Mittwoch, 30. September 2015

In eigener Sache: Oktober-Vorschau + Eventualitäten

So, der September mit Morgan Freeman ist vorbei und ja, ich hätte noch einige Filme reinnehmen können, aber das "Problem" bei Morgan Freeman ist einfach, dass er meistens nur Nebendarsteller ist und man somit nicht immer auf ihn eingehen kann (er ist schließlich nicht Philip Seymour Hoffman). War eh keine schlaue Idee, ihn damals in die Umfrage reinzunehmen.

Apropos Umfrage: Die mit den Film-Franchises wird natürlich schon ihre "Auswertung" als solche finden, nur halt nicht sofort, sind halt ne Menge Filme. Wobei ich da schon wieder beim Thema vom Oktober bin, nämlich James Bond.

Wer hätte wohl damals gedacht, dass ein ehemaliger britischer Spion selbst eine der, wenn nicht die berühmteste Spion-Figur aller Zeiten kreieren würde, eine, die im Film noch berühmter werden würde als in der Literatur (und es gelingt wahrlich nur den wenigsten Schöpfungen als Adaption bekannter zu werden als das Original) ? Jedenfalls ist 007 der mit der Lizenz für die am längsten laufende Filmreihe und ich werde alle 24 Hauptfilme (wieder) rezensieren (wieder, weil ich die Craig-Filme bereits besprochen habe). Wäre da nicht der Titelsong, würde ich mich vermutlich noch mehr auf "Spectre" freuen als sonst schon.

Ansonsten bleiben noch Fragen wie "Wann kommen wieder Serien-Kritiken ?" - "Wenn ich Zeit dafür finde"
"Nichts Passendes zu Halloween ?" - "Ich hab da schon ne interessante  Horror-Franchise in petto"
"Wann kommen die Ghibli-Wochen ?" - "Bald. Ich bin mit Bond allein schon gut ausgelastet"
"Und sonst ?" - "Sonst lasst ihr euch einfach überraschen"

Das wars von mir,

Rudolf

Morgan Freeman-Monat: "Bruce Allmächtig" (2003) + "Evan Allmächtig" (2007)

Story: Bruce Nolan ist Wetterreporter und scharf auf den Job als Nachrichtenmoderator bei seinem Sender, doch diesen bekommt ausgerechnet sein Rivale Evan Baxter. Nach einem mentalen Zusammenbruch live im Fernsehen und einigen anderen unglücklichen Ereignissen beschwert er sich lautstark bei Gott, der ihm schon bald nicht nur antwortet, sondern auch noch all seine Fähigkeiten überträgt, sodass Bruce diesen Job besser machen möge...

Dies ist an sich eine nette, kleine Komödie mit einer recht interessanten Idee. Anders als in vielen seiner anderen Filme muss Jim Carrey hier nicht allzu stark aufdrehen, sondern bleibt weitesgehend als "Durchschnittsmensch" recht sympatisch und leicht zu identifizieren. Jennifer Aniston kann nicht viel beisteuern, dafür aber umso mehr Morgan Freeman, der seinem Charakter als Gott gleichzeitig eine respektierende Autorität aber auch eine etwas lockere Sympathie verleiht. Ein relativ simpler Film mit einer simplen, aber effektiven Botschaft und das ohne allzu religiös oder belehrend zu wirken. Dies sollte sich in der Fortsetzung mächtig ändern...

Story: Evan Baxter wird Abgeordneter im Kongress der USA und bittet Gott um Hilfe, der ihm daraufhin den Auftrag gibt, eine Arche für die kommende Sintflut zu bauen...

Beim Erscheinen des Films war er die teuerste Komödie und das Budget ging ganz klar bei der Action-Sequenz am Ende verbrannt wurde - Problem ist nur, dass eine Sintflut (so klein sie hier auch war), nicht sonderlich witzig ist. Das Drehbuch wirkt wirklich verzweifelt bei dem Versuch, einen zum Lachen zu bringen; Steve Carell war eine der kleinen Überraschungen im Vorgänger und seitdem selbst ein Comedystar geworden und bekommt einfach nichts auch nur annähernd Amüsantes zu tun oder zu sagen. Zudem gibt es hier eigentlich ganz tolle Comedytalente wie John Goodman, Jonah Hill oder Wanda Sykes, aber auch die bekommen einfach kein Material. Morgan Freeman ist hier ein recht lüsterner Gott, der es anscheinend genießt, Evan bloßzustellen und zu erniedrigen und die Moral am Ende ist dieses Mal absolut reingehämmert worden. Ein Big-Budget-Desaster eben.

