Montag, 16. März 2015

"Run All Night"

Story: Ehemaliger Profi-Killer Jimmy Conlon und der Pate Shawn Maguire waren Freunde, zumindest bis der Sohn vom letzteren den ersteren töten wollte und Conlon es durch das Töten des Fast-Mörders verhindert. Nun entfaltet sich eine Feindschaft, bei der alles auf dem Spiel steht...

Ein weiterer Film, bei dem Liam Neeson ein in die Jahre gekommener Action-Held ist, der seine Familie vor seinen Feinden beschützt - so langsam dürfte eine Empfehlung für "Expendables 4" sicher sein. Die größte Wendung in diesem schon recht etabliertem Genre liest sich bei der Handlung, denn dieses mal muss Neeson die bösen Jungs umnieten, weil er anfing. Ansonsten ist alles beim Alten: Solide schauspielerische Leistung, passable Regie und auf die Weise eine insgesamt kurzweilige Unterhaltung für einen Abend, vielleicht zwei.

Fazit: Der Standard-Liam Neeson-Actionfilm, nicht mehr, nicht weniger. Wünschte nur, man hätte weniger CGI in der ersten Hälfte verwendet.

Freitag, 13. März 2015

"Cinderella" (2015)

Story: Ich denke mal, dass ich das Märchen von Aschenputtel an dieser Stelle nicht wirklich zitieren muss, oder ?

Ich mag es wirklich nicht immer, mich relativ kurz zu fassen, aber es ist wieder einer dieser Fälle. Diesmal nicht, weil der Film einfach unsagbar schlecht ist, sondern weil er wie man es bei Regisseur Kenneth Branagh zu erwarten hatte. Im Prinzip ist dies einfach nur der Disney-Klassiker von 1950 in Live-Action mit solider bis guter Besetzung (vor allem Daumen hoch für Lily James als (Cinder)Ella und Cate Blanchett als die böse Stiefmutter) und vor allem wahrlich märchenhaft bezauberndem Look und Stil. Hier will niemand irgendwas auf Biegen und Brechen modernisieren, das Ganze in einen Fantasy-/Action-Epos verwandeln oder den Bösewicht zu einem Helden hochstufen. Es ist nett, aber im Angesicht des Animationsklassikers, auf dem es aufbaut, eigentlich unnötig. So gern ich auch Emma Watson in einer großen Rolle sehen möchte, fürchte ich dass "Die Schöne und das Biest" bei ähnlicher Herangehensweise womöglich auch komplett unnötig sein wird, wenn nicht noch überflüssiger (schließlich ist das Original einer der besten Disney-Filme überhaupt, egal ob animiert oder nicht).

Fazit: Obwohl der Film gut ist, würde ich trotzdem zum 1950er Meisterwerk raten, egal wer diese Geschichte noch nicht als Film gesehen hat.

Donnerstag, 12. März 2015

#10: Warum DC mit seinem Film-Universum nicht scheitern darf

So ziemlich jeder, der film-interessiert ist und nicht hinterm Mond lebt, weiß, dass Marvel unter dem Dach des großen Mäuse-Konzerns so ziemlich die Kinos dominiert mit ihren manchmal recht schlauen, manchmal recht simpel gestrickten, aber in jedem Fall hochunterhaltsamen Adaptionen von ehemaligen B- und C- und demnächst sogar D-Comics. Die Filmrechte für die 2 großen A-Comics wie "X-Men" und "Spider-Man" liegen ja bekanntlich bei Fox und Sony, aber dazu später. Und trotz des mittlerweile über 6 Jahre anhaltendem finanziellem Erfolg nach Erfolg nach Erfolg (und so gut wie keinem Film, der nicht mindestens gut oder sehr gut ist) ist es nicht unberechtigt, sich darum zu sorgen was passiert, sollte die immer größer werdende Marvel-Blase irgendwann platzen. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass ich es keineswegs wünsche, aber wenn ich bedenke, dass alle Filme bis mindestens 2020 schon vorgeplant sind, dann stellt sich die berechtigte Frage, wie lange sich die Qualität aufrecht erhalten lässt. Wobei ich schon bei Marvels größtem Konkurrenten wäre, nämlich DC.

Versteht mich nicht falsch, Fox und Sony sind auch direkte Konkurrenten im Kino, besonders Fox, die zuletzt bewiesen haben, dass sie die "X-Men"-Franchise verstehen und in fähige Hände gelegt haben; Sony hat den wahrscheinlich berühmtesten Superhelden neben Batman in petto, also brauchen sie sich nur dann Sorgen zu machen, wenn sie selbst zu viel Einfluss auf die Marke ausüben wollen (weswegen eine Zusammenarbeit mit Marvel eine der schlauesten Deals ist, die sie abschließen konnten). DC hat in der Zusammenarbeit mit Warner vor allem auf den dunklen Ritter gesetzt und war schlichtweg zu feige, konstant auf jemand anderen zu setzen; "Watchmen" konnte nur ein Einzelfilm sein und "Jonah Hex" mitsamt "Green Lantern" wurden nicht mit genug Sorge bedacht, weswegen ihr Versagen vorherzusehen war.

