Story: Mitte der 1930er. Martial-Arts-Lehrer Ip Man bekommt durch eine Zeremonie das Erbe des Großmeisters Gong Baosen und verliert im Laufe der Jahre alles an den Krieg gegen die Japaner...
Martial-Arts-Legende Ip Man hatte schon in der Vergangenheit mehrere Filme (von denen ich bis zu diesem hier noch nichts wusste) und dieser hier soll am allerwenigsten auf seinen historischen Hintergrund zurückgreifen, ebenso wenig, wie der Regisseur an Dramaturgie interessiert ist. Was hier am besten funktioniert (und wohl auch der Fokus war), sind die Actionszenen, die zwar nicht besonders reißerisch oder atemberaubend, aber wunderbar kunstvoll in Szene gesetzt wurden. Oder wie ich es ausdrücken würde: Es gibt reichlich Slo-Mo, um zu zeigen, wie viel Arbeit hinter den Kung Fu-Szenen steckt, die abseits von reichlich Melancholie hochgehalten wird.
Fazit: Sehenswert für Leute, die gut choreografierte, gedrehte und gespielte Kung Fu-Szenen mögen. Wer nach einer wirklichen Story sucht, ist hier falsch.
Montag, 19. August 2013
Samstag, 17. August 2013
"Kick-Ass 2"
Story: Nach den Ereignissen aus dem ersten Teil gibt Hit-Girl ihr Superheldendasein auf und versucht als Mindy Macready die Highschool zu überstehen. Dave Lizewski aka Kick-Ass will jedoch so schnell wie möglich wieder in sein Kostüm schlüpfen und tritt dem neuen Superheldenteam "Justice Forever" bei. Diesem steht nun eine scheinbar unbesiegbare Superschurken-Armee rund um den ehemaligen Red Mist, der sich nun "The Motherfucker" nennt, entgegen...
Die Comicbuchadaption "Kick-Ass" aus dem Jahr 2010 vom Regisseur Matthew Vaughn war ein unerwartetes Etwas, was gar nicht so wirklich in die Vorstellung von modernen Superheldenfilmen passen wollte: Es machte Spaß, hatte clevere Dialoge, Witze und Anspielungen und außerdem eine Herkunftsgeschichte eines Helden, mit dem man sich einfach identifizieren kann (immerhin war er ja auch ein normaler Typ) - kurzum gesagt, es trat den ernst-düster-depressiven Superheldenfilmen kräftig in den Arsch. Hier ist Vaughn nur noch Produzent und das sieht man mehrmals am und im Film: Das Produktionsbudget ist kleiner, die Gags/Sprüche/Dialoge sind weniger scharf geschliffen und der Ton ist diesmal noch uneindeutiger als im Vorgänger, weil hier noch mehr verschiedene Genres reingeschrieben wurden, wobei ich auch schon beim nächsten Punkt bin.
So wie ich diesen Film sah, hätte er gar nicht erst "Kick-Ass 2" heißen müssen, sondern Hit-Girl, denn es ist hauptsächlich ihre Story und es ist sie, deren Charakter sich hier am meisten weiterentwickelt. Mindy bekommt eine typische Highschool-Geschichte mit den beliebten Mädchen und Dave re-evaluiert im Prinzip seinen Standpunkt rund um Superhelden den gesamten Film über. Moretz spielt ihren Part wie gewohnt souverän, auch wenn hier für viele der Schock-Effekt bei ihr verloren geht, weil sie ja kein kleines Mädchen mehr ist, sondern schon ein Teenager; bei Johnson ist es da nicht anders. Die stärkste Darstellung gehört hier höchstwahrscheinlich Plasse als The Motherfucker, der hier entgegen der Comic-Vorlage spielen muss (die wiederum um einiges brutaler und erbarmungsloser ist als die Verfilmung ist; man hätte sie in der Form nicht verfilmen können) und aus dem eigentlichen Minus an Bosheit ein Plus an Comedy-Momenten macht, was aufgrund seines Stils nur passend ist. Die größten Überraschungen waren auf jeden Fall Jim Carrey als Colonel Stars and Stripes, der mit noch mehr Leinwandzeit die Höhen von Nicholas Cage aus dem Vorgänger erreicht hätte, aber auch so fast zu seiner alten Stärke zurückkommt (und zu seinem Statement komme ich später) und Olga Kurkulina als Mother Russia, die von allen Bösewichtern (außer The Motherfucker) die meiste Leinwandzeit bekommt und locker als Ivan Dragos Schwester/Mutter herhalten könnte. Neben Carrey hat "Scrubs"-Star Donald Faison eine weitere Star-Cameo-Rolle als Dr. Gravity und sorgt neben diesem auch für die amüsantesten Momente im Superhelden-Team.
