Samstag, 30. August 2014

Serien-Kritik: "Breaking Bad" Staffel 5

Story: Als Walter endgültig seinen großen Widersacher aus dem Weg räumt, scheint alles gelöst und der Weg frei zur Spitze des Drogengeschäfts. Da gibt es aber noch einen gewissen Hank Schraeder, der den Geschäften seines Schwagers immer näher zu kommen scheint...

Lieblings-Charakter: Zu diesem Zeitpunkt hat sich ein festes Trio für mich manifestiert, nämlich Walt, Jesse und Saul...genau bezogen auf diese Staffel würde ich Mike und Hank wählen, da ich sie früher unterschätzt habe und erst hier realisierte, was für tolle Charaktere sie während der Serie geworden sind (besonders Hank, der um ein paar Dimensionen erweitert wurde).

Ungeliebter Charakter: Da ich nicht erneut auf Marie rumhacken will, würde ich Todd und Lydia erwähnen.Todd hatte Potenzial als Charakter...anders als Lydia, sie hatte mich von Anfang an nicht interessiert. Es wurden zwar Möglichkeiten für beide eröffnet, aber die Serie reizt dieses Duo einfach nicht bis zum Maximum aus.

Lieblings-Episode: Die Abschlussstaffel war voller toller Episoden und ich könnte theoretisch eine Top 5 mit meinen Lieblingen erstellen - was viel Zeit und Platz brauchen würde. Ich entscheide mich daher schweren Herzens für Episode 14 "Ozymandias", da in dieser Episode ein Charakter dahinscheidet, von dem man das nie erwartet hätte und außerdem erlebt man den kompletten psychischen Zusammenbruch von Walt.

Meine Meinung zu dieser Staffel: Wie verabschiedet man die objektiv am besten bewertete und beliebteste TV-Serie seit langem ? Nun, es war eine (um einen platten Wortwitz zu bringen) berauschende Erfahrung und ich bin froh, dass ich meine anfängliche Skepsis schnell überwunden habe. Insgesamt bleibt mir relativ wenig Neues zu sagen oder zur Serie insgesamt - ohne mich zu wiederholen oder bei anderen zu bedienen versteht sich. Da ich also sowieso kein neues Kompliment bezüglich der Serie erwähnen könnte...ich warte schon sehnsüchtig auf "Better Call Saul" !

Dienstag, 26. August 2014

"TMNT"-Special: "Teenage Mutant Ninja Turtles"-Serie (ab 2012)

Story: Bleibt so ziemlich diesselbe, wie immer. 1 Ex-Ninjameister, nun Ratte in der New Yorker Kanalisation, trainiert 4 androide Schildkröten mit jeweils verschiedenen Waffen und verschiedenen Arten von Ninjutsu. Diese beschützen nun Big Apple zusammen mit ihrem Meister Splinter, April O`Neil und Casey Jones gegen verschiedene Organisationen wie den Foot-Clan und zahlreiche Kreaturen.

Charaktere: Diese bleiben eigentlich unverändert, aber die Serie stellt einen besonderen Faktor vor, den keine andere Adaption zuvor hatte, nämlich dass die Turtles tatsächlich Teenager sind. Ca. um die 15, unerfahren, seltsam, komisch und stimmungstechnisch durcheinander - so wie Teenager nunmal sind. Keine erfahrenen Krieger, keine Gag-speienden Reptilien, sondern fast schon wie echte Teenager und das ist wohl der Tatsache zu verdanken, weil hier einige der gleichen Leute mitwirken, die auch schon "Teen Titans" mitgestaltet haben - diese Show ist ebenfalls vor allem dafür bekannt, dem Bild eines echten Teenagers recht nah zu kommen.

Themen: Die Episoden haben eine ungefähre Unterhaltungsrate von 50 Prozent für mich; mal ist es wirklich gut und manchmal eben nicht; die staffelübergreifenden Geschichten sind jedoch absolut gelungen. Dadurch hat man Splinters und Shredders gemeinsamen Hintergrund etwas geändert und April selbst zu einem "halben" Mutanten gemacht, was erstaunlich gut funktioniert, insbesondere weil sie im späteren Verlauf ein inoffizieller fünfter Ninja wird und mehr im Quartett involviert ist als Casey, der hier als Ältester (mit 17) auch derjenige mit der allerwenigsten Erfahrung von allen ist. Alles in allem entfernt sich diese Serie etwas weiter von der Vorlage und schafft sich somit eigene Geschichten, die öfters an den Hintergrund angelehnt sind und einige Male wunderbar funktionieren.

Fazit: Diese Serie hat absolut seine Qualitäten, die ich ihr auf keinen Fall absprechen will und rein neutral gesehen gehört sie zu einer der besten Kreationen im "TMNT"-Universum (alleine weil sie eine neue Sicht auf die Charaktere zeigt), aber ich persönlich bevorzuge immernoch die 2003er Serie (und die 1987er Serie aus Nostalgie-Gründen).

"TMNT"-Special: "TMNT" (2007)

Story: Die Turtles haben sich einige Zeit nach dem Sieg gegen Shredder aufgelöst und können nun nur noch zusammenkommen, weil New York eine neue Gefahr aus der Vergangenheit bedroht...

