Freitag, 27. Februar 2015

"Focus"

Story: Trickbetrüger Nicky bandelt vorerst mit der kecken Jess an, da sie trotz mangelndem Können ihn reinlegen wollte. Nach zahlreichen Lehrstunden verlieren sich die beiden wieder aus den Augen...zumindest bis sie sich in drei Jahren wieder über den Weg laufen und Jess so ziemlich alles versucht, um Nickys Pläne zu vermasseln...

Für einen Film, der "Focus" heißt, verliert er sich aber recht oft in irgendwelchen Nebensächlichkeiten und Wendungen, wenngleich die letzte recht gut gelungen ist. Alles andere ist eigentlich recht OK, nichts absolut herausragendes, weder gut noch schlecht. Gäbe es nicht einen charismatischen Will Smith als Protagonisten (der hoffentlich mal langsam aus der Grube der schlechten Filme rauskriecht und hiermit anfangen wollte) und Margot Robbie hat richtig gute Chemie mit ihm, weswegen der Beziehungsteil aufgeht. Alles in allem ist dies Popcorn-Kino für zumindest einmalige Unterhaltung.

Fazit: Nichts Originelles, aber wenn man es einmal sieht, bereut man es nicht.

Mittwoch, 25. Februar 2015

"The Duff"

Story: Bianca ist die "DUFF" (Designated Ugly Fat Friend) in ihrer Clique und möchte sehr gern cooler werden, wobei sie den Sportler Wesley um Hilfe bittet...

Dies ist ein weiterer dieser Teenager-Filme, in denen das hässliche Entlein zum schönen Schwan gemacht wird...und weil das Ende wie so oft vorhersehbar ist, so ist die Machart komischerweise recht bitter ausgefallen. Bianca wird für den Großteil des Films fast schon mit Scheiße begossen und die Moral der Geschichte ist die, dass es OK ist, als potthässlich bezeichnet zu werden, weil irgendjemand da draußen noch hässlicher ist als man selbst ? Aus meiner bisherigen Mobbing-Erfahrung kann ich da nur sagen, dass das eine fürchterliche Moral ist und der Film versucht, dieser mit dem traditionellen "so wichtig ist Aussehen gar nicht" beizukommen, versagt aber gnadenlos.

Im Ernst: Die Protagonistin sieht ganz gut aus und man müsste erstmal ordentlich was machen, damit sie wirklich "hässlich" aussieht. Dann ist es wirklich schwer, die gute Aussage des Films tatsächlich zu glauben, wenn die Protagonistin wirklich absolut fertig gemacht wird, nur um dann am Ende ein Quäntchen aufgeheitert zu werden. Schätze das soll realistisch wirken, aber ich war erstmal halbwegs sprachlos von dem Verhalten von Biancas Clique. Ich hab mal was ähnliches erlebt und kann da schlecht sagen, dass so jemand wirklich ausgelacht werden würde. Besonders weil sie eben weder fett noch hässlich ist.

Fazit: Was für degenerierter Abfall das ist.

Dienstag, 24. Februar 2015

"Kingsman: The Secret Service"

Story: Die geheime britische Organisation "Kingsman" hat vor kurzem einen ihrer Mitglieder verloren und ist auf der Suche nach einem Nachfolger, während eine mysteriöse Terrorgruppe und das Verschwinden eines Professors aufgeklärt werden müssen...

DAS ist eine sehr angenehme Überraschung des relativ jungen Kinojahres ! Ich habe zuvor Vergleiche zu James Bond und Jason Bourne hierzu gehört und gelesen und das Ganze für einen schlechten Witz gehalten. Stellt sich raus, dass man einen Film auf keinen Fall nur anhand des Posters bewerten...denn "Kingsman" ist ehrlich gesagt zurzeit der beste Film des Jahres und ich persönlich erwarte ihn Ende 2015 in den oberen fünf Plätzen (außer all die Remakes und Fortsetzungen werden noch viel, viel besser).