Wie bereits erwähnt sieht der Film etwas billiger aus als der Vorgänger und hat diesmal sogar aus welchen Gründen auch immer wieder keine stabile Kameraperspektive bei manchen Kampfszenen - warum man dem Zuschauer so zusetzen will weiß ich einfach nicht, aber wenigstens ist es nicht so schlimm wie in "Man of Steel"; dafür bringt die letzte Schlacht reichlich Spannung und hat gar etwas Episches an sich - alleine wegen des Umstands, dass wir als Zuschauer schon lange nicht mehr eine Kampfszene zwischen Superhelden und Superschurken gesehen haben (und damit meine ich nicht mehrere Superhelden gegen einen Bösewicht mit seinen Anhängern, ich meine ernsthaft ca. 100 Leute auf jeder Seite, die eigentlich alle mehr oder weniger gleich sind und nur durch wenige Einzelne gewinnen können). Außerdem kann der Film durch seine Moral und durch eine durchaus legitimierte Entwicklung sämtlicher wichtiger Charaktere aus dem letzten und aus dem neuen Film punkten.
Fazit: Insgesamt kann "Kick-Ass 2" nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten, aber für so schlecht wie es gerade in der Presse dargestellt wird, halte ich es auch nicht. Es mag nicht mehr ganz den Witz, Charme oder Frische einfangen, bringt aber mehr als genügend Unterhaltung mit und überzeugt vor allem durch seinen starken Cast.
P.S.: Jim Carrey hatte sich nach dem Schulmassaker an der "Sandy Hook"-Grundschule auf seiner Twitter-Seite deutlich von dem Film distanziert und sich geweigert, dafür zu werben, weil er die beinhaltende Gewalt für unmoralisch hält. Ich weiß bis heute nicht ganz, was der Herr Carrey an dem Tag geraucht/eingenommen hat, aber ich kann hier nur meinen eigenen Standpunkt vertreten und hoffen, dass dieser auch verstanden wird. Filme wie diese sind klare Fiktion und sie alleine machen aus den Zuschauern noch lange nicht das, was sie eventuell beinhalten, bsw. werde ich kein Archäologe, wenn ich "Indiana Jones" gucke oder kein brillianter Wissenschaftler, wenn ich "Zurück in die Zukunft" schaue - ebenso wie ich nicht anfange, Leute abzumetzeln obwohl ich "Kick-Ass 1 & 2" sah. Glücklicherweise hat er die Vorlage nicht erwischt, sonst hätte er sich wohl gegen viele Comics wie "Watchmen", "V wie Vendetta" und "Sin City" geäußert.
Die Comicbuchadaption "Kick-Ass" aus dem Jahr 2010 vom Regisseur Matthew Vaughn war ein unerwartetes Etwas, was gar nicht so wirklich in die Vorstellung von modernen Superheldenfilmen passen wollte: Es machte Spaß, hatte clevere Dialoge, Witze und Anspielungen und außerdem eine Herkunftsgeschichte eines Helden, mit dem man sich einfach identifizieren kann (immerhin war er ja auch ein normaler Typ) - kurzum gesagt, es trat den ernst-düster-depressiven Superheldenfilmen kräftig in den Arsch. Hier ist Vaughn nur noch Produzent und das sieht man mehrmals am und im Film: Das Produktionsbudget ist kleiner, die Gags/Sprüche/Dialoge sind weniger scharf geschliffen und der Ton ist diesmal noch uneindeutiger als im Vorgänger, weil hier noch mehr verschiedene Genres reingeschrieben wurden, wobei ich auch schon beim nächsten Punkt bin.
