Sonntag, 16. November 2014

"Dexter" Staffel 1

Story: Dexter Morgan arbeitet als Blutspurenanalyst für das Morddezernat von Miami und doch ist er selbst ein emotionsloser Serienkiller, der gnadenlos andere Killer bestraft...

Lieblings-Charakter: Selbstverständlich Dexter selbst, mit seinem feinen Sinn für schwarzen Humor ist er nicht nur für die meisten anderen Charaktere, sondern auch für den Zuschauer auf eine kranke Weise sympatisch. Ich persönlich mag auch Angel Batista, einen seiner Kollegen beim Dezernat, da er ein eigentlich aufrichtiger Cop ist und vollkommen zu Unrecht mit dem klar kommen muss, was ihm in dieser Staffel alles widerfährt.

Ungeliebter Charakter: Maria LaGuerta, die Abteilungsleiterin des Dezernats. Zugegeben, sie bessert sich im Verlauf der Staffel etwas, aber sie ist dennoch sturköpfig, unnötig unfair gegenüber Dexters Adoptivschwester Debra und einfach nur von dem eigenen Vorteil besessen. Vince Masuka als der Forensiker ist im Gegensatz dazu komplett unausstehlich und bessert sich eigentlich überhaupt nicht.

Lieblings-Episode: Episode 10 "Rot wie Blut". Man bekommt mehr von Dexters Hintergrund mit und sieht ihn auf eine bisher recht ungewöhnliche Weise. Hinzu handelt er auch noch einmal recht unüberlegt und man bekommt einen eindeutigen Hinweis auf den Kühllaster-Killer.

Meine Meinung zu dieser Serie: Jep, eine weitere recht populäre Serie zu schauen, nachdem sie schon zu Ende gegangen ist - warum nicht ? Mit einigem an Blut, recht interessanten Krimi- und gelegentlichen Drama-Elementen und vor allem dem köstlichen schwarzen Humor ist dies wirklich eine Serie, bei der ich es mir vorstellen kann, sie ganz (also alle 8 Staffeln) zu sehen. Frage ist nur, wie bei anderen Serien mit Psychopaten: Wird es jede Staffel einen Gegner auf Augenhöhe geben ?

Freitag, 14. November 2014

"Dumm und dümmehr"

Story: Lloyd und Harry sind zurück und finden heraus, was es damit auf sich hat, Verantwortung zu übernehmen...

Klingt nicht übertrieben berauschend, ich weiß, aber zu dieser recht unerwarteten Fortsetzung (immerhin sind 20 Jahre nach dem Original vergangen) gibt es sowieso nicht allzu viel zu sagen außer "Wer den ersten Teil mochte, wird sich auch mit diesem Film zufrieden geben". Rein objektiv ist der Humor nicht mehr ganz so auf der Höhe und das Ganze hat irgendwas von einer Ermüdungserscheinung, aber insgesamt ist es eine recht durchschnittliche Komödie (man darf sich wirklich nicht von Nostalgie/einer positiven Einstellung gegenüber dem Original blenden lassen). Es hat etwas...Schmeichelhaftes (mir fällt da kein besseres Wort dazu ein) Jim Carrey und Jeff Daniels wieder als Duo zu sehen; man merkt ihnen den Spaß an ihren Rollen an und das überträgt sich ebenso auf die Zuschauer.

Fazit: Eher für die Fans als für alle gedacht.

Donnerstag, 13. November 2014

"Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück"

Story: Psychiater Hector ist sein scheinbar perfektes Leben leid und möchte aus seinem monotonen Alltag ausbrechen, indem er die Welt bereist und nach den Ursachen für Glück sucht und diese in den unglaublichsten Orten findet...

Dieser Film sollte eindeutig "Wie sehr magst du eigentlich Simon Pegg oder Warum ist es nicht so gut wie der "Walter Mitty"-Film" heißen, denn damit lässt er sich am besten zusammenfassen. Ich mag Simon Pegg, in Kombination mit Regisseur Edgar Wright und besonders mit Freund Nick Frost ist er in Sachen britischer modernen Comedy nahezu unschlagbar und jede dieser Rollen ist trotz großer Unterschiede jeweils perfekt auf ihn zugeschnitten; ein passiv-aggressives Arschloch, das keine Ahnung von der Welt hat und sich öfters unmöglich verhält, gehört nicht ganz dazu. Gary aus "The World`s End" war auch ein Arschloch, aber dieser hatte den Charme eines frühreifen Teenagers plus einer durchaus vorhandenen Hintergrundgeschichte und somit Motivation, so zu sein wie er war - Hector scheint einfach nur so ein Arschloch zu sein und man erfährt dessen Hintergrund nicht.

Der "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty"-Vergleich passt insofern, als dass hier auch ein gestresster und vom Alltag müder Durchschnittsmensch aus dieser Routine durch eine Weltreise ausbricht. Stillers Mitty hatte hierbei eine Bodenständigkeit und Aufrichtigkeit an sich, mit der man sich gerne identifizieren will, anders als Hectors gewollte Ignoranz und die daraus resultierenden Glückskeks-Phrasen über das Glück, die unnötigen Schmalz beitragen. Es ist außerdem schade, dass tolle Schauspieler wie Rosamunde Pike oder Christopher Plummer in ihren Rollen eher reduziert wirken und an sich nicht allzu viel zur allgemeinen Geschichte beitragen.