Nicht nur gibt es hier reihenweise nahmhafte Darsteller wie Colin Firth, Mark Strong, Michael Caine, Samuel L. Jackson und noch mehr (apropos mehr: Hier gibt es eine der besten Cameos der letzten Jahre !). Samuel L. Jackson ist nebenbei absolut wahnsinnig in diesem Film und somit perfekt in dem hier geschaffenem Universum. Die Highlights sind aber auf jeden Fall die absolut hirnverrückte Actionsszenen, die einem Comic entsprungen sein müssten...was sie interessanterweise auch sind. Stilistisch und als eine Art Vorstellungs- und Vergleichshilfe würde ich Filme wie "Hot Fuzz" und "Kick-Ass" am ehesten hiermit vergleichen: Toller Cast, abgefahren schräger, selbstbewusster und nicht überheblicher Humor, sehr gute bis großartige Action - mit anderen Worten geiler Scheiß.

Fazit: "Kingsman: The Secret Service" wird wohl spätestens bis "Avengers 2" DIE Spaßbombe sein und ja, in Sachen Action ist dies harte Konkurrenz für 007 und Konsorten.

Montag, 23. Februar 2015

"Hot Tub Time Machine 2"

Story: Anstatt in die 80er reist das Trio dieses Mal zehn Jahre in die Zukunft...

Ich bin nicht der allergrößte Fan des ersten Teils: Er ist dämlich und er weiß, dass er dämlich ist. Man kann ihn also zumindest als Schwachsinnsfilm genießen. Der Nachfolger macht den großen Fehler, dass er dieses Mal keinerlei sympatischen Charakter zu haben - alle sind so ziemliche nervige Arschlöcher und die Gags sind nicht nur lahm und absolut zufällig, sie sind vor allem absolut faul erdacht worden. Mit anderen Worten ist dies ein absolut mieses Sequel und nicht mal die Mühe wert, dass man überhaupt über ihn spricht.

Fazit: Ein weiterer Stinker dieses Jahres.

Samstag, 21. Februar 2015

Meine "Oscars"-Favoriten 2015

Da ich die für mich am meisten störenden Sachen bereits in einem anderen Artikel aufgelistet habe, komme ich hier gleich zur Sache. In diesem Jahr habe ich maximal 3 Einträge pro Kategorie, also die 1. und 2. Wahl und wovon ich denke, dass es gewinnen wird. Mag exzessiv klingen, aber ich werde fast in keiner Kategorie dazu kommen, die meisten bleiben wohl bei 2. Und selbstverständlich: Es sind lediglich meine Tipps und ich erhebe keinerlei Anspruch, auch nur zu einem Viertel richtig zu liegen.

Bester Film: "Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" (weil es purer Charakterstreifen ist und perfekt auf die beste männliche Hauptrolle dieses Jahr zugeschnitten wurde)
2. Wahl: "Grand Budapest Hotel" (Wes Anderson würde ich es so richtig göhnen)
Wird vermutlich gewinnen: "Boyhood" (weil der Enstehungsprozess eines Films scheinbar absolut ausreicht, um ihn überhaupt erst zu nominieren)

Beste Regie: Alejandro Gonzales Innaritu (Alleine weil "Birdman" Keaton und Norton wieder zu Höchstleistungen brachte)
2. Wahl: Wes Anderson (einer meiner Lieblingsregisseure, bei dem der Oscar überfällig ist)
Wird vermutlich gewinnen: Richard Linklater ("Boyhood" war sein Baby und die Ambition verdient schon irgendwo Achtung)

Bester Hauptdarsteller: Michael Keaton (einer meiner Lieblingsschauspieler und da u.a. Jake Gyllenhaal nicht nominiert wurde, sehe ich seinen Gewinn durch niemand ernsthaft bedroht)
2. Wahl: Bradley Cooper (vermutlich nur, weil er das einzige unbestritten gute Element in "American Sniper" war)

Beste Hauptdarstellerin: Rosamunde Pike (am ehesten sie, weil sie die einzige unter den Nominierten, die ich in dem entsprechendem Film sehen durfte...und sie gilt als Außenseiterin)

