Montag, 23. April 2018

Serien-Kritik: "EUReKA" (Staffel 1)

Story: US-Marshal Jack Carter ist gerade dabei im Begriff, seine ausgerissene Tochter Zoe zurück zu ihrer Mutter zu bringen, als beide in der mysteriösen Stadt Eureka stranden. Diese erweist sich auf den zweiten Blick schräger als zuerst angenommen...


Lieblings-Charakter: Ganz klar Carter, denn unter all den sonderbaren Charakteren der Stadt ist er der mit Abstand "normalste" und zugänglichste. Nicht umsonst ist er der Protagonist.

Ungeliebter Charakter: /

Lieblings-Episode: Episode 13 "Einmal im Leben". Sicher, das Konzept der Episode ist an sich nichts neues, sicher. Aber nach all den Entwicklungen und Interaktionen zwischen den Charakteren findet sich ein rührendes und bewegendes Staffelfinale.

Meine Meinung zur Serie: Meine Freundin hat mich mal wieder auf eine kleine Perle aufmerksam gemacht, die ohne sie an mir vorbeigegangen wäre. Sicher hab ich Werbungen dazu vor einer halben Ewigkeit auf Pro7 gesehen, aber mir ansonsten nix dabei gedacht und die Serie schnell vergessen. Nachdem ich nun vollständig eintauchen konnte, kann ich nur eins sagen: Es ist ein richtiger Geheimtipp und wie bereits erwähnt, eine kleine Perle. Sicherlich ist die Struktur der einzelnen Episoden sich meist recht ähnlich und es ist nicht alles komplett rund - doch die Idee, eine Stadt voller Genies fehlerhaft und somit menschlich abzubilden und das unter der Aufsicht eines wenn nicht intelligenten, sondern cleveren Menschen wirkt recht erfrischend und entwickelt dank gut geschriebener Charaktere, einiger interessanter Handlungs- und Spannungsbögen, Chemie zwischen den Schauspielern, mehreren gelungenen Gags und gut geschriebenem Drama einen eigenartig wohligen und heimischen Charme...teilweise so stark, sodass man nicht so leicht davon wegkommt. Mir ist absolut unerklärlich, warum diese Serie nicht so populär wurde wie sie es wurde und warum nicht dies als Beispiel für "Genies in Serien" dient und nicht so etwas wie "The Big Bang Theory". Ich würde zumindest den Blick auf die erste Staffel empfehlen, da alleine das Konzept es wert ist, in diese seltsame Stadt einzutauchen.

Freitag, 23. März 2018

"Tomb Raider" (2018)

Story: Die junge Lara will partout nicht das Erbe ihres Vaters antreten, aber als sie durch einen Unfall dazu mehr oder weniger gedrängt wurde, offenbart sich ihr ein Geheimnis, das sie unbedingt lüften will...

2001 und 2003 gab es bereits zwei "Tomb Raider"-Filme mit Angelina Jolie in der Hauptrolle und diese waren...keine herausragende Meisterwerke der Filmkunst, aber auf ihre trashig-spaßige Art doch irgendwie unterhaltsam. Dieser Film möchte sich an dem Spiele-Reboot der Reihe von 2013 orientieren - und schafft dies mit Bravour. Stilistisch ist die Adaption kaum vom Spiel zu unterscheiden und es werden so viele Verweise und Szenen hergezogen, sodass man das Spiel an sich gar nicht zu spielen braucht, um dessen Handlung zu erleben. Abseits davon repräsentiert Alicia Vikander die "neue" junge Lara perfekt - sie hat keinerlei Persönlichkeit und ist eine ordentliche Actionheldin. Sie ist geerdet und wirkt halbwegs realistisch, bleibt dafür aber auch nicht länger im Kopf hängen.

Fazit: Es ist ein vermutlich besserer und kompetenter gestalteter Film, der dafür kaum mehr ist als eine Kopie des Spiels (ohne die Tasteneingaben) und ohne den Geschmack und Persönlichkeit der Jolie-Filme. Aber ist das Kopieren wirklich der Schlüssel zur besten Videospiel-Adaption ?

Sonntag, 11. März 2018

"Operation: 12 Strong"

Story: Unmittelbar nach den Anschlägen am 11. September 2001 sendete die US-Regierung 12 Männer nach Afghanistan, um gegen die Taliban und Al-Qaida vorzugehen...

Basierend auf einer von mir nicht gelesenen Biografie ist dies ein nüchtern betrachtet solider Kriegsfilm, der nichts besonderes macht. Wirklich gar nichts. Die Action ist OK, charakterlich oder handlungstechnisch darf man hier keinerlei Tiefgang erwarten; wenn man einen Kriegsfilm gesehen hat, dann sieht man hier nichts neues. Chris Hemsworth ist hier der Einzige, der auch nur halbwegs raussticht...je nachdem wie man das definiert; zumindest wirkt er hier nicht einfach wie Thor und das ist ja auch so ziemlich das einzig Erwähnenswerte an seinem Schauspiel.

