Story: Die Auftragskiller Jimmy und Louis haben gerade eben ihren letzten Job erledigt und bekommen von ihren Vorgesetzten überraschend selbst einen Söldner auf den Hals gehetzt. Als dessen Partner die erste Begegnung nicht überlebt, entschließt sich Jimmy, zusammen mit dem Ex-Partner seines letzten Opfers zusammenzutun, um herauszufinden, wer ihm an den Kragen will...
Je schneller man die Story vergisst und in den Hintergrund schiebt, desto besser; dieser Film will gar nichts anderes sein als ein typisch 80er Actionfilm ohne jegliche Substanz, dafür aber mit viel Unterhaltungswert. Stallone macht den alten Hasen nicht minder schlecht als Schwarzenegger, nur dass er hier im Prinzip "nur" Backpfeifen und Oneliner verteilt. Und actionmäßig wird man wie gewohnt relativ gut bedient - auch wenn der Film ab 16 ist, spritzt auch mal öfters der rote Saft in Mengen. Was mir persönlich missfällt, sind diese dauernden Versuche, hip und cool zu wirken (ja, es ist im Jahr 2013 nicht mehr witzig, wenn ältere Menschen damit nicht umgehen können); außerdem müssen die Dialoge und Sprüche mit relativ viel Wein aufgenommen werden, ansonsten sind diese zu käsig.
Fazit: Zusammenfassend wirkt "Shootout - Keine Gnade" wie eine Hommage an andere Zeiten für Actionfilme, auch wenn es teilweise einem schmerzhaft klar wird, dass Ikonen wie Stallone solche Nummern nicht mehr lange durchziehen können. Für einen Abend unterhaltsam genug.
Mittwoch, 13. März 2013
Montag, 11. März 2013
"Die fantastische Welt von Oz"
Story: Der Zauber-Schwindler Oscar Diggs tourt gerade durch Kansas mit seinem Affengehilfen Frank und lebt nah am Existenzminimum. Als seine Zauberkunst als der Schwindel auffliegt, der er nunmal ist, flieht er mit seinem Heißluftballon und landet aus Versehen dank einem Wirbelsturm in dem magischem Land Oz. Dieses hält ihn für den großartigen Zauberer aus der Prophezeiung und nebenbei sind die Fronten zwischen den Hexen des Landes noch lange nicht geklärt...
"Oz" (so werde ich den Film im Verlauf dieser Kritik nennen) war einer der Filme, auf die ich mich wirklich gefreut hatte, da ich Fan der Bücher seit Kindesalter bin: Diese erschaffen eine unermesslich große, wahrlich fantastische und mit einem Haufen verschiedener Völker, Charaktere und interessanten Geschichten eine beeindruckend packende Fantasy-Welt für Groß und Klein (wohl eher für Klein, aber hier und da gibt es auch die Moral für Erwachsene). Und dann kam Disney, um den Zauber aus dem Zauberland zu nehmen.
Versteht mich nicht falsch, visuell ist "Oz" nahezu perfekt am Computer animiert worden, aber nur gute visuelle Effekte erschaffen noch lange nicht den Zauber für mich, das müsste schon durch die Charaktere kommen. Genau hier liegt das für mich größte Problem. Überraschenderweise sind die nicht-menschlichen Charaktere, inbesondere die Porzellanpuppe, die eindeutig besseren Charaktere und Schauspieler als die aus Fleisch und Blut - dies mag auch mit einigen Entscheidungen zusammenhängen, die am Ende Kopfschütteln auslösen. Jede der Hexen wurde auf möglichst jung, schön und verführerisch getrimmt, was insofern komisch ist, weil die 2 bösen ja hinterher eher grausig aussehen müssen. Insgesamt erinnert mich der Film stark an "Alice im Wunderland" von Tim Burton - dieser Film scheint aber mehr Liebe im Detail zu besitzen und auch vielleicht ein Stück besser auszusehen, aber charakter- und storytechnisch bewegt er sich im sicheren Mittelfeld.
Fazit: "Die fantastische Welt von Oz" sieht zwar wirklich gut aus und denen, die das Aussehen eines Films über alles andere stellen, wird das auch reichen. Fans der Bücher empfehle ich "Zauberer von Oz" von 1933.
