Mittwoch, 24. September 2014

Eine Pause und was im Oktober kommen kann

Ab morgen bin ich im kleinen Urlaub unterwegs und kann so erst wieder Montag wieder Beiträge raushauen.
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Joa.
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Zu Oktober: Hatte die letzten paar Jahre ja immer ein paar Horror-Filme kritisiert oder eigene Favoriten präsentiert. Was ich dieses Jahr bringe, weiß ich selbst noch nicht ganz, obwohl ich schon ein paar Ideen habe, wie z.b. den Asia-Horror kurz zu beleuchten oder ein paar andere Horror-Franchises vorzustellen. Mal sehen.

Man liest sich wieder am Montag.

Dienstag, 23. September 2014

"Boyhood"

Story: Wir werden Zeuge, wie der 6-jährige Mason Jr. über 12 Jahre hinweg aufwächst...

Eins vorweg: Es fällt mir kein anderes Wort als "bemerkenswert" ein, um das Konzept und das Schaffen dieses Films zu beschreiben. Die wichtigsten Charaktere wurden tatsächlich über 12 Jahre gefilmt und sind vor den Augen der Zuschauer groß geworden; soweit es mir bekannt ist, ist dies in der Geschichte des Films in der Art und Länge der Durchführung durchaus einmalig. Soll ich wie die bedrückende Mehrheit einfach einen artistischen Orgasmus beschreiben oder bin ich einfach ehrlich wie immer ? Denn für mich ist "Boyhood" schlichtweg kein guter Film - Meisterwerk auf dem technischen Level, aber an sich kein Film, den ich wegen seines Inhalts empfehlen würde. Im Prinzip wie "Avatar".

Die Dialoge sind lächerlich und oft nicht bezüglich ihrer Perioden zeitgemäß, das Drama fühlt sich oft sehr manipulativ oder konstruiert an...und ich muss noch zu den Charakteren kommen. Der Film dauert fast 3 Stunden, da ist es schon wichtig, interessante Charaktere zu haben - vielleicht bin ich ein herzloser Bastard, aber der Junge war das einfach nicht, besonders ab der Zeit, in der er zum Teenager heranwuchs. Ethan Hawke und Patricia Arquette sind etwas interessanter geschrieben, aber das ungefähre Drehbuch ist am Ende einfach zu uninspirierend, um wirklich nachhaltig erinnerungswürdige Charaktere zu erschaffen, selbst wenn sie von guten Schauspielern gespielt werden.

Das ist sehr wahrscheinlich der Punkt des Films - dass das Leben nicht voller aufregender Sachen ist oder dass es in diesem Fall besonders ab der zweiten Hälfte so arg konstruiert wirkt, sodass es selbst dieser Idee nicht gerecht wird. Um es erneut zu wiederholen: Größter Respekt meinerseits an die Macher wegen der Umsetzung dieser Idee, aber wenn der Film mich einfach nicht unterhält, werde ich nicht auf Zwang behaupten, er wäre der bisher beste dieses Jahres und ein ach so bedeutendes Meisterwerk.

Fazit: Als Idee top, als Umsetzung eher nicht so.

Montag, 22. September 2014

Serien-Kritik: "Game of Thrones" Staffel 4

Story: Die Lannisters genießen ihren Sieg in Königsmund; Daenerys Targaryen steht am Rand von Westeros und muss sich an die Rolle der Königin gewöhnen; im Norden bereitet sich die Nachtwache mit den letzten Kräften auf die Invasion der Wildlinge vor...

Lieblings-Charakter: Jaja, Tyrion und so, aber diese Staffel hatte meiner Meinung nach reichlich Entdeckungen. Da wäre einerseits Jamie Lannister, der sich hier mehr als der gute Bruder und Gentleman präsentiert, der er hätte sein müssen; außerdem noch das Duo von Brienne und Podrick - ernsthaft, die beiden brauchen dringend eine Spin-Off-Comedy-Serie.

Ungeliebter Charakter: Ich bin kein Fan vom Bluthund, ebenso wenig wie von Bran Stark und seinen Freunden...um ehrlich zu sein, hat mich ihre Geschichte am allerwenigsten interessiert und ich wollte nur noch entweder nach Königsmund oder zum Comedy-Duo.

Lieblings-Episode: Ohne Frage Episode 6 "Die Gesetze von Göttern und Menschen", dicht gefolgt vom Staffelfinale. Das ist die bereits berüchtigte Gerichtsepisode mit Tyrion als Angeklagten, seiner Schwester als Klägerin und ihrem Vater als Hauptrichter. Das Ende macht es mehr als wert, die anderen Geschichten auch noch mitzuerleben (selbst wenn ich es bevorzugt hätte, eine reine Gerichtsepisode zu haben).

