Montag, 19. September 2016

"Nerve"

Story: In der Zukunft gibt es das Spiel "Nerve", das Spieler und Zuschauer hat; die Zuschauer zahlen dafür, dass Spieler riskante Sachen machen. Vee wählt bei ihrem ersten Einloggen ins Spiel die Seite der Spieler und kriegt immer riskantere Sachen zu tun, unter anderem auch mit dem Unbekannten Ian...

Man muss schon mal vorher das Nachdenken möglichst weit herunterfahren, damit man nicht allerlei Logiklöcher aufdeckt und den Streifen anständig genießen kann; Emma Roberts und Dave Franco stellen ein tolles und miteinander harmonierendes Paar und ansonsten sieht der Film auch recht toll aus. Nebst den Logiklöchern gibt es leider auch kein richtiges Finale, was bei weitem der größte Minuspunkt ist.

Fazit: Eine interessante Idee, die leider recht lächerliche Ausmaße annimmt und keinerlei Ende findet.

Sonntag, 18. September 2016

"Blair Witch"

Story: Lane findet seine Schwester Heather in einem YouTube-Video wieder, das sie vor 17 Jahren in dem Wald von Burkittsville zeigt und da sie seitdem nie wieder gesehen wurde, zieht er mit seinen Freunden los, um sie zu suchen...

Ich persönlich bin kein großer Fan des Originals von 1999; meine Kurzkritik dazu würde so aussehen: Überwältigender Großteil ist langatmig, langweilig, nervig und macht mich krank wegen der Drehweise und die letzten 10 Minuten sind einige der effektivsten, gruseligsten und besten, die ich je in einem Film gesehen habe. Der Quasi-Nachfolger ist eine der miesesten Fortsetzungen aller Zeiten, allein schon weil sie so gut wie nichts mit dem Vorgänger zu tun hat und auch überhaupt keinen Sinn ergibt.

Diese Fortsetzung fühlt sich dagegen wie solche an, irgendwie schon zu sehr: Auch hier ist der Aufbau so richtig langatmig und der Großteil ist alles andere als gruselig ("Sprungschrecks" sind der reinste Müll und das hatte das Original nicht nötig); höchstens der Sound mit all den kleinen Geräuschen im Hintergrund vermittelt hin und wieder eine unangenehme Atmosphäre. Leider sind es auch hier nur die letzten 10 Minuten, die herausstechen - man sieht viel mehr als in 1999, aber das könnte man auch als falsch ansehen, weil man für anständigen Horror auch gar nicht so viel zeigen muss.

Fazit: Keinerlei Neuerfindung des Genres per se, aber auch nicht das schlechteste Beispiel davon. Wer auf das Original steht, dem sei dieser Film wärmstens empfohlen.

"American Pie"-Special: Die DVD-Ableger (Teile 4-7)

Hierfür gebe ich mir nicht einmal die Mühe, die Poster einzufügen.

Handlungen: Teil 4 begleitet Steve Stiflers Bruder Matt in ein Bandcamp, wo er sich bessern soll. Teile 5 und 6 einen Cousin von Stifler auf einem College, an dem es zahlreiche versaute Gelegenheiten gibt. Teil 7 ist im Prinzip "Superbad" im "American Pie"-Gewand.

Teil 4 ist gerade noch "am besten" von den 4 DVD-Ablegern, aber auch nur weil die Handlung sich am natürlichsten anfühlt und man noch einige Charaktere aus der Trilogie reinschmuggeln konnte. Ab Teil 5 hat man eindeutig jegliche Struktur und Mühe aufgegeben und stattdessen alles auf allerlei Perversitäten gesetzt; Gerontophilie und Zoophilie wurden nicht verschont. Währenddessen hat man Jims Vater zum tatsächlichen offiziellen Maskottchen erlaubt und dem Schauspieler immer lächerlicher und unwitziger werdende Zeilen verpasst.

Fazit: Einfach auslassen, man verpasst überhaupt nichts.

Donnerstag, 15. September 2016

"When the Bough Breaks"

Story: Ein junges Paar will unbedingt ein Baby zeugen, doch kann es nicht auf konventionelle Weise und so suchen sie sich eine Leihmutter, die am Ende noch fatal für sie werden soll...

Ein absolut wertloser Film, da unoriginell und nichts besitzend, was auch nur annähernd rausstechen könnte. Die Darsteller sind vielleicht nicht komplett schlecht, aber das bringt nichts, wenn alles andere einfach nur so ausgelutscht ist; damit sind vor allem das Konzept, der Ton und die Umsetzung gemeint - all diese Bestandteile lassen den Streifen kaum mehr als einen B-Film für das Fernsehen aussehen.

Fazit: Zum Vergessen.

Mittwoch, 14. September 2016

"Snowden"

Story: 2013 deckt NSA-Mitarbeiter Edward Snowden für die ganze Welt auf, wie sehr amerikanische Behörden nicht nur von ihrem Volk, sondern von mehreren Millionen bis hin zu Milliarden Menschen eine schier unendliche Anzahl an Daten absaugen. Zur Sicherheit ist er schon mal außerhalb des Landes, jegliche Verbindungen wie die zu seiner Freundin abgeschnitten und für sich allein gestellt...

Nach der Doku "Citizenfour" kommt nun ein richtiger Film rund um den berühmtesten Whistleblower und eine der kontroversesten Personen der letzten Jahre und ob das eine wirklich gute Entscheidung ist, wo einige der wichtigsten Fragen noch bei weitem nicht geklärt wurden ? Natürlich ist der Streifen von Oliver Stone, der gern politisch "geladene" Filme macht; dies ist spätestens mit den Montagen gegen Ende klar und es ist offensichtlich, auf wessen Seite er sich stellt. Im Allgemeinen gibt es nahezu keine wirkliche Differenzierung bei diesem schweren und verwirrendem Thema - niemals kann ich als Zuschauer Snowden in seinen Motiven anzweifeln (vollkommen egal wie ich persönlich zum Thema stehe, so bin ich bei einer Meinung, dass "solche" am besten so neutral und mehrschichtig wie möglich behandelt werden sollte; hier hatte ich oftmal das Gefühl eines halben Propagandastreifens). Dabei ist Stone nicht einmal wirklich bissig, sodass das klare "Partei beziehen" nicht so offensiv rüberkommt; hierzu kommt noch eine Verwässerung durch einen romantischen und pseudo-dramatischen Teil, wovon beide nicht recht zum Thema passen zu scheinen. Von allen Darstellern ist Joseph Gordon-Levitt so ziemlich der solideste und am meisten konstante, aber er muss ja auch mit einer recht ruhigen Rolle keine Akzente setzen.

Fazit: Ein insgesamt ordentlicher Film, der dafür alles andere als notwendig war.
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