P.S. : Apropos "Zauberer von Oz": Es ist teilweise wirklich dreist, wie viel vom Visuellen dieser neue Film vom alten borgt - alleine die Überleitung von Kansas zu Oz spricht Bände.
"Oz" (so werde ich den Film im Verlauf dieser Kritik nennen) war einer der Filme, auf die ich mich wirklich gefreut hatte, da ich Fan der Bücher seit Kindesalter bin: Diese erschaffen eine unermesslich große, wahrlich fantastische und mit einem Haufen verschiedener Völker, Charaktere und interessanten Geschichten eine beeindruckend packende Fantasy-Welt für Groß und Klein (wohl eher für Klein, aber hier und da gibt es auch die Moral für Erwachsene). Und dann kam Disney, um den Zauber aus dem Zauberland zu nehmen.
Versteht mich nicht falsch, visuell ist "Oz" nahezu perfekt am Computer animiert worden, aber nur gute visuelle Effekte erschaffen noch lange nicht den Zauber für mich, das müsste schon durch die Charaktere kommen. Genau hier liegt das für mich größte Problem. Überraschenderweise sind die nicht-menschlichen Charaktere, inbesondere die Porzellanpuppe, die eindeutig besseren Charaktere und Schauspieler als die aus Fleisch und Blut - dies mag auch mit einigen Entscheidungen zusammenhängen, die am Ende Kopfschütteln auslösen. Jede der Hexen wurde auf möglichst jung, schön und verführerisch getrimmt, was insofern komisch ist, weil die 2 bösen ja hinterher eher grausig aussehen müssen. Insgesamt erinnert mich der Film stark an "Alice im Wunderland" von Tim Burton - dieser Film scheint aber mehr Liebe im Detail zu besitzen und auch vielleicht ein Stück besser auszusehen, aber charakter- und storytechnisch bewegt er sich im sicheren Mittelfeld.
Fazit: "Die fantastische Welt von Oz" sieht zwar wirklich gut aus und denen, die das Aussehen eines Films über alles andere stellen, wird das auch reichen. Fans der Bücher empfehle ich "Zauberer von Oz" von 1933.
P.S. : Apropos "Zauberer von Oz": Es ist teilweise wirklich dreist, wie viel vom Visuellen dieser neue Film vom alten borgt - alleine die Überleitung von Kansas zu Oz spricht Bände.
Freitag, 8. März 2013
"Warm Bodies"
Story: Nach einem Virusausbruch werden immer mehr Infizierte zu Zombies und dezimieren die Anzahl der restlichen Menschen immer mehr. R ist einer von ihnen und trifft zufällig auf Julie, die er zu seiner und ihrer Überraschung nicht anfällt und als sich die beiden immer mehr annähern, entdecken sie eine Möglichkeit, die Zombies zurück in die Menschen zu verwandeln...
Ich weiß, was ihr alle sagen wollt: Billige Drecks"-Twilight"-Nachahme, nur mit Zombies ! Weil die eh dank "The Walking Dead" ziehen ! Ja, das alles dachte ich auch und hatte fast schon reale Angst, mein "Twilight"-Trauma wieder zu erwecken, aber (und das ist das Wichtigste) dieser Film ist...GUT.
Daher mein Rat an jeden potenziellen Zuschauer: Vergesst "Twilight" und all die damit verbundenen kotzfördernden Filme und Serien, die in ihrer Entwicklung nicht flacher sein könnten. Hier gibt es eine wirklich gut konstruierte Liebesgeschichte zwischen zwei ungleichen Individuen, die sich nicht nur wegen Äußerlichkeiten, sondern tatsächlich wegen ihrer Persönlichkeit lieben ! Und heute ist nicht mal 1. April !
Wenn das alles wäre...der Film bietet zudem als Buchadaption (in der Hinsicht kann ich den Film leider nicht beurteilen) eine halbwegs frische Sicht auf das Verhältnis zwischen Menschen und Zombies bezüglich sozialem Verhalten - dadurch hat der Streifen auch seine Momente der Satire und Komik, wenn bsw. Zombies genauso miteinander schwatzen wie die Menschen oder wenn R im inneren Monolog (daran muss man sich gewöhnen) überlegt, ob eine zombielose Welt wirklich so gut wäre.