So wie ich diesen Film sah, hätte er gar nicht erst "Kick-Ass 2" heißen müssen, sondern Hit-Girl, denn es ist hauptsächlich ihre Story und es ist sie, deren Charakter sich hier am meisten weiterentwickelt. Mindy bekommt eine typische Highschool-Geschichte mit den beliebten Mädchen und Dave re-evaluiert im Prinzip seinen Standpunkt rund um Superhelden den gesamten Film über. Moretz spielt ihren Part wie gewohnt souverän, auch wenn hier für viele der Schock-Effekt bei ihr verloren geht, weil sie ja kein kleines Mädchen mehr ist, sondern schon ein Teenager; bei Johnson ist es da nicht anders. Die stärkste Darstellung gehört hier höchstwahrscheinlich Plasse als The Motherfucker, der hier entgegen der Comic-Vorlage spielen muss (die wiederum um einiges brutaler und erbarmungsloser ist als die Verfilmung ist; man hätte sie in der Form nicht verfilmen können) und aus dem eigentlichen Minus an Bosheit ein Plus an Comedy-Momenten macht, was aufgrund seines Stils nur passend ist. Die größten Überraschungen waren auf jeden Fall Jim Carrey als Colonel Stars and Stripes, der mit noch mehr Leinwandzeit die Höhen von Nicholas Cage aus dem Vorgänger erreicht hätte, aber auch so fast zu seiner alten Stärke zurückkommt (und zu seinem Statement komme ich später) und Olga Kurkulina als Mother Russia, die von allen Bösewichtern (außer The Motherfucker) die meiste Leinwandzeit bekommt und locker als Ivan Dragos Schwester/Mutter herhalten könnte. Neben Carrey hat "Scrubs"-Star Donald Faison eine weitere Star-Cameo-Rolle als Dr. Gravity und sorgt neben diesem auch für die amüsantesten Momente im Superhelden-Team.
Wie bereits erwähnt sieht der Film etwas billiger aus als der Vorgänger und hat diesmal sogar aus welchen Gründen auch immer wieder keine stabile Kameraperspektive bei manchen Kampfszenen - warum man dem Zuschauer so zusetzen will weiß ich einfach nicht, aber wenigstens ist es nicht so schlimm wie in "Man of Steel"; dafür bringt die letzte Schlacht reichlich Spannung und hat gar etwas Episches an sich - alleine wegen des Umstands, dass wir als Zuschauer schon lange nicht mehr eine Kampfszene zwischen Superhelden und Superschurken gesehen haben (und damit meine ich nicht mehrere Superhelden gegen einen Bösewicht mit seinen Anhängern, ich meine ernsthaft ca. 100 Leute auf jeder Seite, die eigentlich alle mehr oder weniger gleich sind und nur durch wenige Einzelne gewinnen können). Außerdem kann der Film durch seine Moral und durch eine durchaus legitimierte Entwicklung sämtlicher wichtiger Charaktere aus dem letzten und aus dem neuen Film punkten.
Fazit: Insgesamt kann "Kick-Ass 2" nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten, aber für so schlecht wie es gerade in der Presse dargestellt wird, halte ich es auch nicht. Es mag nicht mehr ganz den Witz, Charme oder Frische einfangen, bringt aber mehr als genügend Unterhaltung mit und überzeugt vor allem durch seinen starken Cast.
P.S.: Jim Carrey hatte sich nach dem Schulmassaker an der "Sandy Hook"-Grundschule auf seiner Twitter-Seite deutlich von dem Film distanziert und sich geweigert, dafür zu werben, weil er die beinhaltende Gewalt für unmoralisch hält. Ich weiß bis heute nicht ganz, was der Herr Carrey an dem Tag geraucht/eingenommen hat, aber ich kann hier nur meinen eigenen Standpunkt vertreten und hoffen, dass dieser auch verstanden wird. Filme wie diese sind klare Fiktion und sie alleine machen aus den Zuschauern noch lange nicht das, was sie eventuell beinhalten, bsw. werde ich kein Archäologe, wenn ich "Indiana Jones" gucke oder kein brillianter Wissenschaftler, wenn ich "Zurück in die Zukunft" schaue - ebenso wie ich nicht anfange, Leute abzumetzeln obwohl ich "Kick-Ass 1 & 2" sah. Glücklicherweise hat er die Vorlage nicht erwischt, sonst hätte er sich wohl gegen viele Comics wie "Watchmen", "V wie Vendetta" und "Sin City" geäußert.
Mittwoch, 14. August 2013
"Kick-Ass" (2010)
Story: Wer hat schon mal nicht davon geträumt, ein Superheld zu sein ? Diese Frage stellt sich auch Comicbuch-Fan und Durchschnittstyp Dave Lizewski, der durch "die richtige Mischung aus Einsamkeit und Verzweiflung" den Entschluss fasst, das Alter Ego "Kick-Ass" zu erschaffen und Verbrechen zu bekämpfen. Doch hat er sich nie erträumen lassen, wie sehr ihn das in den Arsch treten wird...
