Freitag, 8. Februar 2013

Pixar-Monat: "Die Monster AG" (2001)

Story: Sulley und Mike sind zwei Monster, die für die "Monster AG" arbeiten, eine Firma, die ganz Monstropolis mit Energie aus Kinderschreien versorgt. Und obwohl es ihr Job ist, Kinder zu erschrecken, haben sie wie der Rest der Monster größte Angst vor menschlichem Kontakt, denn dieser soll angeblich unheilbar krank machen - Pech, dass kurz vor dem firminternen Rekord sich ein kleines Mädchen in die Monsterwelt einschleichen kann...

Nach einem weiteren "Homerun" mit "Toy Story 2" kommt Pixar nun mit einer weiteren Umsetzung der "Monster in meinem Schrank"-Idee und erfindet ein paar neue Charaktere für diese neue Welt. Sulley und Mike haben durchaus Chemie als Freunde, aber als beste Freunde...ich weiß nicht, persönlich konnte ich das nicht so wirklich erfassen. Die Bösewichte sind, wie der Rest der Monsterwelt, durchweg kreativ gestaltet, der Plan ist auch recht diabolisch, aber sie selbst sind nicht wirklich erinnerungswürdig und ja, irgendwo weiß man schon sofort, wer sie sein werden und das von Anfang an.

Die Animation ist Pixar-typisch auf einem hohen Niveau - bei Sully kann man beispielsweise noch heute jedes einzelne Haar erkennen. Der Humor - solala für mich, meiner Meinung nach hätte man durchaus mehr aus dem Konzept machen können, aber was der Film humormäßig nicht so richtig hinbekommt, das schafft er auf der Drama-Ebene, wo man langsam die sich entwickelnde Beziehung zwischen Sully und dem Mädchen beobachten kann und dies eines der Gründe ist, weswegen ich mich nicht auf das in diesem Jahr kommende Prequel freue - lieber hätte ich da die Weiterentwicklung gesehen.

Fazit: Einer von Pixars besten ? Definitiv nein, aber nichtsdestotrotz ein guter Film für Groß und Klein, der hätte besser sein können und es leider nicht war.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Pixar-Monat: "Toy Story 2" (1999)

Story: Um den Verkauf eines Spielzeugs zu verhindern, versucht Woody, dieses zu retten. Dabei gerät er allerdings widerwillig in die Hände eines besessenen Sammlers, der ihn im Ensemble mit anderen Figuren des gleichen Sortiments an ein Museum verkaufen will und so müssen sich Woodys Freunde gemeinsam an eine spektakuläre Rückholaktion wagen, bevor Andy aus dem Ferienlager zurückkommt...

Nach den eher verhaltenen Reaktionen zu "Das große Krabbeln" kehrte Pixar zurück zu ihrem Debütfilm, um dessen Fortsetzung zu entwickeln. Normalerweise ist es eine fast schon gegebene Regel, dass Fortsetzungen nicht so gut ausfallen wie die Erstlinge (und im schlimmsten Fall komplett versagen) - bei einem Meilenstein wie "Toy Story" bestand also von vornerein ein Problem, das hohe Niveau auch nur anzukratzen; keiner würde etwas auf dem gleichen Level oder sogar was Besseres erwarten (immerhin reden wir hier von einem damals noch jungem Studio, das trotz eines absoluten Volltreffers noch nicht genügend Filme aufzuweisen hatte, um rasch Kritik abweisen zu können). Wer hätte das gedacht: Die Fortsetzung ist nicht nur so einfallsreich, herzerwärmend und rührend wie das Original, aber es ist möglich, dass es sogar besser ist.