Montag, 28. September 2015

''Gyo: der Tod aus dem Meer'' (2012)



''Gyo:der Tod aus dem Meer''(Gyo: Tokio Fish Attack!) ist eine knapp 70 Minütige OVA. Der vorher erschienene Manga stammt von Junji Ito der gerade den Horrorliebhabern ein Begriff sein sollte bzw. seine wohl bekanntesten Werke ''Tomie'' und ''Uzumaki''. Das Studio Ufotable produziert nicht nur Anime wie Fate/Stay Night oder God Eater, sondern beteiligte sich auch schon an Spielen wie z.B. Tales of Xillia
Genre: Horror, Violence

Kaori ist mit ihren beiden Freundinnen auf Urlaubsreise in der Stadt Okinawa, in der es allerdings ziemlich stinkt. Schnell stellt sich heraus das dieser Gestank von Fischen auf mechanischen Stelzen kommt, die das Meer verlassen haben und nun alles überrennen. Nachdem der Kontakt zu Kaori's Freund abgebrochen ist macht sie sich auf den Weg nach Tokio um ihn zu suchen.

Was soll man zu der Handlung groß sagen, der Film ist einfach nur absurd. Er entwickelt sich so dermaßen ins groteske, das man nicht mehr aufhören kann zu schauen. Besonders Logisch ist die Handlung nicht und wer bereits bei den ersten Fischen dieses ''wow was zum Teufel'' Gefühl hat, der sollte sich auf einiges gefasst machen. Den neben der absurden Story kommt der Anime mit recht perversen Szenen daher. Es gibt schon ekelige Momente wo z.B. unter anderem Schläuche in bestimmte Körperöffnungen eingeführt werden und da liegt für mich auch der Haken drin, den die OVA hatte eigentlich einen recht interessanten Start, ließ dann aber doch leider sehr stark nach.

Die Animationen sind nicht überragend, eher schlicht gehalten und die CGI ist in meinen Augen teils so übertrieben das es einfach nur noch grausam ist. Ich gehöre nun wirklich nicht zu den Leuten die Computeranimierte Szenen in Animes verteufeln, doch für meinen Geschmack sollte es eher dezent eingearbeitet sein, was bei ''Gyo'' genau das Gegenteil ist. Das ganze wirkt einfach sehr aufgesetzt und billig.
Dafür muss ich sagen das die deutsche Syncro ganz gut ist. Ich habe die OVA zuerst OmU angeschaut und jetzt dann in deutsch und war ganz verblüfft das die Synchronisation bei diesem eher schlechten Anime doch gelungen ist.

Wer gerne auch mal Trash anschaut ist mit ''Gyo: der Tod aus dem Meer'' sehr gut beraten. Der Film ist einfach so schlecht das er in gewisser Hinsicht auch wieder gut ist. Allerdings würde ich eher sanften Gemütern von diesem Film abraten, den die teils recht geschmacklosen Szenen, vor allem gegen Ende könnten dem ein oder anderen den Magen umdrehen.

Samstag, 26. September 2015

Morgan Freeman-Monat: "Der Anschlag" (2002)

Story: 1993 wird ein atomarer Sprengkopf gefunden, der von Terroristen dazu eingesetzt werden soll, USA und Russland in einen Atomkrieg hineinzuziehen...

Eine weitere Adaption eines "Tom Clancy"-Buchs und eine weitere solide noch dazu. Morgan Freeman ist hier CIA-Chef und bekommt nicht wirklich genug Arbeit, um seine Muskeln eindrucksvoll spielen zu lassen, liefert aber nichtsdestotrotz eine solide Darstellung ab. Ben Affleck, der hier den smarten CIA-Agent Jack Ryan mimt, liefert ähnlich gut ab, der Rest setzt sich auch nicht sonderlich ab. An sich kein allzu bemerkenswerter oder allzu spektakulärer Thriller, in allen Belangen recht ordentlich...bis man den Erscheinungszeitpunkt bemerkt. Vor dem Hintergrund des 11. Septembers 2001 und der Tatsache, dass die Terroristen in der Vorlage arabisch waren (hier aber umgeändert wurden), gewinnt der Film einiges an Brisanz.

Fazit: "Der Anschlag" ist ein netter Thriller, wenn man gerade keinen besseren parat hat.

Donnerstag, 24. September 2015

"Maze Runner 2 - Die Auserwählten in der Brandwüste"

Story: Außerhalb des Labyrinths ist nur noch eine Zombie-Apokalypse und Thomas muss nebenbei der bösen Organisation WCKD auf die Schliche kommen...

Wie beim Vorgänger muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich die Vorlage nicht gelesen habe und ich in der Hinsicht kein Fan, sondern Außenseiter bin. Ein weiteres Geständnis: Ich kann mich kein Stück an den Vorgänger erinnern und irgendwie muss ich das auch kaum, denn in diesem Film gibt es kein wirkliches Labyrinth; es wird sehr viel gerannt vom einem Ort zu einem anderen und Charakterentwicklung soll einfach nebenbei geschehen. Das einzig halbwegs Interessante am Streifen selbst ist die Kulisse, alles andere ist unterdurchschnittlich unbeeindruckend. Eine weitere ominöse Organisation, weitere Rebellen, weitere Auserwählte und vor allem weitere Zombies - festgefahrener kann ein Film vom Konzept wohl kaum sein.

Fazit: Sehr schnell zu vergessen.

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