur interessant, wohin das Ganze führen wird. Ansonsten ist der Rest entweder uninspiriert (sprich: woanders abgeguckt) und schlecht geschauspielert, mies animiert (im Sinne von: Computereffekte hinzugefügt) oder auch einfach nicht mutig genug, das Maximum aus der jeweiligen Idee rauszuholen.

Fazit: Schade dass dieser Ableger recht lahm ausgefallen ist, denn die Idee von Horror-Vignetten an sich finde ich genial und da kann ich sogar die langsam unausstehliche "found footage"-Scheiße ertragen. Für die Zukunft wäre es vermutlich ratsam, einfach mal ambitionierte Anfänger ranzulassen, die vielleicht auch frische Ideen reinbringen.

Montag, 8. Dezember 2014

In eigener Sache: Dezember-Planung

Hey,

dieses Jahr gibt es eigentlich nur 3 Jahres-Listen, nämlich:

"Die Top 10 schlechtesten Filme 2014" - am 14.12.14

"Die Top 10 besten Filme 2014" - 21.12.14

"Die Top 10 Filme, auf die ich mich 2015 freue" - 28.12.14

Das mit den Enttäuschungen und Überraschungen hab ich weggelassen, weil vor allem das Erstere so bezeichnend war für das Filmjahr 2013 und naja, wenn ich das Eine weglasse, macht es nur Sinn, das Andere ebenso wegzulassen.

Bezüglich des Dezembers selbst: Je nach meiner Zeit werden ein paar Weihnachts-bezogene Beiträge kommen und am Ende auf jeden Fall wieder eine Zusammenfassung des Jahres und ein kleiner Ausblick auf die Zukunft. Vage, aber ich kann als eine One-Man-Show nie alles zu 100% bestätigen und je weiter das in die Zukunft reicht, desto unsicherer ist es, dass ich es wirklich genau so umsetzen kann. An Ideen mangelt es mir definitiv nicht, nächstes Jahr bietet auf jeden Fall genug Möglichkeiten.

Das wars fürs Erste.
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