Fazit: Eine Teenie-Romanze zwischen einem Menschen und unnatürlicher Gestalt mit Witz, Herz und Hirn ? Ernsthaft, diesem Film kann man eine Chance geben.
Ich weiß, was ihr alle sagen wollt: Billige Drecks"-Twilight"-Nachahme, nur mit Zombies ! Weil die eh dank "The Walking Dead" ziehen ! Ja, das alles dachte ich auch und hatte fast schon reale Angst, mein "Twilight"-Trauma wieder zu erwecken, aber (und das ist das Wichtigste) dieser Film ist...GUT.
Daher mein Rat an jeden potenziellen Zuschauer: Vergesst "Twilight" und all die damit verbundenen kotzfördernden Filme und Serien, die in ihrer Entwicklung nicht flacher sein könnten. Hier gibt es eine wirklich gut konstruierte Liebesgeschichte zwischen zwei ungleichen Individuen, die sich nicht nur wegen Äußerlichkeiten, sondern tatsächlich wegen ihrer Persönlichkeit lieben ! Und heute ist nicht mal 1. April !
Wenn das alles wäre...der Film bietet zudem als Buchadaption (in der Hinsicht kann ich den Film leider nicht beurteilen) eine halbwegs frische Sicht auf das Verhältnis zwischen Menschen und Zombies bezüglich sozialem Verhalten - dadurch hat der Streifen auch seine Momente der Satire und Komik, wenn bsw. Zombies genauso miteinander schwatzen wie die Menschen oder wenn R im inneren Monolog (daran muss man sich gewöhnen) überlegt, ob eine zombielose Welt wirklich so gut wäre.
Fazit: Eine Teenie-Romanze zwischen einem Menschen und unnatürlicher Gestalt mit Witz, Herz und Hirn ? Ernsthaft, diesem Film kann man eine Chance geben.
Dienstag, 5. März 2013
"Kokowääh 2"
Story: Nach dem fast schon diabetischem Happy End des Vorgängers, zieht Katharina vorerst aus, damit Henry mehr Verantwortung für Magdalena und das Baby übernimmt. Währenddessen zieht Tristan aufgrund eigener Probleme bei Henry ein und das Karussell des Lebens dreht sich...
OK, das mit dem Karussell war jetzt natürlich mein Zusatz, aber mal ernsthaft: Wer ein Mal einen Schweiger-Film gesehen hat, hat sie alle gesehen. Der etwas komische, aber liebenswürdige und attraktive Trottel; die toll aussehenden Frauen, die diesem Trottel trotz all seiner Fehler nicht widerstehen können; die frechen, hippen und "kindischsten" Kinder; all diese merkwürdigen Alltagssituationen, die leicht zusammenstürzende Idylle und die ebenso zum Kotzen einfache Lösung aller Probleme. Es ist alles so...berechnet, von der Charakterzeichnung über die Plotentwicklung bis zur Kameraeinstellung. Aber hey, all der wohl zusammengerechnete Kitsch findet Millionen von Zuschauern, von daher: Das Konzept gibt ihm recht.
Ich persönlich sehe teilweise auch dank Schweigers Filmen eine gewisse Stagnation des deutschen Films: Die einfachste Geschichte, scheinbar aufgewürzt durch "komische" oder "peinlich berührende" Alltagssituationen mit den einfachsten Charakteren - im Prinzip ein Film, wie er auf Sat1 am Samstagabend oder als die 345343569038345291-te DVD-Romanze rauskommen könnte. Habt ihr bereits den Vorgänger oder einen anderen Schweiger-Film gesehen, dann wisst ihr, was ihr erwartet und gleichzeitig bekommt. Aber das "mysteriöse" Geheimnis um Schweigers Erfolg lüften wir irgendwann später.
Fazit: Deutscher Film nach "0815"-Art; ohne Risiken, ohne Glanz, ohne Höhepunkte. Nur was für Fans des ersten Teils.
