Mittwoch, 30. Januar 2013

"Hänsel und Gretel: Hexenjäger"

Story: Hänsel und Gretel sind nach ihren Erlebnissen mit der von ihnen verbrannten Hexe nun berühmte Hexenjäger...

Wie schon bei "Red Riding Hood" wird hier die Geschichte des Originals etwas verzerrt und die Protagonisten sind um einiges erwachsener als sollten; glücklicherweise versucht man nicht, "Twilight" zu kopieren, sondern eine Parodie auf Märchenverfilmungen zu machen. Problem ist nur...wenn dies eine Parodie sein soll, dann ist sie um einiges dümmer, lächerlicher und unwitziger als sie es wahrnehmen will.

Jeremy Renner und Gemma Arterton sind...einfach...da, keiner der beiden hinterlässt wirklich einen Eindruck. Der Film an sich scheint stellenweise fast schon zu funktionieren, zumindest dank einigen gut gemachten Action-Szenen, aber sobald es droht, gut zu werden, versucht es möglichst unnatürlich, witzig zu sein, was der Film einfach viel zu sehr übertreibt. In dieser Hinsicht ist es eine Art Geschwisterfilm von "Abraham Lincoln Vampirjäger", nur dass er zu ernst war. Hier funktioniert der Streifen schon vom Konzept nicht, während man dort so richtig übertreiben könnte (ließe sich dann einfacher riffen).

Fazit: Im Endeffekt ist "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" nicht blutig genug für Splatter-Fans und zu dumm, um witzig zu sein. Der Film funktioniert einfach nirgendwo, wo er so gerne sein will.

Dienstag, 29. Januar 2013

"Mama"

Story: 5 Jahre lang verbringen die zwei Schwestern Victoria und Lilly alleine in der Wildnis, bis diese endlich von ihrem Onkel Lucas und dessen Freundin Annabel gefunden und zu sich genommen werden. Annabel selbst sieht sich bald überfordert durch das komische Verhalten der Mädchen, dem nächtlichen Flüstern und viel zu vielen unbeantworteten Fragen...

Ja, ich habe im Prinzip unbeabsichtigt die große Wendung bereits verraten, ebensosehr wie es das Poster zum Film tut...macht aber nichts ! Ja, es gebraucht sich sehr vieler Genre-Klischees, aber was der Film richtig macht, ist das "Nicht-Übertreiben", wozu leider zu viele seiner Kollegen neigen.
Die Darstellungen sind, insbesondere von den Mädchen, richtig gut gelungen und man kann relativ schnell für sich ausmachen, wen man am Leben sehen will und wen nicht - kann auch sein, dass sich die Meinung im Verlauf des Films ändert. Zu den Mädchen: Bevor die Wendung aufkreuzt (und somit so ziemlich den Großteil des Horrors nimmt), sind diese ein sehr effektives Mittel, um die Zuschauer zu gruseln; kein Wunder wenn man bedenkt, dass Kinder in solchen Rollen einen immer aufwühlen und nicht kalt lassen können.

Die Geschichte ist (erneut aufgrund des Titels an sich) leicht vorhersehbar und das Ende ist wirklich nicht gut, was echt schade ist: Im Ansatz war ich bei der Geschichte locker dabei, aber das Finale hat mich persönlich einfach verloren. Und letztendlich kann ich für einen Horrorfilm dankbar sein, der für den Großteil weiß, wie man seine Stärken einsetzt und mir ernsthafte Schreckmomente bereitet hat.

Fazit: Nicht wirklich etwas komplett Neues, aber mal eine etwas neue Art, eine bestimmte Geschichte zu erzählen und das Anschauen lohnt sich für die, die klassischen Horror dem modernen vorziehen.

Sonntag, 27. Januar 2013

"Movie 43"

Mit dieser Rezension breche ich die übliche Struktur für meine Rezensionen, wo ich zuerst über Story, dann Charaktere und den Rest rede, denn dieser Film hat etwas interessantes geschafft. Er hat etwas erreicht, was noch kein Film erreichen konnte: Ich finde, dass das hier der schlechteste Film war, den ich je gesehen habe.

Es gibt viele Filme, die sich leicht in Extremen einordnen lassen: Klassiker wie "Citizen Kane" oder "Casablanca" lassen sich relativ einfach als "Bester Film aller Zeiten" bezeichnen, ebenso wie zweifellos sehr gute Filme, die einen entweder mit Unterhaltung oder/und Qualität überzeugen; der Enthusiasmus frisch nach dem Anschauen blendet vorerst den eigentlichen Eindruck, der meiner Meinung nach sich nach wiederholtem Anschauen bewähren muss. Man kann daher leicht Streifen nach einmaligem Probieren verdammen und oder preisen, das eigentliche Kunststück als reflektierender Zuschauer kommt daher, dass man (wie angedeutet) über den Film reflektiert und sagen kann, warum er für einen gut/schlecht ist und wie gefährlich es ist, sofort alles zu generalisieren.

Ich habe schon so einigen Scheiß gesehen, von der "Twilight"-Saga über die "Transformers"-Saga, zahlreiche Uwe Boll- und Adam Sandler-Filme, einzelne B-Filme, Nachahmer, "Parodien", Kultfilme und was ansonsten noch so geht; ich habe natürlich nicht jeden Film gesehen (wer hat das schon ?), aber ausgehend vom jetztigen Stand ist "Movie 43" der absolute Tiefpunkt für mich, jenseits der Grenzen von Geschmack.

In jedem schlechten Film, egal wie sehr ich dafür argumentieren kann, dass er schlecht ist, kann ich min. 1 Element von etwas gutem finden oder die Gesamtheit des Werks ist kurios an sich oder die Geschichte/Signifikanz ist bedeutend/spannend/anschaulich/lehrreich...hier spüre ich rein gar nichts, keine Spur von der Not, den Film zu machen, keinerlei kreativen Funken. Es ist deutlich, dass die Macher und Schauspieler sich dabei einen ablachen wollten und dies auf Gunsten der Zuschauer. Die Originalidee, einfach nur Sketches zusammenzubinden, wurde einfach so realisiert und viele namenhafte Akteure sind hier präsent - von Hugh Jackman über Emma Stone bis Richard Gere. Es ist wirklich wie eine dieser "Parodien" wie "Disaster Movie", nur dass das hier vollgespickt ist mit Stars, die sich nicht nur auf Cameos beschränken. Und jeder davon ist fürchterlich, gar scheußlich teilweise; selbst Sympathieträger sind absolut unausstehlich.

Jeder der Sketche ist einfach nur gefüllt mit möglichst radikalen, ekelhaften und geschmacklosen Gags, die auf die Kürze und erst recht nicht auf Dauer funktionieren. Es ist wie ein Produkt von Anti-Talent, einer nicht näher erforschten Fähigkeit, jegliche Chance auf Verdienst seitens des Films für den Zuschauer umzukehren: Nicht ich bekomme was vom Film, sondern der Film von mir (und damit meine ich nicht die Zeit !). Wenn ich jeden Sketch hier beschriebe, würde mir niemand glauben, dass es tatsächlich Leute gab, die das witzig fanden. Berühmte Leute mit Einfluss und viel lockerem Geld.

Fazit: Nichts kann das hier retten, gar nichts. Kein Alkohol, kein Riffen und erst recht nicht logisches Denken.


Samstag, 26. Januar 2013

"The Last Stand"

Story: Der Sheriff des kleinen Grenzstädtchens Summerton Ray Owens scheint sich mit seiner Arbeit zu langweilen...zumindest bis ein mächtiger Kartellboss auf der Flucht vor dem FBI sich dem Städtchen nähert und Owens mit seinen Deputies die letzte Hoffnung sind...

Der Look des Films ist super gelungen: Gemäß dem Mix zwischen "80er Action" und "Western" hat der Film dieses "Dreckige" an sich, was dem ganzen einen "old-school"-Touch gibt. Je nach Präferenz im Genre kann das für den jeweiligen Zuschauer positiv oder negativ sein - steht ihr nur auf die modernen Streifen, dann kann es vielleicht nichts für euch sein.  Die Action geht da Hand in Hand mit - Schießereien und vor allem eine für sich stehende Prügelei sind sehr gut inszeniert !

Arnold Schwarzenegger feiert hier feierlich sein Comeback als ein (wenn auch sichtlich gealterter) Actionheld, von dem am Ende alles abhängt und der dank seiner jahrelangen Erfahrung immernoch mehr als gut austeilen wie einstecken kann; im gleichen Maße kann man behaupten, dass Arnie es sogar heute noch mehr drauf hat, als vielerlei neue (Pseudo-)Actionhelden, die später eh alle in Komödien abrutschen. Seine Darstellung hier lässt einen auf Filme wie "Terminator 5" hoffen. Überraschenderweise ist sogar die Nebendarstellerriege gelungen (ja, auch Johny Knoxville) und bildet eine gute Ergänzung zum Helden, der aber nichtsdestotrotz der Fokus des Films ist.

Fazit: "The Last Stand" ist ein gelungener Mix aus Action und Western mit einem guten Arnie, von dem man nun nach diesem Film definitiv mehr sehen will. Willkommen zurück !

Mittwoch, 23. Januar 2013

"Jack Reacher"


Story: Nach einem Amoklauf scheint die Polizei ihren Verdächtigen recht schnell gefunden zu haben, doch dieser kann es noch schaffen, einen Namen bei seiner Vernehmung hinzukritzeln, nämlich den vom Ex-Polizist Jack Reacher, der aus seinen eigenen Gründen die Wahrheit wissen will...

Tom Cruise spielt so ziemlich eine coole Sau, die sich mit alles und jedem anlegen kann und jede Frau ins Bett bekommt - ob die fast schon satireartige Wirkung beabsichtigt war, lässt sich nicht genau sagen. Dass die Bühne hier im Prinzip ihm gehört, steht auf jeden Fall außer Frage. Doch es ist nicht der Protagonist, der den Film wirklich ausmacht.

Alles wirkt wie ein abgewandelter "Bourne"-Film: Ziemlich viel Action, Spannung ohne Ende und der passende Held, aber hier muss man ein paar Logiklöcher mehr verschmerzen. Solange man das Schauen auf das Nötigste reduziert, kann man durchaus seinen Spaß finden, wenn auch recht kurzweiligen. Ob "Jack Reacher" eine neue Franchise wird, kann man noch gar nicht sagen. So "nebenbei" mit Bond und Bourne zu existieren wird da nicht ganz leicht.

Fazit: Die Action und ein charismatischer Tom Cruise sind die Film-Seller eines Streifens, nach dem keiner gekräht hat und nach dessen Fortsetzung wahrscheinlich auch nicht viele krähen werden; ein solider Film für einen soliden Abend.



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