Montag, 4. April 2016

"Meet the Blacks"

Story: Carl Black zieht mit seiner Familie nach Beverly Hills, nur um dann von der Tatsache überrascht zu werden, dass dort am gleichen Tag alle Verbrechen für 12 Stunden legal sind...

Ja, dies ist eine Parodie auf "The Purge" - da hab ich persönlich nicht sehr viel erwartet und meine Erwartungen wurden komplett bestätigt. Das Original ist schon alles andere als ein guter Film und diese Persiflage versucht sich teilweise etwas ernster zu verkaufen als letztere, aber im Endeffekt sind mindestens 90% aller Gags absolut vorhersehbar, alt und billig. Mehr kann man hierzu leider auch nicht sagen.

Fazit: Mit allen Schwächen des Originals kommen neue dazu, was dies hier zu einer weiteren absolut misslungenen Parodie macht.

Sonntag, 3. April 2016

"God`s Not Dead 2"

Story: Grace ist eine Lehrerin und als sie Jesus in ihrer Klasse erwähnt, wird sie von ihrer Leitung gefeuert und sie muss nun vor dem Gericht dagegen angehen...

Der erste Teil ist ein wunderbar lächerliches Stück Christen-Propaganda, in dem Atheisten unlogische Scheiße labern und Christentum ist geil, weil...Christentum ist geil. Jesus nimmt alle auf: Möglicherweise ein schwules Priester-Duo, eine ehemalige Muslimin und selbst einen dämlichen Atheisten-Professor, der schlechter argumentiert als ein Kindergartenkind. Achja, dieser Professor ist der Herkules aus der 90er Serie...jap.

Dieser Film macht genau da weiter wo der erste aufhört: Einseitige, unreflektierte und alles andere als auf Fakten basierende Argumentationen, die letztendlich in Gebete und ein Wunder münden. Religion ist OK, aber wenn man schon diese in die Öffentlichkeit herausholt und damit rumwedelt, dann muss man sich darauf gefasst machen, mit der harten Realität und Fakten konfrontiert zu werden - das Konzept mag zwar unfalsifizierbar sein, aber dadurch auch unmöglich zu bestätigen. Da hilft es nicht als Film eine "wir gegen sie"-Mentalität zu kreieren, um eine weitere falsche Hypothese aufzustellen, nämlich den "Kampf gegen Religion" (und hiermit ist natürlich nur das Christentum gemeint). Fakt ist, dass zahlreiche Politiker und andere amerikanische Leute mit Einfluss ihren Glauben mit in ihr Amt nehmen und es eher die Andersgläubigen (oder auch Atheisten) sind, die es da schwer haben.

Warum hab ich das alles gerade erwähnt ? Weil es viel spannender, interessanter und logischer ist als dieser Streifen. So einfach ist das und mehr kann man hierüber auch nicht sagen.

Fazit: Mies, wie der erste Teil.

Dienstag, 29. März 2016

"Batman V Superman: Dawn of Justice"

Story: 18 Monate nach den Ereignissen in "Man of Steel" ist sich die Menschheit noch immer recht unsicher, wie mit Superman zu verfahren ist. Bruce Wayne alias Batman ist sich jedenfalls sicher, dass er eine viel zu größere Bedrohung für die Erde darstellt, während Lex Luthor ganz eigene Pläne verfolgt...

Ich brauchte einige Zeit, um diese Kritik zu schreiben; das Gesehene wollte ich erstmal so vernünftig wie möglich verarbeiten, da dieser Film ähnlich "Man of Steel" die Zuschauerschaft spaltet. Um es kurz zu machen für alle, die keine Zeit und Lust haben folgende Absätze zu lesen und mich sofort als einen Marvel-Fanboy abstempeln wollen: Ich fand den Film grottenschlecht, inhaltlich leer und bitter enttäuschend. Nun zur ausführlichen Kritik.