Fazit: Wer dringend einen Kriegsfilm sehen will...bitte sehr.

Samstag, 10. März 2018

"Criminal Squad"

Story: Eine Bande gegen eine moralisch graue Polizei-Eliteeinheit und es geht um nicht weniger als ca. 500-800 Milliarden Dollar der Federal Reserve Bank. Wer wird das Nachsehen haben ?

Eins vorweg: Wer (inklusive mir) schon dachte, dass "The Dark Knight" sich gut bei "Heat" bedient hatte, der hat noch gar nichts gesehen. "Criminal Squad" meistert die zweifelhafte Kunst, "Heat" nahezu komplett oder vielleicht sogar vollständig zu kopieren, aber da ich "Heat" schon seit einer Weile nicht mehr gesehen habe, kann ich diese Aussage nicht zu 100% bestätigen. Deswegen bin ich mir einer individuellen Kritik zu diesem Film nicht wirklich sicher, da er wie ein buchstäbliches Remake wirkt, nur eben mit anderen Charakteren.

Was ich auf jeden Fall erwähnen kann, dann dass Gerard Butler einen guten Job macht als der wohl kompromissloseste Cop seit langem und einige Actionszenen sind wahnsinnig toll/spaßig/unterhaltsam gestaltet. Lediglich die etwas zu lange Laufzeit mit fast zweieinhalb Stunden und das verkorkste Ende hätte man sich sparen können - abseits davon ist dies das "Heat" für die Leute, die "Heat" noch nicht gesehen haben und es auch nicht wollen !

Fazit: Man könnte fast schon sagen, dass es "kriminell" ist, so dreist einen Film zu kopieren. In diesem Fall ist es zumindest eine grundsolide Kopie geworden, die durchaus einen Nachmittag wert ist.

Dienstag, 6. März 2018

Serien-Kritik: "Dark" (Staffel 1)

Story: Winden, 2019. Eine scheinbar ruhige und abgeschiedene Kleinstadt ist durchsetzt von Geheimnissen und seltsamen Ereignissen, die alle irgendwie zeitlich miteinander zusammenzuhängen scheinen...

Lieblings-Charakter: Charlotte Doppler, eine der Polizisten Windens. Einfach nur, weil sie von allen Charakteren am wenigsten ein Arschloch ist.

Ungeliebter Charakter: Witzigerweise Jonas Kahnwald, der inoffizielle Protagonist. Er ist einfach so blass und nichtssagend, sodass einem absolut egal ist, was mit ihm passiert; da schau ich lieber charismatischen Arschlöchern zu.

Lieblings-Episode: /

Meine Meinung zur Serie: Groß angekündigt als die erste deutsche Netflix-Produktion machte "Dark" auf sich vor allem durch absolut vage und nichtssagende Teaser aufmerksam. Und...die Serie ist weitesgehend nichtssagend geblieben, aber mir fehlt da auch vielleicht der Intellekt, um den tieferen Sinn zu begreifen. Positiv hervorheben möchte ich vor allem eine unorthodoxe Herangehensweise an das Thema "Zeitreisen", sowie eine mehr als einfach nur bedrückende Atmosphäre - man kann absolut nachvollziehen, warum ein normaler Mensch niemals lange in Winden bleiben wollen würde. Ansonsten liebt die Serie die totale Trostlosigkeit gepaart mit Waldaufnahmen und bedrohlicher Musik; so sehr, dass man meinen könnte, die Macher trauen den Zuschauern nicht allzu viel zu. Negativ möchte ich die Handlung hervorheben, sowie einige der Charakterzeichnungen...ja, es ist ja alles ganz nett mit der vielschichtigen und komplizierten Erzählung, aber im Endeffekt kommt dabei in meinen Augen einfach nichts Substanzielles raus. Zudem sind die meisten Charaktere nicht wirklich welche, sondern Abziehbilder von Menschen, die man auch so im echten Leben wahrnehmen könnte - dies kann man aber auch als positiv ansehen, nur dass hier diese Menschen in keinster Weise wirklich besonders oder interessant sind. Man schaut die Serie also eher um zu sehen, was demnächst passiert, warum alles so ist wie es ist und was der eigentliche Sinn überhaupt ist. Im Endeffekt wurde die meiner Meinung nach wichtigste und interessanteste Frage überhaupt nicht geklärt und man bleibt mit einem bitteren Geschmack zurück.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie jemand diese Serie mehrere Folgen am Stück gucken könnte und nur die Leute hier hängen bleiben, die aufgrund der Atmosphäre angefixt wurden.
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