Meine Meinung zu dieser Staffel: Endlich, nach mehreren Wochen und zahlreichen Spoilern ausweichend kam ich wieder zurück nach Westeros und ich muss sagen...hm. Auf der einen Seite scheinen sich die Macher gerade noch zu zügeln mit dem Übernatürlichem und immer noch ihre größte Stärke, die Konflikte zwischen den Charakteren darzustellen, auszuspielen...andererseits hab ich so das ungute Gefühl, dass man spätestens storybedingt diesem beugen muss. Alles in allem mal wieder sehr viel Drama, Thriller, Comedy und diesmal auch das ungute Gefühl, das ich bereits erwähnt habe.

Samstag, 20. September 2014

"When the Game Stands Tall"

Story: 2003, Concord (Kalifornien). Die "Spartans", das Football-Team der De La Salle High School, sind eine scheinbar unschlagbare Mannschaft und eine Wahnsinnige Siegesserie, die seit über 10 Jahren anhält...was passiert, wenn diese plötzlich abreißt und das unter unschönen Umständen ?

Ganz genau, 11 Jahre später kommt ein religiöser Film, der von dieser wahren Geschichte inspiriert ist, heraus. Dabei erschließt sich mir eins nicht: Warum diesen Film überhaupt machen, wer soll das Zielpublikum sein ? OK, Christen könnten ein mögliches Zielpublikum sein...aber ist das nicht im Kern ein Sportfilm ? Ich persönlich find es aber nicht allzu spannend, ein pures Gewinnerteam ein paar Mal verlieren zu sehen, bevor sie wieder haufenweise gewinnen - wo ist der Weg zum Ziel, den Filme wie "Rocky" und "Karate Kid" durch interessante Charaktere und eine inspirierende Geschichte brilliant aufzeigen und so demonstrieren, wie es gemacht wird ? Charaktere gibt es hier einige, aber für mich war keiner von denen wirklich interessant oder beispielsweise auch fesselnd; es sind wirklich Arschlöcher, wie sie in klassischen Sportfilmen als Gegner für die/den Protagonisten vorkommen. Warum sollte ich bezüglich einer Gruppe von Arschlöchern involviert sein, besonders wenn der Film absolut keine Geschichte zu erzählen hat, zu keinem von ihnen ?

Fazit: Durch allerlei Christliches angehaucht, versagt dieser Film als Sportfilm und als Film generell, weil er keine Geschichten erzählt und weil es keine Moral/Inspiration für den Zuschauer am Ende gibt.

Freitag, 19. September 2014

"The Identical"

Story: Ryan wurde streng religiös von seinem Pfarrer-Vater erzogen, was ihn aber nicht davon abhält, sich immer mehr zu Rock`n`Roll hingezogen zu fühlen und mit seinem Freund eine Band zu gründen. Dabei stellt er (recht spät) fest, dass er dem großen Star des Genres Drexel Hemsley zum Verwechseln ähnlich sieht...geradezu "identisch" ist...

Was...zum...Teufel. Dies ist ein Film, der irgendwie Szene für Szene auseinanderfällt und es dabei so anstellt, sodass man sich wie hypnotisiert fühlt von allen möglichen Fehlern, die man begehen kann. Alleine das Konzept macht einen schon stutzig: Ein Quasi-Elvis hat einen Doppelgänger und lebt im gleichen Universum, in dem Elvis selbst existierte ? Es gibt fast ständig exzessive Verweise auf die Bibel und den christlichen Glauben ? Tatsächlich namhafte Schauspieler wie Ray Liotta, Ashley Judd und Seth Green sind an Bord ? Um ehrlich zu sein hab ich für die Art von Desaster kaum Worte, denn sowas müsste eigentlich gesehen werden, um daran zu glauben (nicht beabsichtigtes Wortspiel meinerseits). Jedenfalls ist dieser Streifen absolut wahnsinnig und warum man freiwillig ein Teil hiervon sein würde weiß ich überhaupt nicht.

Fazit: Ich weiß, dass meine Meinung relativ kurz und sehr vage rüberkam, aber ich will ernsthaft, dass dieser Film nur so betrachtet wird, wie es sich gehört, nämlich mit eigenen Augen, wenn man sich denn traut. Eine wahre Meisterleistung in schlechter Cinematographie und ungefähr in meiner Top 15-20 der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe.
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