Montag, 31. Oktober 2016

"Harry Potter"-Special: "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" (2011)

Story: Das Trio ist ebenso kurz vor der Vernichtung der letzten wenigen Horkruxe wie Voldemort vor dem Erlangen der meistmöglichen Macht. Das direkte und letzte Duell zwischen Harry Potter und seinem Erzfeind scheint unausweichlich...

All der Aufbau aus dem letzten Film entlädt sich in ein intensives, packendes und auch emotional bewegendes Finale, das auch nach 5 Jahren nichts an seiner Epik eingebüßt hat - und genau da liegt der Vorteil des vorher aufbauenden Films ohne den das viel schwieriger zu bewerkstelligen wäre. Sicher, nicht alle Details aus dem Buch wurden in diesen letzten zwei Filmen besonders gut dargestellt/erklärt, aber das Wichtigste wirkt immer noch wuchtig und hat den Effekt, den es braucht. Die Schauspieler geben alle zum Schluss noch mal ihr Bestes und hier haben zahlreiche vorher entweder unterschätzte oder nicht so oft in den Fokus rückende Nebencharaktere ihre Höhepunkte. Abseits der sehr guten Inszenierung - ja, das Finale (entspricht zwar dem Buch, aber) kommt was kitschig rüber, aber in gewisser Weise ist es ein bittersüßes Verabschieden von dieser magischen Welt und den zahlreichen bunten Charakteren, die wir während all der Jahre kennenlernen durften.

Fazit: Zufriedenstellendes Finale, das mich immer dran erinnern wird, wie alt ich doch geworden bin.

Sonntag, 30. Oktober 2016

"Deepwater Horizon"

Story: Dieser Film erzählt die Geschehnisse rund um eine der größten Umweltkatastrophen überhaupt und vor allem die Menschen, die bei der Explosion der Bohrinsel hautnah dabei waren.

Absolut unüberraschend ist der Film technisch einwandfrei und schafft es problemlos, einen während der Katastrophe in Beschlag zu nehmen...so sehr, dass man nachher erstmal eine Verschnaufpause braucht so intensiv wie es wird. Ebenso erwartet meistert Mark Wahlberg als der Protagonist seine Rolle gekonnt souverän und ebenso erwartet gibt es keine wirklich große Botschaft für größeres Umweltbewusstsein oder Ähnliches. Es ist aber wirklich das packende Entfesseln der Katastrophe, was ich in der Intensität einfach nicht erwartet habe und das hebt den Film von "gut" auf "sehenswert".

Fazit: Toller Film, der vor allem in seiner Inszenierung punktet.

"Girl On The Train"

Story: Die Alkoholikerin Rachel lebt praktisch vom Dasein im Zug und dem Fantasieren über die Schicksale anderer Menschen. Eines Tages wird sie jedoch Teil eines Kriminalfalls und muss selbst rausfinden, wie sie da rein geraten ist...

Emily Blunt ist passabel...und mehr gibt der Streifen nicht her. Das Drehbuch ist einfach so unglaublich unspannend, dröge (der Film braucht einfach viel zu lange, um ins Rollen zu kommen; selbst für einen Thriller wäre das zu lang) und selbst die Wendung lockt einen nicht hinter dem Ofen hervor. Die Dialoge sind auch nur zu selten gut und leider viel zu oft absoluter Absturz und das ist bei all der Besetzung mehr als schade. Ich habe die Vorlage nicht gelesen, aber es fühlt sich einfach so an, als ob hier zahlreich Potenzial verschenkt wurde.

Fazit: Ein weiterer Fall, in dem das Drehbuch dem fertigen Produkt das Genick bricht.

Samstag, 29. Oktober 2016

"Harry Potter"-Special: "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" (2010)

Story: Harry, Ron und Hermine wandern nahezu ziellos umher, um noch die letzten Horkruxe von Voldemort zu zerstören, während dieser seine Armee immer weiter aufbaut und diese auf die Zauber- und Muggelwelt loslässt...

Dieser Teil wurde witzigerweise nicht mit besonders viel Liebe/Achtung seitens der Zuschauer in den letzten Jahren, weil "dort nix passiert". In gewisser Weise ja, hier basiert das Meiste auf dem Gefühl eines "road movie" (dreist Daniel Radcliffe hier zitiert) - Zeug passiert, aber dass man das Trio mal für sich sehen kann, finde ich eigentlich sehr gut, es sorgt für einige tolle Charaktermomente und man spürt die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellern merklich. Als ich in früheren Kritiken diese Chemie und die Entwicklung der Schauspieler ansprach - spätestens in diesem Film kommt das so richtig zur Geltung. Dem Streifen hilft auch, dass man wieder mehr Hintergründe nicht nur von spezifisch "dieser Geschichte", sondern der Zauberwelt allgemein (und der Mythos rund um die Heiligtümer des Todes ist einfach wunderschön animiert, ein richtiger Kurzfilm wäre nur allzu super gewesen).

Fazit: Als Aufbau zum großen Finale so gut wie es hätte sein können und all die Atmosphäre mitsamt der Charakterwandlungen macht einen unheimlich heiß auf den zweiten Teil.

"Inferno"

Story: Um einen menschenauslöschenden Virus aufzuhalten, muss der Kryptologe Robert Langdon "Dantes Inferno" entschlüsseln...

Ich persönlich hab nur den allerersten Dan Brown-Roman aus der Quadrologie gelesen, weswegen ich nicht allzu versiert bin in diesem Universum. Egal ob versiert oder nicht, dieser Film ist pure Langeweile, inspiriert von Bourne-Filmen und "Das Vermächtnis der Tempelritter", aber kann nie deren Energie erreichen. Tom Hanks ist zwar ein fantastischer Schauspieler und er versucht etwas aus dem Material rauszuholen, aber seiner Umgebung ist dies leider zumindest egal, weswegen er den Film allein auf seinen Schultern tragen muss.

Fazit: Ein Wunder, wenn ich mich noch Ende des Jahres an diesen vergesslichen Müll erinnern kann.
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