Eins vorneweg: Dies ist keine normale Comicverfilmung, auch wenn der Film milder als die Vorlage ausfällt und sich somit weniger kantig anfühlt. Das nimmt aber nur bedingt etwas von der Qualität des Films, der exzellent besetzt und gespielt wurde. Ich werde hier wohl nichts Überraschendes erzählen wenn ich sage, dass Hit-Girl DER Charakter des Films war und auch so ziemlich die besten Szenen hat - alleine wie die muntere Minderjährige massenhaft Männer massakriert hat etwas sehr stilhaftes an sich und hat das Zeug zur Kultfigur. Ihr Vater Big Daddy hat Nicholas Cage so ziemlich die beste Rolle der letzten Jahre beschert und er ist kommt der Vorlage als einer der wenigen Charaktere am nächsten. Aber was ist mit Kick-Ass selbst ? Aaron Johnson hat für mich das Beste aus dem Script herausgekitzelt und kann leider weniger selbstironisch rüberkommen als gewünscht, aber dies kann sich in der Fortsetzung noch steigern. Mark Strong als der Mafiaboss Franc D`Amico ist perfekt besetzt und sein Sohn Chris mit dessen Alter Ego Red Mist ist bedauerlicherweise weniger bedrohlich ausgefallen als im Comic, aber Christopher Mintz-Plasse macht es mit seiner Comedy fast wieder wett.
Seit ich diesen Film im Kino sah, wusste ich nur, dass "Kick-Ass" mir den Spaß zurück gebracht hat, nämlich bei den Comicbuchverfilmungen. Natürlich haben Helden mit diesem und jedem zu hapern und es gibt zahlreiche Dilemmas, die angesprochen werden müssen...dies heißt aber nicht, dass alle Superhelden todernst sein müssen. Die Comic-Vorlage wollte eindeutig darauf anspielen, dass bei all den Schwierigkeiten, ein Superheld im echten Leben zu werden, man entweder total verrückt, verzweifelt, einsam oder alle drei Sachen auf einmal sein sollte und dass man viel über hohe Moralansprüche faseln kann - aber das reale Leben gibt einem selten bis nie die Chance, diese auch wirklich umzusetzen. Im echten Leben gibt es Arschtritte, wenn man sich für andere einsetzt.
Fazit: Es mag nicht so fein geschliffen worden sein wie Quasi-Jahres-Konkurrent "Scott Pilgrim gegen die Welt" und es mag auch nicht an sich ganz rund sein (eben weil es trotz Grenzüberschreitungen für FSK 16 doch relativ zahm im Vergleich zum Comic ist), aber ich halte "Kick-Ass" immernoch für eine der wichtigsten Comicbuchverfilmungen der letzten Jahre. Eben weil man auch den großen und bekannten Superhelden mal in den Arsch treten muss.
Eins vorneweg: Dies ist keine normale Comicverfilmung, auch wenn der Film milder als die Vorlage ausfällt und sich somit weniger kantig anfühlt. Das nimmt aber nur bedingt etwas von der Qualität des Films, der exzellent besetzt und gespielt wurde. Ich werde hier wohl nichts Überraschendes erzählen wenn ich sage, dass Hit-Girl DER Charakter des Films war und auch so ziemlich die besten Szenen hat - alleine wie die muntere Minderjährige massenhaft Männer massakriert hat etwas sehr stilhaftes an sich und hat das Zeug zur Kultfigur. Ihr Vater Big Daddy hat Nicholas Cage so ziemlich die beste Rolle der letzten Jahre beschert und er ist kommt der Vorlage als einer der wenigen Charaktere am nächsten. Aber was ist mit Kick-Ass selbst ? Aaron Johnson hat für mich das Beste aus dem Script herausgekitzelt und kann leider weniger selbstironisch rüberkommen als gewünscht, aber dies kann sich in der Fortsetzung noch steigern. Mark Strong als der Mafiaboss Franc D`Amico ist perfekt besetzt und sein Sohn Chris mit dessen Alter Ego Red Mist ist bedauerlicherweise weniger bedrohlich ausgefallen als im Comic, aber Christopher Mintz-Plasse macht es mit seiner Comedy fast wieder wett.