Es ist zwar lobenswert, dass man nun selbst endlich auch mal wen anders als Batman und sehr selten Superman ins Rampenlicht rückt, aber es kommt recht verzweifelt rüber, wenn der "Justice League"-Film (im Prinzip das Äquivalent der "Avengers") früher rauskommt als die einzelnen Filme der Mitglieder. OK, Batmans und Supermans Entstehungsgeschichten sind mehr als bekannt und an dem Punkt längst überflüssig, aber ich bezweifle, dass die Allgemeinheit die Ursprünge von Wonder Woman, Cyborg, Aquaman oder auch Martian Manhunter kennt. Man will so unbedingt Marvel nachahmen und realisiert nicht, dass wenn man in der gleichen Disziplin antritt, man längst verloren hat. Marvel wird immerhin mitten in seinem dritten Zirkel sein, während DC mit dem ersten fortfährt. Und obwohl ich nicht der größte Fan von Nolans Batman bin und alles andere als freundlich zu Zack Snyders Superman-Film, wäre es recht schade, das Feld kampflos Marvel zu überlassen und das aus einem ganz simplen Grund - Alternative in der Konkurrenz schafft erst die wahre Qualität.

Als die besagte Batman-Trilogie noch am Laufen war, kamen u.a. zwei Adaptionen "Kick-Ass" und "Scott Pilgrim gegen die Welt" heraus. Sie waren ein guter Kontrast gegenüber den düster-trocken-ernsten Nolan-Filmen, denn sie blieben einerseits ihren Vorlagen zu größten Teilen treu und nahmen sich selbst nicht übertrieben ernst. So hat man als Zuschauer eine gute Alternative zwischen mehreren Arten eines Genre-Films, dasselbe gilt hier. Es gibt einen Grund, warum "Captain America 2" eine solch positive Resonanz bekam, denn dieser Film an sich bot eine gewisse Abwechslung, denn dies war ein ernsterer Film im Ton und zeigte, dass Marvel nicht nach einer Formel operiert wie DC es zu tun scheint. Hey, der neue Superman wirkte wirklich wie ein billiger Batman-Abklatsch.

Um fair zu sein, DC scheint zurzeit bei TV-Serien zu rocken mit Hits wie "Arrow", "Flash" und "Gotham" und selbst da liegt Marvel auf der Lauer mit "Agents of S.H.I.E.L.D.", "Agent Carter" und der kommenden Netflix-Serie "Daredevil". Ich hoffe aber wirklich, dass sie sich film-technisch aufrappeln. DC, ihr habt zahlreiche coole Charaktere, zu denen ihr Filme machen könnt, oder wenn es euch besser gefällt, zuerst durch Serien aufbauen. Ich denke, dass wenn Marvel einen richtigen Konkurrenten im Film-Geschäft bekommt, werden sie umso mehr versuchen, ihre Qualitätsstandards nicht zu vernachlässigen...und womöglich auch noch nebenbei die Heimbildschirme angreifen ?

Montag, 9. März 2015

"Best Exotic Marigold Hotel 2"

Story: Sonny hat alle Hände voll zu tun, denn neben seiner anstehenden Hochzeit mit Sunaina muss er auch noch das kürzlich von ihm eröffnete zweite Hotel managen...

Bei dieser Fortsetzung kann ich mich recht kurz fassen: Vorgänger war ein netter kleiner Film, höchstwahrscheinlich am besten für die Altersgruppe gedacht, die in ihm am häufigsten vorkommt, nämlich ältere Menschen und in diesem Fall ist es nicht anders. Die Schauspieler geben allesamt gute Darstellungen ab (was man bei ihrer Klasse auch zu erwarten hat), aber was mich hier am meisten störte, waren zu viele Nebenhandlungen und ein leicht unfertiges Drehbuch, was man an einigen Dialogen merkt. Das mit den Nebenhandlungen wäre ganz OK, wenn diese wirklich interessant oder ergreifend wären - wie gesagt, ich bin vermutlich nicht wirklich die richtige Zielgruppe für den Film, aber einmal anschauen ist absolut in Ordnung.

Fazit: Netter kleiner Streifen, was soll man da noch groß schreiben.

Samstag, 7. März 2015

"Big Business - Außer Spesen nichts gewesen"

Story: Die kleine Firma bestehend aus Dan, Mike und Timothy müssen nach Deutschland, um einen überlebenswichtigen Deal abzuschließen...

Anstatt sich die Mühe zu machen für eine richtige Rezension, begebe ich mich mal auf das Level der Macher und stelle eine Quizfrage:

Hat der Film irgendwelche Qualitäten ?

A:  Natürlich ! In den besten Traditionen aller ausgeklügelter Partyfilme gibt es hier einen neuen Klassiker !
B: Bist du behindert ? Vince Vaughn ist zu nichts zu gebrauchen in einem Film und hat noch weitere Leute reingezerrt, um nebenbei fleißig Product Placement zu betreiben !
C: Man kann sich später mit der Disc gut den Arsch abwischen
D: Matthias Schweighöfer soll keine weiteren Filme rausbringen

Und gewonnen in unserer Quizrunde haben diejenigen, die Antwort B gewählt haben. Stellt euch vor, ich nähme meine Handykamera und würde einen Film drüber machen, wie ich aus meinem Zimmer in die Küche komme, dabei würden euch auf dem Weg dorthin häufig unnötige Werbung, Brüste und Flüche auffallen; nebenbei würde ich das Ganze möglichst gut durch einzelne unbeteiligte Szenen strecken, damit ich auch schön proklamieren kann, dass ich einen Film gemacht habe. Mehr habe ich eigentlich auch nicht zu bewerten, denn Charaktere sind nicht-existent, die Handlung als solche auch nicht, Witze sind auch nicht vorhanden - der Film ist tatsächlich "unfinished business", so wie er im Original heißt. Keine Ahnung, warum Nick Frost in diesem Scheiß mit drin steckte.

Fazit: Verschwendet nicht eure Zeit.
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis