Freitag, 30. November 2012

"Haywire"

Story: Die Ex-Marine-Soldatin Mallory Kane wurde bei ihrem neuesten Undercover-Auftrag von eigenen Männern hintergangen und schwört nun Rache...

Ich will hier niemandem was vormachen: Die Geschichte ist absolut ausgelutscht und alles bis auf drei Faktoren ist ziemlich Standard. Gina Carano als die Protagonistin ist das Beste am Film; eben weil sie Ex-Martial-Arts-Kämpferin ist, gestaltet sich die Action herrlich dynamisch und man spürt jeden Schlag. Neben den zwei bereits erwähnten guten Sachen sind da auch noch die zahlreich sehr gut besetzten Nebendarstellern wie Michael Douglas, Michael Fassbender, Antonio Banderas, usw., die allesamt ihren Job ganz gut machen.

Fazit: "Haywire" ist knackig, unkompliziert und als Action-Film ein guter Füller für die Langeweile zwischendurch. Die Inszenierung macht diesen Film von einem guten B-Film zu einem anständigen A-Film.

Donnerstag, 29. November 2012

"Hotel Transsilvanien"

Story: Seit seine Frau gestorben ist, will Dracula alles tun, um auch nicht noch seine Tochter Mavis zu verlieren; dafür baut er sogar extra ein für Monster exklusives Hotel in Transsilvanien bauen lassen, in das er gerne seine Freunde wie das Frankenstein-Monster (Frankenstein hieß der Schöpfer, nicht das Monster !), die Mumie oder auch den Werwolf Wayne einlädt. Ärgerlicherweise klopf eines Tages der Tourist Jonathan an die Tür...

Das Potenzial einer Zusammenführung von klassischen Horror-Ikonen (unabhängig vom Kontext) ist für mich persönlich immer sehr hoch und so hatte der Film zumindest dies als Reizpunkt zu bieten. Es ist aber verdammt schade, dass dieses Potenzial nicht genügend ausgenutzt wird - versteht mich nicht falsch, man stopft möglichst viele Witze hinein, nur damit mal einer von 100 zündet, aber die Monster sind einfach nur eindimensional und somit als Charaktere schon auf dem Papier gescheitert. Ausgerechnet Jonathan, der Mensch, ist der blasseste von ihnen allen und die verbundene Romanze mit der Vampir-Braut Mavis wirkt umso mehr irrelevant, uninspiriert und unnötig. Wenn man als Zuschauer nicht emotional eingebunden wird, dann darf man nicht erwarten, dass man den Klimax mit Spannung erwartet.

Fazit: Trotz feiner Animation und einigen zeitgemäßen Einfällen für die Monster ist "Hotel Transsilvanien" nur eine schwache Alternative zu Konsorten wie "ParaNorman" und "Frankenweenie", die Unterhaltung für die Augen, Hirn und Herz bieten.

"Das Schwergewicht"

Story: Der 42-jährige Scott Voss war mal im College ein sehr guter Ringer und arbeitet nun als ein verfaultes Biologie-Lehrer-Wrack. Als seiner Schule Kürzungen drohen, will er für seine Schüler wieder in den Ring steigen...

Mal wieder ein Kevin James-Film, mit anderen Worten: Ein sympatischer Alltagsmensch, der doch so viel mehr drauf hat, als man ihm zumutet und eine Herausforderung angeht, die eigentlich unschaffbar für ihn sein sollte und am Ende ist er der Held der Herzen. Nehmt im Prinzip "Warrior" oder "Rocky", mischt möglichst viel "Comedy" wie Kotz-Gags rein und versucht das Ganze so süß wie es nur geht zu machen mit Moralkeulen, denen man nur schwer ausweichen kann. Ich mein, Kevin James selbst und all die anderen Nebendarsteller wie Salma Hayek sind ziemlich in Ordnung, aber die dünne Story, schwache Gags und eine aufgetischte Moral machen den Film nicht mehr als er ist, nämlich Durchschnitt.

Fazit: Hey, immerhin ist Herr James nun in keinem Adam Sandler-Film, was schon mal eine Verbesserung ist. Ich empfehle diesen Film eher Fans des Hauptdarstellers selbst oder Leuten mit Langeweile.

Mittwoch, 28. November 2012

Archiv und Dezember-Vorschau

Seit einer langen Zeit endlich wieder eine kleine Ankündigung:

Ich erstelle in den nächsten Tagen eine Extra-Seite im Blog als eine Art Film-Archiv für 2012. Dieses wird alle von mir hier kritisierten Filme auflisten, die aus 2012 stammen (dazu zählen keine Filme, die aus 2011 stammen, aber erst 2012 in Deutschland ins Kino kamen). Der Sinn liegt in einer netten Übersicht für das gesamte Jahr; diese Liste wird in chronologischer Reihenfolge vorliegen (also nach Datum meiner Kritik und nicht nach dem Alphabet).

Apropos Listen: Dieses Jahr gibt es wieder ein paar Listen zum Abschluss und es sind mehr als beim letzten Jahr ! Hier die Übersicht mit den Daten:

02.12.2012: Die Top 10 der schlechtesten Filme 2012
09.12.2012:  Die Top 10 enttäuschendsten Filme 2012 ("enttäuschend" heißt nicht unbedingt schlecht)
16.12.2012: Die Top 10 überraschendsten Filme 2012  (im positiven Sinne versteht sich) 
23.12.2012: Die Top 10 der besten Filme 2012
30.12.2012: Die Top 10 Vorfreude-Filme für 2013

Das war`s dann wieder von mir,

Euer Rudolf

"Stolen"

Story: Will hat seine 8 Jahre für einen 10 Millionen-Raub abgesessen; sein Ex-Partner entführt seine Tochter, weil er ihm nicht glaubt, er hätte das Geld nicht. Will hat nur noch 12 Stunden, um das Geld aufzutreiben und seine Tochter zu retten...

Wem die Geschichte nicht bekannt vorkommt, kann sich ja noch das Alternativposter hierzu anschauen und sofort sehen, wie dreist "Stolen" "Taken" kopieren will. Und miserabel versagt. Nicht, dass Liam Neeson eine exzellente Leistung in den "Taken"-Filmen abgeliefert hat, aber ich konnte wenigstens halbwegs glauben, dass es diesem Mann um alles ging. Der einzige Pluspunkt des Films ist ein Nicolas Cage im "Crazy-Mode". Cage kann leider nur "crazy" oder "fantastisch"...aufgrund seiner Geldprobleme findet er sich in letzter Zeit immer mehr in Müll wie diesem Film hier und in solchen Filmen ist er am "besten", wenn er einfach nur komplett seinen Verstand verliert und verrückt ist. "Glücklicherweise" ist er das auch hier, was dem Film einen gewissen Grad an Unterhaltung gibt, die man ansonsten überhaupt nicht hätte - alles wirkt einfach wie eine Parodie auf "Taken". Wie eine miese Parodie.

Fazit: Nur für hartgesottene Cage-Fans. Allen anderen kann dieser Film gestohlen bleiben.

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