Samstag, 25. Oktober 2014

"Manolo und das Buch des Lebens"

Story: Mexikaner Manolo möchte gern das Herz von Maria erobern...ebenso wie sein bester Freund Joaquin. Nebenbei steht er vor der harten Entscheidung, das Erbe seiner Familie anzutreten und außerdem ist die Geisterwelt involviert...

Die Geschichte ist tatsächlich etwas konfus und so ziemlich der größte Minuspunkt des Films; große Überraschungen oder Neuerungen sind hier nicht zu erwarten. Dafür überzeugen aber vor allem umso mehr der Stil, die schnelle Animation, die bunten Farben und Charaktere - alles erinnert einen ungefähr an einen Tim Burton-Animationsfilm, nur halt so bunt wie es nur geht und eher dem Fokus auf schnelle Gags und Slapstick als auf den Tiefgang der Story, bzw. der Charaktere.

Fazit: Ein buntes und unterhaltsames Abenteuer für die ganze Familie; eine Quasi-Siesta sozusagen.

"Der Richter - Recht oder Ehre"

Story: Hank Palmer muss unerwartet seinen Vater, den Richter Joseph Palmer vor Gericht verteidigen. Brisanterweise ist der letztere ein angesehenes Mitglied der örtlichen Gemeinde und die beiden verstehen sich schon seit langer Zeit nicht mehr...

Kurz und schmerzlos gesagt ist dies ein überlanger und klischeehafter Gerichtsfilm, der viel besser für das Fernsehen geeignet wäre. Was den Film höchstens einmal wirklich sehenswert macht, dann das Duo Robert Downey Jr. und Robert Duvall, denen im Prinzip auch alle Szenen gehören (ist ja schließlich ein Charakterstreifen und somit prädestiniert für die Darsteller, ihr Können zu zeigen). Alles andere hat man so schon in diesem oder jenem Gerichts- oder Anwaltfilm gesehen.

Fazit: Viel zu lang und zu festgefahren in den Klischees, aber die zwei Hauptdarsteller geben dem Film etwas Besonderes an sich.

Freitag, 24. Oktober 2014

"Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel"

Story: Eine Gruppe von Teenagern findet ein Ouija-Brett und entfesselt das Grauen...

Mal im Ernst: Muss ich wirklich über einen Film schreiben, der sich alleine von den Ausgangsdaten erklärt ? Von Michael Bay produziert, Teenager, übernatürliches Zeug (übrigens KEIN Teufel, also WTF deutscher Titel ?)...das wirklich Überraschende ist die gähnende Langeweile. Erstens weil der Verlauf so einfach vorauszusehen ist und die Geschichte mich null juckt, zweitens gibt es nur zwei Tode, die man als Zuschauer auch wirklich sieht (beide sind jedoch so lächerlich und jämmerlich, sodass ich unweigerlich an "Tom & Jerry" denken musste; sahen zu cartoon-mäßig aus). Da dieser in den USA aber rechtzeitig zur kurzen Halloween-Saison rausgekommen ist, wird er seine lächerlichen 5 Millionen Produktionskosten wohl einspielen und zeigen, dass Michael Bay zwar Horror-Franchises wie "Freitag der 13.", "Texas Chainsaw Massacre" und "Nightmare on Elm Street" ruinieren konnte, aber trotzdem Geld scheffeln kann.

Fazit: Zieht euch lieber einen echten Horrorfilm zu dieser Zeit rein, bsw. "Der Exorzist", wenn es was Übernatürliches sein soll und es wirklich um den Teufel geht.

"John Wick"

Story: Ein verwitweter Ex-Killer wollte seinen Ruhestand genießen, doch unwissende russische Gangster nahmen ihm seinen Hund und so sinnt John Wick auf bittere Rache...

Ich persönlich bin keine Hundeperson, aber wenn man mein Haustier und in diesem Fall den Trost nach dem Tod der Ehefrau umgebracht hätte, dann wäre ich mindestens genauso angepisst wie der Protagonist. Er ist so brutalerweise effektiv, sodass er scheinbar Little Russia auslöscht und weder Polizei noch Ex-Kollegen ihm in die Quere kommen könnten - und all das wird zugunsten des Films ausgespielt, und die Hauptstärke ist zweifellos ein Keanu Reeves in Hochform (für mich seine beste Rolle seit "Matrix"). Er hat die intensive Präsenz, ist einschüchternd und kann auch in Momenten von schwarzem Humor sein Gesicht wahren; ein Badass durch und durch und dank seiner Vorgeschichte wirkt sein Rachefeldzug nicht ungerechtfertigt und er wird auch nicht unsympatisch. Die Action ist mehr oder weniger nichts Besonderes, außer dass hier einem fast jede mögliche Methode gezeigt wird, wie man Leute erschießen kann.

Fazit: Durchweg unterhaltsam, mit einem tollen Keanu Reeves und sogar mit einem Schuss schwarzem Humor ist "John Wick" ein guter Rache-/Auftragskillerfilm !

Donnerstag, 23. Oktober 2014

"Die Boxtrolls"

Story: In Cheesebridge haben alle Angst vor den Boxtrolls, die angeblich Babys im Dunkeln stehlen, doch als die Winnie, Tochter des Stadtoberhaupt, durch Eggs, einen durch die Kobolde in Kisten aufgezogenen Jungen, eben diese kennenlernt, scheint etwas faul hinter diesem Ruf zu sein...

Ein neuer Stop-Motion-Film von den Machern von "ParaNorman" und "Coraline", der diesmal vor allem mit "Monty Python"- und erstaunlich viel Erwachsenenhumor aufwartet, weswegen er locker als Familienfilm durchgeht. Sicher, die Moral kann an Stellen etwas übertrieben aufgetragen werden und es gibt nicht wirklich etwas, was unbedingt heraussticht (wie eine absolute Neuerung bei "ParaNorman"). Dafür ist das Design herrlich sympatisch, die Stop-Motion-Technik sieht großartig aus und die Boxtrolls selbst haben das Zeug zu Publikumslieblingen !

Fazit: Britischer Humor und Käse...was gibt`s daran auszusetzen ?

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