Seit ich diesen Film im Kino sah, wusste ich nur, dass "Kick-Ass" mir den Spaß zurück gebracht hat, nämlich bei den Comicbuchverfilmungen. Natürlich haben Helden mit diesem und jedem zu hapern und es gibt zahlreiche Dilemmas, die angesprochen werden müssen...dies heißt aber nicht, dass alle Superhelden todernst sein müssen. Die Comic-Vorlage wollte eindeutig darauf anspielen, dass bei all den Schwierigkeiten, ein Superheld im echten Leben zu werden, man entweder total verrückt, verzweifelt, einsam oder alle drei Sachen auf einmal sein sollte und dass man viel über hohe Moralansprüche faseln kann - aber das reale Leben gibt einem selten bis nie die Chance, diese auch wirklich umzusetzen. Im echten Leben gibt es Arschtritte, wenn man sich für andere einsetzt.
Fazit: Es mag nicht so fein geschliffen worden sein wie Quasi-Jahres-Konkurrent "Scott Pilgrim gegen die Welt" und es mag auch nicht an sich ganz rund sein (eben weil es trotz Grenzüberschreitungen für FSK 16 doch relativ zahm im Vergleich zum Comic ist), aber ich halte "Kick-Ass" immernoch für eine der wichtigsten Comicbuchverfilmungen der letzten Jahre. Eben weil man auch den großen und bekannten Superhelden mal in den Arsch treten muss.
Dienstag, 13. August 2013
"Copperhead"
Story: Abner Beech ist ein Nordstaatler, der selbst die Sklaverei nicht als einen Grund für den Bürgerkrieg ansieht, wird langsam immer mehr zum Außenseiter in seinem Dorf und selbst sein Sohn, der sich freiwillig für die Union meldet, wendet sich gegen ihn...
Das Konzept an sich ist mehr als interessant; ich würde sogar wagen zu behaupten, dass das einer der Einzelfälle überhaupt ist, in denen der amerikanische Bürgerkrieg von dieser Seite gezeigt wurde, nämlich von Pazifisten, die den Krieg um jeden Preis verhindern wollten. Und während die Prämisse durchaus Potenzial zeigt, so tut es die Umsetzung nicht.
Das größte Problem hier ist nämlich der Ton, oder besser gesagt die Vorgehensweise, mit der die Geschichte erzählt werden soll. Bei geschichtlich angehauchten Filmen ist es ja von Vorteil, wenn man ein uns als Zuschauer antreibendes Element (in meisten Fällen Drama) mit hinzuserviert, denn nicht jeder interessiert sich für jede Geschichtsepisode (und noch mehr für gar keine). In "Copperhead" aber wirkt alles entweder wie eine TV-Doku oder wie Theaterstück - anders als in "Anna Karenina" z.B. war das sicherlich nicht der Sinn und Zweck und ein klassischer Roman, der als Theaterstück leichter zu inszenieren ist als ein ganzer Krieg, hat es da besser. Mit anderen Worten: Ich mag gern glauben, dass der Protagonist einen vernünftigen Standpunkt vertritt, aber es kratzt mich bei weitem nicht so sehr, wie es sollte und weil nebenbei noch reichliche "es ist zeitgenössisch"-Szenen da sind (die die Geschichte um keinen Zentimeter voranbringen) wirkt der Film noch mehr nach einem langgezogenem Kaugummi.
Fazit: "Copperhead" hatte die Chance, einzigartig zu werden, aber so wie es geworden ist, bleibt es ein Filmfleck mit fadem Beigeschmack.
Das Konzept an sich ist mehr als interessant; ich würde sogar wagen zu behaupten, dass das einer der Einzelfälle überhaupt ist, in denen der amerikanische Bürgerkrieg von dieser Seite gezeigt wurde, nämlich von Pazifisten, die den Krieg um jeden Preis verhindern wollten. Und während die Prämisse durchaus Potenzial zeigt, so tut es die Umsetzung nicht.
