Freitag, 31. Oktober 2014

"Alien" (1979)

Story: Es ist das Jahr 2122 und das Raumschiff Nostromo fängt auf seinem Rückweg zur Erde ein angebliches Notsignal ab und muss laut Protokoll diesem nachgehen. Die Crew ahnt noch nicht, auf was sie dabei treffen...

Zum ungefähren 35-jährigem Jubiläum dieses Meisterwerks und weil es einer meiner Lieblings-Horrorfilme ist, wollte ich diesen Streifen mal kurz besprechen, bzw. klar machen, warum er mir so gefällt und wieso ich ihn als "Horrorfilm" einstufe; das letztere ist leichter zu beantworten, weswegen ich auch damit anfange.

Die Idee, eine Gruppe von Leuten in einen relativ geschlossenen Raum zu packen und dann das Unheil auf sie loszulassen, ist eine der am meisten benutzten für einen Horrorfilm, wenn nicht gar die Basis für die meisten exzellenten Exemplare des Genres. Eine Gruppe von Durchschnittsleuten Ende 20 auf einer Raumstation im All, ohne jegliche andere Stationen auch nur annähernd vorhanden und ein über zwei Meter großes, unvorhersehbares, übermächtiges, intelligentes und blutdurstiges Alien auf der Jagd nach Frischfleisch - das alleine ist mehr als überzeugend als ein gutes Konzept für einen Horrorfilm, vor allem für damalige Zeiten, als es sich noch recht frisch und unverbraucht anhört. Das Geniale ist aber, dass es über einen simplen Slasher hinausgeht und auch noch psychologischen Horror präsentiert, denn einer der Mitglieder der Crew ist nicht wie die anderen und als die Wahrheit rauskommt, bekommt die Anwesenheit des Aliens eine ganz neue Dimension.

Außerdem ist da natürlich noch die Sci-Fi-Hälfte des Films, wenn man als Zuschauer die fantastischen Set-Designs und die langsame Atmosphäre insgesamt aufsaugen darf. Insofern ist "Alien" nicht wirklich Vollblut-Horrorfilm, aber um seine Schockmomente zu haben muss er das auch gar nicht sein. Es ist ein wahnsinnig interessanter Hybrid (wie von der Idee, so auch von der Umsetzung) und ich würde einfach jedem, der dieses Meisterwerk noch nicht gesehen hat raten, sich dieses anzusehen. Glaubhafte Gruppendynamik, eine wundervolle Sigourney Weaver, eines der markantesten, gruseligsten und abgefahrensten Aliens in der Popkultur, butterdicke Atmosphäre (kann man praktisch mit einem Messer schneiden), tolle praktische Effekte - all das bietet dieser 70er-Streifen.

Ich hab auch keine Ahnung warum, aber drei meiner Lieblings-Horrorfilme ("Halloween", "Der Exorzist" und "Alien") sind aus den 70ern. Ich weiß auch nicht, warum ich das so erwähnen wollte, hab scheinbar einen Flair für die alte Schule.

Fazit: Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte seine Zeit nicht mit meiner Kritik verschwenden, sondern ihn sich endlich ansehen !

Donnerstag, 30. Oktober 2014

"Ruhet in Frieden - A Walk Among the Tombstones"

Story: So um 1999 muss sich Privatdetektiv Scudder mit brutalen Drogendealern befassen, die die Frau seines Kumpels auf dem Gewissen haben...

Liam Neeson ist wie zu erwarten absolut ernst zu nehmen als ein Mann mit einer dünnen Grenze zwischen Gut und Böse und hier ist er mal Detektiv und kein typischer Action-Held wie in einigen seiner früheren Filme...und mir gefällt dieses neue Image, könnte mir ruhig mehr davon geben. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass dieser Film eine wirklich düstere Atmosphäre hat, denn hier gibt es wie in einem "noir"-Film keine Guten oder Bösen, sondern nur den grauen Mischmasch (mal eine willkomene Abwechslung). Außerdem scheut dieser Streifen nicht davor, auch mal ordentlich Sachen zu zeigen, die zwar unangenehm, aber dennoch unabdingbar für die Handlung sind.

Fazit: Liam Neeson als ein "Quasi-Punisher"/-Marv aus "Sin City" ? Hier kriegt ihr ihn.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Serien-Kritik: "The Walking Dead" Staffel 1

Story: Als Hilfssheriff Rick Grimes aus seinem Koma im Krankenhaus erwacht, hat eine bisher unbekannte Seuche Menschen in Zombies verwandelt und die restlichen Menschen kämpfen um ihr nacktes Überleben...

Lieblings-Charakter: In einer Apokalypse ist jeder irgendwie schräg oder eigensinnig oder sonst wie anders, aber Grimes ist weiterhin bodenständig und sogar menschlich. Daryl Dixon ist aber auch nicht ganz uninteressant mit seinem Temperament, Charisma und Hitzköpfigkeit.

Ungeliebter Charakter: Shane Walsh. Wenngleich er nicht der allergrößte Bastard sein mag, so ist sein Handeln nicht auf sympatische Weise abscheulich, sondern eher auf die unangenehme.