Im Vordergrund steht natürlich die Woody-Geschichte und die damit verbundenen Fragen: Da Woody ein seltenes Sammlerstück ist, kann er entweder eines Tages überflüssig für Andy werden oder unsterblich in einem Museum, wo sich Kinder eine deutlich längere Zeit an ihm erfreuen könnten. Solche Dilemmas machen den Pixar-Zauber aus: Man hat ein Spielzeug, das lebenswichtige Entscheidungen treffen muss und es ist nicht nur witzig, interessant und sehr gut geschrieben, sondern auch relativ nachdenklich, denn sowas sind Entscheidungen, die ein jeder für sich treffen muss: Was ist besser für einen selbst ? Was ist besser für die Anderen ? Was davon ist richtig und was falsch, gibt es einen Mittelweg ? Das sind Konflikte, die großartige Filme ausmachen.

Hinzu kommen auch sicherlich die Geschichten der anderen Sammlerstücke und anderer neuer Charaktere hinzu; die vom Cowgirl Jessie gehört sicherlich zu den emotionalen Höhepunkten im ganzen Film. Ein weiterer großartiger Aspekt dieses Films ist, dass auch wenn einem das Handeln gewisser Charaktere als "böse" erscheinen mag, so sind es im Endeffekt nur Meinungen, die fälschlicherweise von diesen gegenüber anderen erwungen werden, was sich erneut perfekt auf das reale Leben übertragen lässt. Unnötig zu erwähnen ist das gewohnt hohe Level an Animationsqualität, das sich natürlich gesteigert hat, das clever geschriebene Drehbuch, zahlreiche Anspielungen, die passend platziert sind und hey - diesmal hat sogar ein echtes Spielzeug einer großen Marke eine Rolle im Film (echt überraschend, denn diese Marke versucht normalerweise immer, Selbstparodie zu vermeiden).

Fazit: Ich kann diesen Film einfach jedem empfehlen, der ihn noch nicht gesehen hat und wer ihn gesehen hat: Seht ihn nochmal ! Eine der Fortsetzungen, die nicht nur so genial wie der erste Teil sind, sondern diesen auch noch übertreffen und das mit purer Cleverness und Emotion.

Montag, 4. Februar 2013

Pixar-Monat: "Das große Krabbeln" (1998)

Story: Flik ist der Erfinder in seiner Ameisenkolonie, in der er seinen Platz einfach nicht zu finden scheint. Diese muss jedes Jahr eine kolossale Menge an Futter an Grashüpfer abgeben, die sie aufgrund ihrer Größe terrorisieren können. Flik lässt das natürlich nicht lange auf sich sitzen...

Nach dem überraschendem Erfolg von "Toy Story" erscheint "Das große Krabbeln" wie ein Schritt rückwärts in Pixars Entwicklung. Dabei ist die Entstehungsgeschichte des Films um einiges interessanter als der Film selbst: Nachdem der frühere Disney-Darling Jeffrey Katzenberg (wohl DER Hauptverantwortliche für die Disney-Renaissance) vom damaligen Disney-Chef Michael Eisner rausgeworfen wurde, gründete er mit Spielberg und Geffen "Dreamworks SKG" als direkte Konkurrenz zu Disneys Animationssparte, die ja nicht vor langer Zeit durch Pixar bereichert wurde (ebenfalls ein Verdienst von Katzenberg). Warum ich das erzähle ? Eben weil Dreamworks Debüt und Pixars Nachfolger zu "Toy Story" zufällig um die gleiche Idee enstehen sollten - so kam es 1988 kurioserweise zu 2 familienfreundlichen Animationsfilmen rund um Ameisen, einmal "Antz" von Dreamworks und "Das große Krabbeln" von Pixar.

Die Animation hier ist bunt und es erzählt eine eigentlich gute Moral von Zusammenhalt und Anti-Mobbing, aber all das entschuldigt nicht den blassen Protagonisten, sowie einer generellen Ausrichtung auf jüngere Zuschauer. Nicht, dass das schlecht wäre, aber meiner Meinung nach ist hier "Antz" besser, da es Erwachsene und Kinder ansprechen kann, sowie auch mehr herausstechen kann durch Stil und Humor. "Das große Krabbeln" dagegen ist nur "nett" - keine schlechte Sache, aber im Endeffekt nichts Besonderes, auch wenn Pixar unglaublichen Aufwand deswegen betrieben hat.