Zack Snyder ist wahrlich (und das erwähnte ich auch schon früher) einer der beeindruckendsten Regisseure, wenn es um das Visuelle geht und hier trifft der Streifen absolut ins Schwarze: Das Setdesign und Kostüme sind top und das Bild könnte an sich passender nicht sein. Soundtrack ist auch sehr gut, wenngleich ich im Zweifel wohl nicht sagen könnte, ob es doch nicht ein Batman-Film-Soundtrack ist. Apropos Batman: Dies ist der absolut beste Aspekt des Films und das ohne jeden Zweifel. Ben Affleck hat es in dreifacher Ausführung allen Schmähern gezeigt und einen der, wenn nicht den bisher komplettesten Film-Batman überhaupt abgeliefert. Sein Bruce Wayne hatte Charme, Intellekt, Bitterkeit und Größe - ihm kauft man den Playboy, den gebrochenen Jungen und angsteinflößenden Fledermausmann ab und die Voraussicht auf einen Solo-Film klingt da nur wie die logische Folge. Am besten noch mit Affleck als Regisseur, dies würde ich mir persönlich zumindest wünschen und nach diesem Film vermutlich mehr als jeden kommenden DC-Film.

Schon wieder ist das Drehbuch das Hauptelement, dass dem Film in meinen Augen Genick und Rippen bricht...die Logiklöcher sind gigantisch, es gibt viel zu viele Handlungsstränge die um Aufmerksamkeit wetteifern, zu viele Ideen, zu viele "neue" (da nicht vernünftig herausgearbeitete) Charaktere und es wird sehr viel mit Schlagworten rumgeworfen. Der Film gab in den Trailern gern mit der Idee an, nicht nur Mensch gegen Gott antreten, sondern Superman auch unseren Menschheitsregeln und dem Verständnis für Moral unterwerfen zu lassen, aber im Endeffekt ist der Konflikt zwischen den zwei Superheldengrößen absurd an den Haaren herbeigezogen (zumindest wenn es um die gegenseitige Ablehnung gehen soll, denn Supermans Grund für die Abneigung gegen Batman ist einfach nur lächerlich). Die Grundfrage von Supermans Moral wird auch nicht endgültig beantwortet, außer mit einem Schulterzucken und dem anschließendem Kampfschrei.

So sehr Batman der Höhepunkt ist - so ist seine recht brutale Art, Gewalt auszuüben nicht nur sehr spärlich erklärt, sie wird von Alfred (den Jeremy Irons grundsolide mimt) auch nicht sonderlich kritisiert. Henry Cavill als Superman bleibt absolut OK und uncharismatisch, kriegt dieses Mal aber mit Amy Adams endlich eine (!) gemeinsame Szene, damit ich die beiden als Paar abkaufen kann, so für paar Minuten. Apropos Lois Lane: Sie ist so blass und pseudowichtig für die Handlung, sodass es immerzu lächerlich wirkt, wenn sie in den Film reingezogen wird. Gal Gadot als Diana Prince bzw. Wonder Woman findet den Streifen über fast nur in schönen Outfits statt, um dann während des Endkampfes für 5-10 Minuten in Rüstung mitzumischen (wobei sie schon den richtigen Eindruck macht). Die größte Lachnummer und Fehlentscheidung ist wohl Jesse Eisenberg als Lex Luthor. Egal ob er jetzt den "richtigen" Luthor oder dessen geklonten Sohn spielt - das Drehbuch deklassiert einen der berühmtesten Comic-Bösewichte und Supermans ärgsten Erzfeind zu einer zweitklassigen Kopie eines der anderen berühmtesten Comic-Bösewichte, nur diesmal den Erzfeind der Fledermaus - das nervöse Kichern, Zucken und allerlei "WTF"-Aussagen erschaffen einen Pseudo-Joker mit dem Zuschuss eines Riddlers. Nur sehr sehr selten blitzt die Möglichkeit eines bedrohlichen Luthors auf und ja, seine Intelligenz wird vor allem dank seinem Wahnsinn möglich (und nicht andersherum) - an ihn werde ich mich bestimmt erinnern, aber alles andere als positiv.