OK, das mit dem Karussell war jetzt natürlich mein Zusatz, aber mal ernsthaft: Wer ein Mal einen Schweiger-Film gesehen hat, hat sie alle gesehen. Der etwas komische, aber liebenswürdige und attraktive Trottel; die toll aussehenden Frauen, die diesem Trottel trotz all seiner Fehler nicht widerstehen können; die frechen, hippen und "kindischsten" Kinder; all diese merkwürdigen Alltagssituationen, die leicht zusammenstürzende Idylle und die ebenso zum Kotzen einfache Lösung aller Probleme. Es ist alles so...berechnet, von der Charakterzeichnung über die Plotentwicklung bis zur Kameraeinstellung. Aber hey, all der wohl zusammengerechnete Kitsch findet Millionen von Zuschauern, von daher: Das Konzept gibt ihm recht.
Ich persönlich sehe teilweise auch dank Schweigers Filmen eine gewisse Stagnation des deutschen Films: Die einfachste Geschichte, scheinbar aufgewürzt durch "komische" oder "peinlich berührende" Alltagssituationen mit den einfachsten Charakteren - im Prinzip ein Film, wie er auf Sat1 am Samstagabend oder als die 345343569038345291-te DVD-Romanze rauskommen könnte. Habt ihr bereits den Vorgänger oder einen anderen Schweiger-Film gesehen, dann wisst ihr, was ihr erwartet und gleichzeitig bekommt. Aber das "mysteriöse" Geheimnis um Schweigers Erfolg lüften wir irgendwann später.
Fazit: Deutscher Film nach "0815"-Art; ohne Risiken, ohne Glanz, ohne Höhepunkte. Nur was für Fans des ersten Teils.
Sonntag, 3. März 2013
"Ghost Movie"
Story: Bei Malcolm zieht seine Freundin Kisha ein, aber es dauert nicht lange, bis sie eine seltsame Präsenz im Haus spüren...
Wie macht man sich über Filme lustig, die in ihren verzweifelten Versuchen, gruselig zu sein, von selbst witzig sind ? Man nehme einfach den simpelsten Humor und stopfe damit den Film voll: Viele Furz-, Rassen- und Sex-Witze, hinzu noch "Anspielungen" an die Originale mit "komischen" Wendungen. Stumpfer Humor, auf den man entweder von vornerein steht oder den man sich erst einmal gehörig ersaufen muss. Mehr hat der Streifen auch nicht zu bieten. Keine neuartigen Gags, kein Kommentar zu den Originalen (außer vielleicht, dass diese witziger sind), nichts Inspirierendes oder Herausragendes. Wahrlich ein Filmfurz.
Fazit: Zu viel Geld, Alkohol, Freunde oder alles zusammen ? Nehmt am besten noch irgendeine andere Droge, dann wird der Film eindeutig aufgewertet. Oder ihr habt von vornerein keinerlei Erwartungen und mögt stumpfsinnigen und hirnlosen Humor à la "Family Guy" und Konsorten, dann könnt ihr vielleicht sogar was damit anfangen.
Wie macht man sich über Filme lustig, die in ihren verzweifelten Versuchen, gruselig zu sein, von selbst witzig sind ? Man nehme einfach den simpelsten Humor und stopfe damit den Film voll: Viele Furz-, Rassen- und Sex-Witze, hinzu noch "Anspielungen" an die Originale mit "komischen" Wendungen. Stumpfer Humor, auf den man entweder von vornerein steht oder den man sich erst einmal gehörig ersaufen muss. Mehr hat der Streifen auch nicht zu bieten. Keine neuartigen Gags, kein Kommentar zu den Originalen (außer vielleicht, dass diese witziger sind), nichts Inspirierendes oder Herausragendes. Wahrlich ein Filmfurz.
Fazit: Zu viel Geld, Alkohol, Freunde oder alles zusammen ? Nehmt am besten noch irgendeine andere Droge, dann wird der Film eindeutig aufgewertet. Oder ihr habt von vornerein keinerlei Erwartungen und mögt stumpfsinnigen und hirnlosen Humor à la "Family Guy" und Konsorten, dann könnt ihr vielleicht sogar was damit anfangen.
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