Fazit: Ein guter Film, wenn eigenständig, aber als Nachfolger zu "Toy Story" kann es nicht wirklich überzeugen und wirkt wie Durchschnitt.

Sonntag, 3. Februar 2013

"Broken City"

Story: Der New York-Bürgermeister Nicholas Hostetler verdächtigt seine Frau Cathleen des Ehebruchs und heuert den Ex-Polizeidetektiv Billy Taggart an, um die Wahrheit aufzudecken, bei der es im Nachhinein um einiges mehr geht als gedacht...

Der gesamte Film versucht sich (mal wieder) an der Geschichte eines korrupten Cops, der am Ende alle Probleme löst und Mark Wahlberg kann diesen nur kaum spielen - auch die restliche Besetzung mit Russell Crowe und Catherine Zeta-Jones enttäuscht auf ganzer Linie. Dies mag nicht unbedingt an der Darstellung liegen, sondern viel eher an der schwach und verwirrt geschriebenen Geschichte, wo es am Ende absolut egal ist, was wieso passiert.

Im Endeffekt gibt es eine Reihe von Details von Charakteren und Story, die nicht wirklich omnipräsent für den gesamten Film sind und mal relevant, mal irrelevant sind. Solche Sachen machen den Film dann schließlich zu einem großen Durcheinander, das man hinterher schnell vergisst.

Fazit: Es ist keine Schande, diesen Film links liegen zu lassen, trotz großer Namen; es gibt weitaus bessere Filme dieser Art.

Samstag, 2. Februar 2013

Pixar-Monat: "Toy Story" (1995)

Story: Der Spielzeug-Cowboy Woody ist der Liebling von Andy und führt die anderen Spielzeuge (die alle in Abwesenheit von Menschen sprechen können) solide an; dies ändert sich, als Andy an seinem Geburtstag das neueste Spielzeug bekommt, einen Astronauten namens Buzz Lightyear...

Wie schon angekündigt, steht der Februar im Zeichen von Pixar und man startet nicht nur mit Pixars ersten "richtigen" Film, sondern auch noch gleichzeitig mit dem ersten komplett computer-animierten Film, der in die Kinos kam. Dafür, dass Computer-Effekte davor meistens für Action verwendet wurden, ist dieser Film eher "Action-frei" und der Fokus liegt eindeutig auf den Charakteren und ihrer Entwicklung gegenüber. Der Humor des Films entsteht vordergründig aus dem Wettbewerb zwischen Woody und Buzz, welcher auf eine clevere Weise auch das Ablösen von Cowboys durch Astronauten als Trend darstellt.

Nicht zu vergessen sind viele kleine Details verschiedener Spielzeuge wie dem Hund Slinky, der sich entlang strecken lässt, nur um ein Beispiel zu nennen. Außerdem ist die Animation auch nach 13 Jahren noch relativ gut, insbesondere bezüglich der Spielzeuge, die aufgrund der früheren Effekte schön plastisch aussehen (was sie ja auch sind)...die Menschen und der echte Hund sehen dagegen etwas komisch aus, aber das ist nur Nebensache. Im Endeffekt hat Pixar ein Ensemble von Charakteren geschaffen, wie man sie teilweise auch selber als Kind hätte sehen können - als Spielkameraden, die untereinander auskommen mussten. Der Film ist zudem voll von gewissen Momenten, die Plastik unerwarteterweise mehr Tiefe geben als den Menschen (diese stehen auch nicht im Vordergrund, von daher ist das nur eine Nebensache und Andy ist auch nur ein Kind und benimmt sich dementsprechend).

Fazit: Für mich persönlich ein moderner Klassiker mit Hirn und Herz und ein Meilenstein in der Filmgeschichte.

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