Das Vorausschauen auf die Justice League plus allerlei Anmerkungen/Andeutung wird auf eine solch schlampige, simple und faule Weise gemacht, sodass man rot im Gesicht werden müsste vor Scham (und sollte das nicht klappen, so gibt es Lex Luthor als Fremdscham-Garantie). Der Logik wird dabei noch einmal eine ordentliche Ohrfeige verpasst - wie jenen die meinten, der titelgebende Kampf würde nicht mehr als 10 Minuten dauern und so unspektakulär einseitig sein, sodass es nach der ersten Minute langweilig wird. Und das Ende ist mehr als unverdient.

Fazit: "BvS" ist ein großer, unzusammenhängender und enttäuschender Haufen an Ideen und Möglichkeiten. Viele muten Großartigkeit an, aber anmuten allein reicht nicht für ein kohärentes Gesamtpaket. Im Endeffekt eine riesengroße Enttäuschung.

Mittwoch, 23. März 2016

"Der Spion und sein Bruder"

Story: Nobby und Sebastian wurden vor 28 Jahren getrennt; Nobby ist Penner und Sebastian MI-6-Spion. Nun muss Letzterer unerwartet den Ersteren mitziehen, um einer Verschwörung auf den Grund zu gehen...

Ich persönlich finde Sasha Baron Cohen wirklich witzig, wenn er Satire à la Borat betreibt; hier ist der Ansatz vielleicht gegeben, aber vielmehr setzt man hier auf tiefsitzende Fäkal- und Geschlechtsorgan-Witze, was ich persönlich schade finde (nicht, dass Cohen ein "sauberer" Comedian/Entertainer war, aber es ging bei ihm immer darum, unter extremen Methoden Rekation zu provozieren, nicht nur um simples Schockieren). Mark Strong ist seinerseits gut im Action-Genre aufgehoben und Comedy kann er ja auch - warum aber sind beide dann so unpassend miteinander ? Und warum ist selbst die Action so unspektakulär gedreht ? Die Szene aus dem Trailer ist die einzige coole Szene im Film und was Szenen angeht gibt es eine die so abscheulich, so krass und so widerwärtig ist, sodass es mir regelrecht die Sprache verschlug. Die Intention dahinter war mir klar, aber in diesem Fall empfand ich es nicht als witzig, eher als vulgär. So lässt sich eigentlich der gesamte Streifen zusammenfassen: Pubertär-vulgäre Witze und zwei Welten, die nicht zusammenpassen wollen und können, wie es die Protagonisten nicht können.

Fazit: So ein Dreck aber auch. Besonders leid tut mir Mark Strong, der hier komplett verschwendet wurde, aber auch Cohen kann so viel mehr.

Sonntag, 20. März 2016

"Die Bestimmung - Allegiant"

Story: Die Klassen erleiden in Chicago ihren Zusammenbruch und Triss zieht es mitsamt ihrer Mitstreiter außerhalb der großen Mauer...

Diese "Young Adult"-Welle hab ich mittlerweile so satt, so satt. Dies ist erneut ein Versuch Geld zu scheffeln, indem man die Adaption des letzten Teils der Trilogie in zwei Teile aufteilt - auch ansonsten fehlt dem Streifen nahezu alles Mögliche, um den Zuschauer emotional abzuholen. Shailene Woodley als Protagonistin (wie der Rest der Besetzung) zieht einfach eisern ihre Leistung durch und ja, damit kann man eigentlich "Allegiant" am besten beschreiben, denn Autopilot ist hier Programm.

Fazit: Alles ist so "standard", unspektakulär und banal - "Allegiant" wird vielleicht die Romanfans erfassen, aber einen Otto-Normalzuschauer wie mich bestimmt nicht.
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