Um ehrlich zu sein, ich habe euch die absolut kompliziert-konfuse Hintergrundgeschichte hinter diesem Streifen sehr gern erspart, denn sie ist...wirklich unnötig kompliziert. Was mich direkt zum größten Problem des Films bringt: Die Verbindung zur Franchise. Eigentlich machte es den Trailern nach den Anschein, dass dies hier ein eigenständiger Film sei (womöglich ein Reboot), aber ich habe ähnlich den Fans mir selbst etwas zusammenreimen müssen: Mitten in der Animationsserie von 2003 wird Shredder nur durch extreme Mühen durch das Quartett besiegt und dieser Umstand bringt Leonardo dazu, sich von seinen Brüdern und Meister zu verabschieden und sich seine Anführerschaft langsam und mühsam wieder erarbeiten durch knallhartes Training, Meditieren und das Lernen von einem anderen Meister. In seiner Abwesenheit fungierten seine Brüder als ein Trio mit Hilfe von Casey Jones - in diesem Film hat jeder von ihnen einen Job, als Leonardo zurückkehrt, Casey ist ein dahergelaufener Trottel, Raphael macht auf Batman durch einen dunklen Anzug und die Stadt ist praktisch sich selbst ausgeliefert. Der mögliche Hintergrund des Ganzen muss wirklich erst aus den Fingern gesaugt werden und der Film selbst hat nur Andeutungen...pssst, es ist ein Film, man kann uns Zuschauern den Hintergrund sogar zeigen, anstatt ihn leicht anzudeuten !

Abseits der Geschichte ist es ein an sich eine grundsolide Adaption der Turtles; die Animation und die Synchronsprecher sind nahezu makellos (das Erstere eher für die damalige Zeit) und abseits von Casey Jones sehe ich keinen wichtigen Charakter besonders negativ auffallen (immerhin ist April O`Neil in diesem Film keine Reporterin mehr, sondern mach nun auch Kampfsport, was der Charakter in den Comics nach einiger Entwicklung auch machte). Ich fand es lediglich schade, dass Karai, Shredders Tochter (etabliert in der Serie als Leonardos ebenbürtige Gegnerin, die ihn so sehr respektierte, wie er sie) nahezu nutzlos hier war mit dem Foot-Clan und hätte ruhig ausfallen können.

Fazit: Einer der verwirrendsten Teile des TMNT-Universums und ich habe gemischte Gefühle dem gegenüber...ich würde es nur für Fans empfehlen, Einsteigern oder Nicht-Fans würde ich hiervon abraten.

Donnerstag, 21. August 2014

"TMNT"-Special: "Turtles Forever" (2009)

Story: Zugegeben, die Geschichte dieses Crossovers ist etwas konfus und kompliziert, aber die Geschichte selbst ist derart dämlich, sodass sie in diesem Fall nicht die wichtigste Rolle spielt...es geht eh darum, dass die 80er-Turtles aus Versehen in die Realität der 00er-Turtles gelangen und wieder nach Hause müssen, während so ziemlich alle aufeinandertreffen...

Ich finde es schwer, die Faszination rund um dieses Crossover für Nicht-Fans oder Nicht-Sympathisanten zu erklären...im Prinzip hat man es hier mit dem Aufeinandertreffen von den drei bisher "wichtigsten" Universen der Turtles zu tun und dies geschieht so, dass man stets Respekt zollt an die Original-Comics und die 80er-Serie, die das Franchise ja überhaupt erst populär machte. Stellt euch einfach vor, eure (oder eine von eueren) Lieblings-Franchise mit mehreren Reinkarnationen hätte ein Crossover, in dem so ziemlich alle vorkommen und es ist kein heilloses Durcheinander und es hat sogar einen zufriedenstellenden Abschluss für die noch laufende Generation...dürfte eigentlich wie ein Fan-Traum klingen und genau das ist "Turtles Forever" auch.

Fazit: Immer noch eines der besten Crossovers, die ich je gesehen habe und der Titel sagt eigentlich schon alles über den Film aus; "Turtles für immer !" als Leitspruch für einen Streifen, der die vier Brüder mehr zelebriert als alles, was davor oder bisher danach kam.

"TMNT"-Special: "Teenage Mutant Ninja Turtles" (2003-2009)

Story: Als die Turtles von ihrem Meister getrennt werden, entdecken sie die Stadt New York für sich und schwören, diese vor allem vor Oroku Saki und seinem Foot-Clan zu retten...

Charaktere: All die wichtigsten Charaktere behalten ihre wichtigsten Eigenschaften und in dieser Serie gibt es einen gewissen Balance zwischen leichten Anspielungen auf die 80er-Turtles und den Comics-Turtles - im Endeffekt kann ich hier keineswegs klagen, denn viel treuer dem Ursprung des Quartetts zu kommen, ist bisher nahezu keiner anderen Adaption gelungen.

Themen: Entweder man kennt die Mirage-Comics oder man hat zumindest ansatzweise davon gehört, denn diese Serie hat eine übergreifende Storyline direkt daraus genommen und setzt sie konsequent um; manchmal sogar 1:1 den einzelnen Seiten entsprechend. Tonal ist dies hier (wie schon bei den Charakteren erwähnt) ein wohl entwickelter Ausgleich zwischen dem 80er-Kitsch und dem düster-brutalen Film Noir-Flair der Comics.

Fazit: Wer eine "Turtles"-Adaption sehen möchte, die sich möglichst lange so nah den Comics nähert wie möglich, dem würde ich diese Serie empfehlen - unter anderem gibt es hier durchaus kluge, ruhige, aber auch intensive und recht brutale Momente für eine Animationsserie, die eigentlich für ältere Kinder gedacht ist.
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