Das größte Problem hier ist nämlich der Ton, oder besser gesagt die Vorgehensweise, mit der die Geschichte erzählt werden soll. Bei geschichtlich angehauchten Filmen ist es ja von Vorteil, wenn man ein uns als Zuschauer antreibendes Element (in meisten Fällen Drama) mit hinzuserviert, denn nicht jeder interessiert sich für jede Geschichtsepisode (und noch mehr für gar keine). In "Copperhead" aber wirkt alles entweder wie eine TV-Doku oder wie Theaterstück - anders als in "Anna Karenina" z.B. war das sicherlich nicht der Sinn und Zweck und ein klassischer Roman, der als Theaterstück leichter zu inszenieren ist als ein ganzer Krieg, hat es da besser. Mit anderen Worten: Ich mag gern glauben, dass der Protagonist einen vernünftigen Standpunkt vertritt, aber es kratzt mich bei weitem nicht so sehr, wie es sollte und weil nebenbei noch reichliche "es ist zeitgenössisch"-Szenen da sind (die die Geschichte um keinen Zentimeter voranbringen) wirkt der Film noch mehr nach einem langgezogenem Kaugummi.
Fazit: "Copperhead" hatte die Chance, einzigartig zu werden, aber so wie es geworden ist, bleibt es ein Filmfleck mit fadem Beigeschmack.
Sonntag, 11. August 2013
"The Conjuring - Die Heimsuchung"
Story: In den 70er Jahren gehen die Dämonologen Ed und Lorraine Warren einem neuen Fall nach, in dem die Familie Perron in ihrem neuen Landhaus nahe Rhode Island von etwas Grausamem heimgesucht wird...
Ein neuer Horrorfilm von "Saw"- und "Insidious"-Regisseur James Wan und er ist extrem gut ? In diesem leider eher schlechten Film-Jahr ist "Conjuring" wie eine Offenbarung und Segen zugleich, weil hier mal wieder ein Film kommt, der nicht nur super sein Genre repräsentiert, sondern auch stolz als einer der besten Filme des Jahres da stehen kann. Dies ist möglich durch Wans Verständnis des Genres, in dem es viel mehr auf Kopfkino und Atmosphäre ankommt als auf billige Schreckmomente und ordentlich Gore; genau da wird angesetzt und man erlebt Horror der alten Schule - mit sehr gutem Schauspiel, einfachen Effekten und der Prise an wunderbarer Regiearbeit.
Ich wünschte echt, ich könnte hier mehr erzählen, aber bei Horrorfilmen (insbesondere bei klasse Exemplaren wie diesen) sollte man möglichst wenig vom Film selbst preisgeben, um die besten Stellen auch wirken zu lassen. Achja, wer die Nase rümpfen will beim Zusatz "basiert auf realen Ereignissen", der irrt sich dieses Mal, denn hier stimmt es und angeblich soll er auch ziemlich nah an den Geschehnissen inszeniert worden sein.
Fazit: Endlich wieder ein klasse Horrorfilm und Zeichen, dass 2013 noch einiges zu bieten hat, was Filme angeht. Da James Wan demnächst "Fast & Furious 7" machen will, sehe ich bei dieser Franchise endlich gute Zeiten anbrechen !
Ein neuer Horrorfilm von "Saw"- und "Insidious"-Regisseur James Wan und er ist extrem gut ? In diesem leider eher schlechten Film-Jahr ist "Conjuring" wie eine Offenbarung und Segen zugleich, weil hier mal wieder ein Film kommt, der nicht nur super sein Genre repräsentiert, sondern auch stolz als einer der besten Filme des Jahres da stehen kann. Dies ist möglich durch Wans Verständnis des Genres, in dem es viel mehr auf Kopfkino und Atmosphäre ankommt als auf billige Schreckmomente und ordentlich Gore; genau da wird angesetzt und man erlebt Horror der alten Schule - mit sehr gutem Schauspiel, einfachen Effekten und der Prise an wunderbarer Regiearbeit.
Ich wünschte echt, ich könnte hier mehr erzählen, aber bei Horrorfilmen (insbesondere bei klasse Exemplaren wie diesen) sollte man möglichst wenig vom Film selbst preisgeben, um die besten Stellen auch wirken zu lassen. Achja, wer die Nase rümpfen will beim Zusatz "basiert auf realen Ereignissen", der irrt sich dieses Mal, denn hier stimmt es und angeblich soll er auch ziemlich nah an den Geschehnissen inszeniert worden sein.
Fazit: Endlich wieder ein klasse Horrorfilm und Zeichen, dass 2013 noch einiges zu bieten hat, was Filme angeht. Da James Wan demnächst "Fast & Furious 7" machen will, sehe ich bei dieser Franchise endlich gute Zeiten anbrechen !
Abonnieren
Posts (Atom)