Lieblings-Episode: Episode 2 "Gefangene der Toten". Ich mag es, wenn eine Serie, bzw. ihre Charaktere Intelligenz beweisen, besonders bei Szenarien wie diesem. Es ist eine simple und doch effektive Idee, die hier für einen "Aha"-Moment sorgt.

Meine Meinung zu dieser Serie: Ich habe die Vorlage nicht gelesen und lediglich die Telltale-Versoftungen gespielt (jetzt schon nach der ersten Staffel zahlreiche Anspielungen verstanden !); der Hype ist aber natürlich nicht an mir vorbeigegangen, Zombies sind ja ein relativ heißes Thema. Jedenfalls zum Start der fünften Staffel bin ich nun auch auf den Zug aufgesprungen und muss sagen, dass das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist, denn noch sind es relativ kleine Verluste, mit denen der Zuschauer konfrontiert wird; das Konzept der Zombie-Apokalypse wird erst bei den sehr schweren Entscheidungen interessant und die Charaktere sind zwar größtenteils OK oder gut, aber noch nicht so derart interessant, sodass man unbedingt weitergucken muss. Ich bleibe trotzdem dran, vor allem weil ich sehen möchte wohin und wie weit die Macher gehen werden für ihre Idee.

Dienstag, 28. Oktober 2014

"Der Exorzist" (1973)

Story: Eine Dämonenfigur aus dem Irak wird nach Washington gebracht und daraufhin scheint etwas Übernatürliches Besitz von der 12-jährigen Regan MacNeil ergriffen zu haben...

Zugegeben, diese Woche gibt es nicht allzu viele Filme zu bereden, die Serien-Kritik muss noch etwas auf sich warten und ich habe noch nicht wirklich über einen nicht-aktuellen Horrorfilm gesprochen - was für ein netter Zufall also, dass dies nicht nur meine Meinung zum "gruseligsten Film aller Zeiten", sondern auch noch der 666e Blogbeitrag ist, insofern ist der Film genau passend.

Das erste Mal, als ich "Der Exorzist" sah, hab ich zuvor eher die unterhaltsamen Horrorfilme gesehen, wie zahlreiche Slasher; selten wirklich Horrorfilme, die auch Horror verbreiten. Es hatte eine unglaubliche Wirkung auf mich, wie es selten Horrorfilme bei mir erreichen - selbst mehrere Tage danach hatte ich diesen Film im Kopf. Nun, älter und um einige Film-Erfahrungen reicher...ist dieser Film immer noch gruselig. Aber der gruseligste ? Kommt schon relativ nah dran.

Für mich ist die Angst vor dem Unbekannten eines der besten Ängste, die man als Filmemacher emulieren sollte für einen Horrorfilme und beim Übernatürlichen kann man Gefahr machen, sich lächerlich zu machen, besonders wenn es um Folklore oder wie hier Religion geht. Einer der exorzierenden Pater zweifelt an seinem Glauben, alle logischen/rationalen Erklärungen für Regans Verhalten können ausgeschlossen werden und außerdem gibt es reichlich Vulgaritäten rund um den Teufel selbst. Dies wurde hier vor allem durch absolut (selbst für heutige Verhältnisse) fantastische Spezialeffekte, Licht, Musik, Make-Up und die Synchronisation des Dämons erreicht. Es ist vulgär, blutig, ekelhaft, unangenehm bis abstoßend und das wichtigste für einen Horrorfilm: Es erschafft ein absolutes Gefühl der Anspannung mit einer unruhigen Atmosphäre und ist an sich eine Erfahrung, die wohl bei jedem anders sein wird.

Fazit: Wer es nicht gesehen hat - spätestens jetzt zu Halloween unbedingt nachholen und für sich rausfinden, ob es der gruseligste Film für einen ist.

Montag, 27. Oktober 2014

"The Best of Me - Mein Weg zu Dir"

Story: 1984 verlieben sich Amanda und Dawson ineinander...

...und alleine das reicht schon aus, denn der Rest der Geschichte ist eigentlich recht irrelevant. Dies ist ein romantisches Melodrama, basierend auf einem weiteren Nicholas Sparks-Buch. Fans eben dieses Autors wird nichts abhalten, diesen Film zu sehen und eben diese brauchen auch gar nicht weiterzulesen. Für den Rest hab ich ansonsten recht wenige Worte zu verlieren, da diese 2,5 Stunden stellenweise wie harte Büroarbeit rüberkommen, so sehr das Hirn raucht und nicht kapieren will.

Um es mal so zu sagen: Stellt euch alle möglichen Klischees vor, die ihr in romantischen Filmen je gesehen habt und denkt noch selbst einige hinzu. Versucht zu begreifen, wie man eine typische Liebesgeschichte so stark wie möglich aufblähen kann. Visualisiert die blassesten Arten von Menschen überhaupt, blasser als die Leute, die in neuen Bilderrahmen zu sehen sind. Das ist dieser Film.

Fazit: Nur für Fans von Sparks schätze ich, allen anderen würde ich deutlich besser geschriebene und gespielte Dramas und romantischen Filmen empfehlen.

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