Donnerstag, 29. August 2013

Musical-Monat: "The Rocky Horror Picture Show" (1975)

Story: Die frisch verlobten Brad und Janet wollen vor ihrer Hochzeit noch den Professor besuchen, in dessen Unterricht sie sich kennen gelernt haben und verfahren sich dabei in das Schloss vom Dr. Frank N. Furter...

Dieses Musical hat nicht umsonst den Kult, um den es von anderen klassischen Musicals nur beneidet werden kann. Klar gibt es da die allseits bekannt-beliebten Kompositionen wie "Somewhere Over the Rainbow", aber welches Musical hatte seinerzeit so viele Konventionen gebrochen, so viel in Frage gestellt und doch so dabei begeistert, dass Leute sich sogar beim Kinobesuch extra als Transvestiten verkleiden ? Genau das Musical, welches B-Film, Horror und Musical vereint, während es schamlos sexuelle Offenheit propagandiert - liebevoller könnte man eine Hommage nicht gestalten können und trotz all dem verrückten Zeug, was im Film gesagt und getan wird...bleibt er doch überraschend ehrlich mit sich selbst und hebt nie zu sehr ab, als dass es zu absurd wird. Der großartige Cast kann anders als bei vielen anderen Musicals schauspielerisch und stimmtechnisch überzeugen, wobei Tim Curry hier die Rolle seines Lebens spielt und alle problemlos überragt.

Fazit: Es ist nicht einfach nur ein Musical, es ist Etwas, was man unbedingt selber (am besten im Kino) erleben sollte, wenn man auf der Suche nach Unkonventionellem ist. Denn Kult bleibt Kult und wenn die Songs einem tagelang nicht mehr aus dem Kopf gehen und dort für immer bleiben, dann hat der Film definitiv etwas richtig gemacht.

Dienstag, 27. August 2013

Musical-Monat: "Jesus Christ Superstar" (1973)

Story: Dieses Musical stellt die letzten Tage von Jesus, insbesondere im Bezug auf seine Beziehung zu Judas, dar...

Wie man schon am Titel ablesen kann, darf man sich hier auf eine eher unkonventionelle Darstellung von Jesus einstellen - er ist zwar hier nicht direkt ein Popstar, aber es gibt immerhin eine interessante Deutung des christlichen Glaubens, bzw. dem Verhalten der Jesus-Apostel. Eine andere bemerkenswerte Sache an diesem Musical ist der öfters verwendete Symbolismus, wo man bsw. Panzer statt einer römischen Legion sehen kann und der Schauspieler Carl Anderson bringt den wahrscheinlich besten Film-Judas überhaupt; er alleine macht den Film sehenswert durch seine kraft- und gefühlvolle Darstellung.

Fazit: Am Ende bleibt ein Musical mit einer relativ objektiven und vor allem semi-kritischen Darstellung von Jesus und seinen letzten Tagen, wenn die Songs auch stellenweise einseitig werden können.

Musical-Monat: "West Side Story" (1961)

Story: Die Geschichte ist im Prinzip die klassische "Romeo & Julia"-Erzählung, nur im New Yorker-Setting mit zwei rivalisierenden Gangs, den amerikanischen Jets und den puerto-ricanischen Sharks und den zwei Liebenden Tony (Jet) und Maria (Shark)...

Ich kann mich immernoch daran erinnern, dieses Musical zuerst im Musikunterricht gesehen zu haben und schon damals beeindruckt worden zu sein von allerlei Faktoren. Das erwähne ich zwar relativ oft, aber hier gilt es wirklich: Die Songs sind wahre Klassiker und ein Muss - alleine weil es schon damals eine Neuheit war, professionelle Tänzer wie knallharte Schläger aussehen zu lassen, die auch noch singen können; hinzu kommen noch zahlreiche sozialkritische Kommentare, die man ja auch nicht in jedem Musical sieht.

Man kann sehr schnell die großartige Produktion erkennen und hinzu kommen auch noch großartige Choreografien, die die Eindrücke von Kämpfen entstehen lassen, wobei die Tänzer sich da wie im Balett bewegen (was im Nachhinein recht witzig ist, nicht ?). Verbindet die Sets mit den Choreografien und schon habt ihr einige der berühmtesten und besten Szenen in der Musical-Geschichte.

Fazit: "West Side Story" wurde nicht umsonst mit 10 Oscars ausgezeichnet. Im Ernst, wer es noch nicht gesehen hat, sollte es schleunigst nachholen.

Montag, 26. August 2013

Musical-Monat: "Oklahoma!" (1955)

Story: Wie schon beim Bühnenmusical geht es hier hauptsächlich um den Konflikt zwischen Farmern und Ranchern in Oklahoma, sowie einer verzwickten Dreiecksbeziehung mit einem dramatischen Ende...

"Oklahoma!" ist die erste Verfilmung eines Rodgers & Hammerstein-Musicals, vom Team, das für solche wichtigen Musicals wie "Der König und ich" und "Sound of Music", die einige der Urgesteine des Genres sind. "Oklahoma!" an sich ist besonders für heutige Verhältnisse sehr klischeenhaft und "formuliert", sprich, dass es alleine von der Geschichte her kaum Risiken eingeht und kaum besser aussieht als ein großes Theaterstück mit den Sets und Kostümen. Was dieses Musical im Prinzip immernoch sehenswert macht, sind viele klassische Songs wie "Oh, What a Beautiful Mornin" oder "Lonely Room" sowie der Charme, der hier die halbe Miete macht; es sieht eben alles so unschuldig und "ehrlich" aus, sodass es nahezu unmöglich ist, dieses Musical zu hassen oder ihm generell allzu böse zu sein (ist immerhin 1955, da kann man nichts allzu Aufwendiges erwarten).

Fazit: Es ist energisch, mitreißend und definitiv nicht schwerfällig oder allzu kompliziert; es lohnt sich vor allem wegen den Songs, sich dieses Musical anzusehen.

Sonntag, 25. August 2013

Musical-Monat: "Onkel Remus` Wunderland" (1946)

Story: Der Film spielt nach dem Bürgerkrieg und es geht ungefähr um den Jungen Johnny, der sich mit dem alten Sklaven Onkel Remus anfreundet, der ihm drei verschiedene Geschichten erzählt...

Ja, ich habe schon mal etwas über diesen Film geschrieben und ich will mich da auch nicht zu sehr wiederholen (dass der Film eher pseudo-rassistisch ist z.B.), aber ich habe da gar nichts zu den mehreren Liedern gesagt...was auch einen Grund hat, denn bis auf einen Song namens "Zip-a-Dee-Doo-Dah", der sogar den Oscar bekam, sind alle anderen Lieder genauso blass, langweilig und uninspiriert wie der Film selbst. Natürlich wäre es viel zu viel zu erwarten, dass Disney einen Weg findet, Rassenunterschiede respektvoll und unterhaltsam zu verpacken (zumindest zu der Zeit), aber es hätte wenigstens interessant werden können, ebenso wie man mehr aus den Songs hätte machen können.

Fazit: Am Ende bleibt ein überraschend steriles, ideenloses und nur durch die Technologie beeindruckendes Musical, das Disney-Verantwortlichen heute noch den Schlaf raubt.

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