Fazit: Schade, dass ich es mal erlebe, aber Simon Pegg hat tatsächlich mal in einem eher unterdurchschnittlichem Film mitgespielt, der stellenweise frustriert, aber vor allem durchgängig enttäuscht.

Mittwoch, 12. November 2014

"Grace of Monaco"

Story: Alfred Hitchcock möchte unbedingt 1962 die berühmte Grace Kelly als Hauptdarstellerin für seinen kommenden Film "Marnie" gewinnen. Doch diese ist inszwischen die First Lady von Monaco und sie steht unter massivem Druck, das Land nicht in seiner schwierigen Zeit im Stich zu lassen...

Letztes Jahr gab es "Diana" und dies ist ein ähnliches Durcheinander. Dieser hat ebenfalls eine Identitätskrise, wenngleich es hier deutlich mehr Zutaten/Elemente gibt, die in einen Mischmasch geraten sind: Hitchcock`scher Thriller, Liebesdrama, politisches Drama und...Boulevard-Biopic im Stil der 60er ?!? Das große Problem hierbei ist, dass obwohl klargestellt wird, dass dies ein Werk der Fiktion ist (es wird sogar eingeblendet, dass man sich auf reale Begebenheiten stützt, diese aber nicht direkt wiedergibt), man es einfach nicht schafft, eine mitreißende Geschichte zu kreieren. Dies wirkt einfach wie ein Fernsehfilm zum Einschlafen (außer man ist vielleicht Hardcore-Grace Kelly-Fan und der bin ich nicht) und alleine anhand der Synopsis weiß ich, was für eine Botschaft wohl überbracht werden soll. Eins muss ich dem Streifen aber auch lassen: Nicole Kidman als Grace Kelly ist besser als Naomi Watts als Prinzessin Diana - zugegeben, das ist kein besonders schmeichelhafter Vergleich, aber Kidman kaufe ich wenigstens den Versuch ab.

Fazit: Ein entweder leicht frustrierendes oder wohl eher schnarchiges Durcheinander an nicht realisierten Konzepten mit einer halbwegs dezenten Nicole Kidman mittendrin.

Montag, 10. November 2014

"Baymax - Riesiges Robowabohu"

Story: Hiro und Tadashi Hamada sind geniale Brüder und leben in der futuristischen Stadt San Fransokyo. Als der ältere Tadashi dem jüngerem Hiro den aufblasbaren Roboter Baymax baut, ahnt der letztere noch nicht, was für eine Beziehung er mit ihm aufbauen wird und dass diese der Schlüssel sein wird, um seine Stadt mit seinen Freunden als die "Big Hero 6" zu retten...

Liebe Übersetzer: Ja, der Roboter Baymax ist ein prominenter Teil der Trailer zu diesem Film, aber es leuchtet mir nicht ein, wie man von einem relativ aussagekräftigen Titel wie "Big Hero 6" auf "Baymax - Riesiges Robowabohu" kommt. Es ist ein Disney-Film, aber so klingt er wie komplett für Vorschüler im Morgenprogramm und ein Außenstehender wie ich würde es niemals mit der ursprünglichen Marvel-Comicreihe assoziieren.

Abseits dieses "Fauxpas" ist dies ein weiterer Fall von "Disney macht wieder super Animationsfilme, weil Pixar kein Bock mehr drauf hat", oder wie ich es nennen würde: Disney ist wieder in der Spur. Ich hab die Vorlage nicht gelesen, kann daher nicht sagen, wie sehr sich diese Adaption thematisch von ihr unterscheidet; ich persönlich würde diesen Streifen auf jeden Fall als eigenständigen Film empfehlen. Er ist bunt, spaßig, lustig, mal traurig, Action ist auch dabei - kurzum, er fügt sich relativ gut sowohl in Disneys als auch in Marvels Kino-Portfolio. Apropos Marvel: Der Cameo-König Stan Lee ist wieder dabei und hat das (zumindest für seine Verhältnisse) ausführlichste Cameo bisher.

Wenn ich einen weiteren Kritikpunkt außer vom Namen vorweisen würde: Es ist gut möglich, dass der Film sich ab der Mitte ein Stück lang zieht, nur um dann im Finale ein Feuerwerk abzuliefern. Außerdem wird hier keineswegs das Rad neu erfunden, wenngleich Konventionen gut genug übertüncht wurden.

Fazit: Ein weiterer toller Disney-Animationsfilm, der nur aufgrund seiner Grundprinzipien, weniger Risikobereitschaft und das Vorhandensein von einer definierten Vorlage nicht an "The Lego Movie" als besten Animationsfilm des Jahres heranreicht. Für sich genommen aber natürlich eine absolute Empfehlung für so ziemlich alle !
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