Freitag, 11. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers" (1989)

Story: Michael ist immernoch am Leben und will immernoch seine letzten Verwandten umbringen. Jamie ist nach den Ereignissen des letzten Films traumatisiert und bleibt stumm; jedoch hat sie immer wieder Alpträume von ihrem Onkel. Dr. Loomis will sich diese Verbindung zu Nutze machen, um Myers endlich umzubringen...

Die Reihe begann ihren offiziellen Abstieg ins Beschissene so ziemlich mit diesem Film; Teil 4 mag zwar einige Schwächen gehabt haben, aber er hat nicht angefangen, grundlegende Prinzipien zu verraten. Da haben wir absolut unausstehliche Charaktere, deren Tod wir uns sehnlichst wünschen, alleine durch ihre ständigen Streiche der Polizei gegenüber (insbesondere das clevere Verkleiden als der ortsansässige Serienkiller, sehr smart !). Durch das häufige Auftauchen von "Fake-Myers" gewöhnt man sich zu sehr an den echten und die Spannung geht absolut flöten...hinzu kommt noch Dr. Loomis, der sich gegen Ende immer weniger wie er selbst benimmt und ein ganz anderer Charakter geworden ist. Und wer sich etwas aus dem Ende raussinnieren will...viel Spaß. Das letzte Ende wurde ja erfolgreich ignoriert und hier haben wir mal wieder etwas KOMPLETT ANDERES vorgesetzt bekommen.

Fazit: "Halloween 5" ist einfach nur schlecht und zeigt die schlechteren Seiten der Franchise auf. Gut, dass es zumindest einige gute Szenen im Film gibt, ansonsten wäre er totaler Schrott.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "Halloween 4 - Michael Myers kehrt zurück" (1988)

Story: Angeblich haben Dr. Loomis und Michael Myers die eine Nacht von 1978 BEIDE überlebt und Myers ist gerade aus dem Koma aufgewacht, um nach Haddonfield zurückzukehren. Dort muss sich vor allem seine Nichte Jamie vor ihm fürchten, da sie beide psychologisch miteinander verknüpft sind...

Die Fans haben nach ihm geschrien und nun ist er wieder da, um sie auf andere Weise schreien zu lassen: Jep, Michael ist zurück, sauberer und akkurater denn je, definitv anders als in den ersten beiden Teilen. Dr. Loomis hat das Ende von Teil 2 ebenfalls irgendwie überlebt und bleibt der beste Bezugscharakter der gesamten Franchise; macht seine Sache wie gewohnt mehr als souverän.

Bis auf die Rückkehr-Sache, die einfach nur reinster Blödsinn ist nach "Halloween 2", ist diese Fortsetzung eigentlich grundsolide. Gut gedreht, geschnitten, viele Hommages an das Original und ein gutes, offenes Ende, das einen komplett neuen Handlungsstrang öffnen könnte, der für Horror-Filme eine Sensation darstellen würde. Aber das zahlende Publikum schreit nur selten nach Innovationen.

Fazit: Ein relativ guter Jubiläumsfilm, der ebenso ruhig hätte das Ende sein können.




Mittwoch, 9. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "Halloween 3" (1982)

Story: Die Firma "Silver Shamrock" will mit ferngesteuerten Halloween-Masken am 31. Oktober Kinder umbringen und nur ein ortsansässiger Arzt kann sie aufhalten...

Jep, aufgrund des definitiven Dahinscheidens von Michael Myers im letzten Teil und weil John Carpenter sowieso jedes Halloween eine andere Geschichte erzählen wollte, gibt es diesmal keinen stummen Serienkiller, sondern einen bösen Firmenboss, der durch eine durchaus geniale Idee Kinder umbringen will.

Leider wollten die Fans damals keine neuen Konzepte oder Ansätze, sondern nur ihren Serienkiller. Obwohl dieser Film durchaus chillige Atmosphäre hat und auch sehr brutal ist...wie die Kinder durch die Masken umgebracht werden, sieht sehr "grafisch" aus. Die Idee war übrigens gar nicht so schlecht meiner Meinung nach; erinnert mich irgendwie an "V/H/S", wo ja auch verschiedene Konzepte ausprobiert werden.

Fazit: Kein Meisterwerk, aber dennoch ein guter Film und eine willkommene Abwechslung für Franchise-Fortsetzungen.

Dienstag, 8. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "Halloween 2 - Das Grauen kehrt zurück" (1981)

Story: Noch in der gleichen Nacht wurde Myers` Körper immer noch nicht gefunden, während Laurie ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Bei seiner Recherche stößt Dr. Loomis währenddessen auf eine schockierende Entdeckung, wegen der er noch dringender Michael aufhalten muss...

"Halloween 2" ist in vielerlei Art eine typische Fortsetzung, die meistens versucht, Szenen aus dem Vorgänger zu kopieren, aber es hier keinen eingeschlagenen Geistesblitz gibt. Alles ist ähnlich gedreht, ähnlich geschnitten und halbwegs ähnlich rübergebracht, aber weil das Setting nun das Krankenhaus ist und nicht mehr die Nachbarschaft, wirkt es nicht mehr so wirklich greifbar und auch weniger bedrohlich (denke ich zumindest).

Was aber wirklich greifbar sein sollte, ist das absolut definitive Ende, wo gleich zwei der drei Hauptcharaktere ihr Ende finden und eigentlich nicht wieder auftauchen könnten. Dies ist auch nachvollziehbar, denn "Halloween 2" war ja auch von Anfang an als das Ende der Franchise gedacht. Wie Mr. Carpenter sich da irren sollte...

Fazit: Eine Fortsetzung, die eher Rückschritt statt Verbesserung ist aufgrund einer etwas zu repetetiven Gestaltung. An und für sich aber dennoch mehr als grundsolide.

Montag, 7. Oktober 2013

"Horror"-Monat: "Halloween - Die Nacht des Grauens" (1978)

Story:  15 Jahre nach seiner Einlieferung in die Psychiatrie bricht Michael Myers aus und sein Psychiater Dr. Loomis muss ihn nun davor aufhalten, das kleine Städtchen Haddonfield zu terrorisieren...

Endlich bin ich bei "Halloween" angekommen, meinem absolutem Lieblings-Horrorfilm. Er mag stellenweise richtig "billig" und "simpel" wirken, es gibt hier und da ein paar kleine Logik-Löcher, einige Darsteller sind schlecht und die Dialoge sind öfters furchtbar, aber die positiven Aspekte überwiegend mehr als deutlich bei diesem Klassiker.

Michael Myers als Killer wurde schön im Stil von Hitchcock eingeführt, mit sehr viel atmosphärischem Aufbau und einem Twist, wie er des Meisters würdig wäre - bis heute einer der besten der Filmgeschichte meiner Meinung nach. Das Beste ist, dass Michael nie komplett analysiert wird - die Erklärung von Loomis, er wäre "das pure Böse" ist zwar sehr oberflächlig, aber auch ungemein passend, wenn es darum geht, den Serienkiller so befremdlich und unheimlich wie möglich zu machen - die eher seltenen Zeichen von Myers machen ihn zu einer scheinbaren Halluzination, etwas Unwirklichem und komplett anderem als einen typischen Killer in einer Maske.

Laurie Strode als unsere Heldin (neben Loomis natürlich) ist ein normaler Mensch und man will sie auf keinen Fall sterben sehen. Was witzig ist, da Jamie Lee Curtis als Laurie metaphorisch in die Fußstapfen ihrer Mutter Janet Leigh tritt, die als Marion Crane in "Psycho" ja relativ schnell von der Bildfläche verschwand. Donald Pleasance als Dr. Loomis darf hier natürlich auch nicht vergessen, da er im Prinzip Michaels Stimme ist, die man nie hört und ist für uns so ziemlich die einzige Verbindung zum mysteriösen Serienkiller; seine Reden bringen genau die richtige Stimmung für einen Horrorfilm.

Fazit: Mit der realistischen Vorstadtkulisse, reichlich Aufbau mit viel Atmosphäre, viel Bildsprache, einem klasse Sounddesign und Soundtrack ist "Halloween" wohl der perfekte Film für den Halloween-Abend. Also macht Lichter aus, holt euch Snacks und was zu trinken und genießt einen der besten Genre-Klassiker überhaupt !

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