Bester Nebendarsteller: J.K. Simmons (die Kritik zu "Whiplash" werde ich wohl nicht mehr veröffentlichen, aber Simmons hat den Film komplett an sich gerissen, was kein anderer Nominierter schaffte)
2. Wahl: Edward Norton (wie bei Keaton ist der Oscar nicht nur längst überfällig und außerdem war es toll, ihn in solch einer Form zurückkehren zu sehen)
Wird vermutlich gewinnen: Ethan Hawke ("Boyhood" bekommt entweder nichts oder so gut wie alles hinterher geschmissen)

Beste Nebendarstellerin: Patricia Arquette (so sehr ich auch abwertend gegenüber "Boyhood" sein mag, hier wäre der Gewinn für mich absolut verdient)
2. Wahl: Keira Knightley (für mich eine stärkere Leistung als die von Cumberbatch)
Wird vermutlich gewinnen: Meryl Streep (so als running joke)

Bestes Originaldrehbuch: "Nightcrawler" (die bissigste Mediensatire seit Jahren mit einem der psychopatischsten Charaktere seit Jahren)
2. Wahl: "Birdman" (so viel Meta)
Wird vermutlich gewinnen: "Boyhood" (ihr versteht schon)

Bestes adaptiertes Drehbuch: "The Imitation Game" (auf gute Weise einen faszinierenden Menschen uns näher bringen, bravo !)
2. Wahl: "American Sniper" (scheint ja akkurat zu sein im Vergleich zu dem, was Chris Kyle so von sich gab)

Bester Animationsfilm: Komplett offen zwischen "Big Hero 6" und "Drachenzähmen leicht gemacht 2" (ziemlich guter Erstling-Hybrid oder eine gute Fortsetzung ?)

Bester fremdsprachiger Film: "Leviathan" (nur, weil ich keine anderern Nominierten sah und nur, wenn die Academy so politisch werden soll/ist wie alle sagen)

Bestes Szenenbild: "Grand Budapest Hotel" (keine Konkurrenz)

Beste Kamera: "Birdman" (keine Konkurrenz)

Bestes Kostümdesign: "Grand Budapest Hotel" (was solche Kategorien angeht, kann Wes Anderson sicher niemand was)

Bester Schnitt: "Boyhood" (das Heranwachsen eines Jungen korrekt zu schneiden ist ja schon ne Kunst an sich, ne ?)
2. Wahl: American Sniper (hierbei sei auf die Szenen auf dem Schlachtfeld zu verweisen)

Bestes Make-up: "Grand Budapest Hotel" (siehe "Bestes Kostümdesign")
2. Wahl: "Guardians of the Galaxy" (weil ich "Foxcatcher" nicht gesehen habe)

Beste Filmmusik: "Interstellar" (Hans Zimmer wird es schon schaukeln)

Bester Filmsong: "Everything Is Awesome" (totaler Ohrwurm-Faktor !)
2. Wahl: "Glory" ("Selma" verdient mindestens dort einen Oscar)

Bester Ton: "American Sniper" (konkurrenzlos)

Bester Tonschnitt: "American Sniper" (ebenfalls konkurrenzlos)

Beste visuelle Effekte: "Guardians of the Galaxy" (nicht umsonst wird es ja als das "Star Wars" der heutigen Zeit gepriesen)
2. Wahl: "Planet der Affen: Revolution"/"X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" (entweder hyperrealistische Affen oder eine der besten Action-Sequenzen des Jahres)

Macht insgesamt:
"Birdman": 4 Oscars
"Grand Budapest Hotel": 3 Oscars
"American Sniper" und "Boyhood": je 2 Oscars
"Gone Girl", "Nightcrawler", "The Imitation Game", "Big Hero 6"/"Drachenzähmen leicht gemacht", "Leviathan", "Interstellar", "The LEGO Movie" und "Guardians of the Galaxy": je 1 Oscar

Zu dumm, dass die echten Oscars wohl nicht so diplomatisch sind wie ich...
 
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis