Sonntag, 13. Januar 2019

"Bird Box"

Story: Übernatürliche Wesen treiben zahlreiche Menschen entweder in den Suizid oder in den Wahnsinn und nur Blinde haben eine Chance zu überleben...

Der Wirbel rund um diesen Netflix-Film war und ist immer noch absolut absurd - abseits der angeblichen Aufrufzahl von 45 Millionen Abonnenten (eine Zahl die sich nicht unabhängig überprüfen lässt) spaltete dieser Streifen die Zuschauer in zwei polarisierende Lager und gebar eine weitere dämliche Challenge, bei der Menschen mit dem Tod liebäugeln.

Dabei ist dies bei weitem keinerlei polarisierender Film; er ist nur voller kleiner Gegensätze, die kein kohäsives Ganzes ergeben: Sandra Bullock ist sehr gut und trägt den Film, dafür ist die Erzählweise sehr ungeschickt und nimmt einiges an Schock heraus. Hier und da gibt es diese ungemütliche Atmosphäre, diese kann aber auch recht schnell durch unterdurchschnittliche Darstellungen zerstört werden. Es gibt durchgängig ein Geheimnis zu lüften, aber (wenn man zumindest das unbedingt braucht) man wird nicht wirklich aufgeklärt. Alles ist toll gefilmt, aber nicht alle Entscheidungen/Entwicklungen innerhalb des Films machen Sinn. Insgesamt ist dies ein ordentlicher Film mit Stärken und Schwächen, aber nichts, was man unbedingt noch einmal sehen muss.

Fazit: Ein durchschnittlicher Film, der witzigerweise Kontroversen hervorrufte.

Samstag, 12. Januar 2019

Anime-Kritik: "Black Butler" (Staffel 2) (2010)

Story: Nachdem Sebastian nicht in den Genuss von Ciels Seele kommen konnte, muss er ihm nochmal die Rache nahebringen und währenddessen einen ebenbürtigen Nebenbuhler darum abwimmeln...

Lieblings-Charakter: An Sebastian kommt da eh niemand vorbei.

Ungeliebter Charakter: Alois Trancy. Ciel Phantomhive ist ja selbst nicht gerade der handzahmste Bursche, doch hat er sichtlich ein Maß an Güte in ihm, während sein Gegenspieler Alois gefühlt leer ist was das angeht.

Lieblings-Episode: Episode 8 "Der sich offenbarende Butler", da sich in der Episode der Charakter von Alois in gewisser Hinsicht rehabilitiert.


Meine Meinung zu dieser Staffel: Ciel und Sebastian ihre jeweiligen Gegensätze zu präsentieren klang nach einer interessanten Idee, nur leider sind die neuen Charaktere bei weitem nicht so gut beleuchtet wie zahlreiche Nebencharaktere der ersten Staffel. Man darf natürlich nicht auslassen, dass die Macher durchaus Mut beweisen wollten mit der Erzählweise (also dass man praktisch zwei Protagonisten hat) - nur ist es dann nicht unbedingt eine durchweg positive Sache, wenn einer der zwei Protagonisten nicht so interessant/charismatisch ist wie der andere. Insofern ist diese Staffel nicht wirklich schlecht, aber vielleicht nicht so...abwechslungsreich (?) wie die erste ?

Donnerstag, 10. Januar 2019

"Die Unglaublichen 2"

Story: Der letzte Einsatz der Parr-Familie hinterlässt viele Sachen zerstört - und die Superhelden sind nicht mehr "in". Ein schwerreicher Wohltäter nimmt die Familie in Schutz und stellt Helen in Aussicht, "Botschafterin für Superhelden" zu sein, während Ehemann Bob sich um die Kinder kümmert...

2004 waren "Die Unglaublichen" ja schon etwas Besonderes...Superhelden-Filme gab es natürlich auch schon damals (wenngleich auch nicht in der heutigen Quantität), aber man hatte einen unverkennbaren Stil, tolles Drehbuch mitsamt einer Moral rund um die Familie, großartige Designs und einen ikonischen Bösewicht. 14 Jahre später haben wir neben einem nahezu übersättigten Markt auch noch ein Pixar-Studio, das nicht mehr so souverän ist wie noch damals - zwangs mittelmäßiger oder schlechter Fortsetzungen nicht mehr der unangefochtene Primus.

Wenn ich jetzt über diesen Film hier spreche, dann muss ich wirklich fragen, warum die Fortsetzung 14 Jahre gebraucht hat. Abseits der sich seltsamerweise wiederholenden Handlungselemente gibt es keine allzu große Weiterentwicklung der Charaktere - Helen Parr ist diesmal im Fokus statt Bob Parr, aber bei ihr wird ihre Notwendigkeit der Familie nicht ganz so ersichtlich. Typisch für die letzten Disney-Filme (wozu Pixarfilme ja auch zählen) ist der Bösewicht dieses Mal weder ikonisch, noch toll umgesetzt; ich würde sogar sagen, dass die Motivation nicht mal ansatzweise mit der von Syndrome zu vergleichen und die Herangehensweise ist vielleicht auf den ersten Blick nicht so dumm, aber womöglich auf den zweiten. Abseits dessen hat das Baby Jack-Jack die Szene des Films, während seine Geschwister traurigerweise nicht so viel Aufmerksamkeit kriegen. Pixar-typisch ist auf jeden Fall die Animation großartig und man tobt sich visuell auch etwas aus, was die noch vorhandene Kreativität zeigt...nur zu schade, dass der Inhalt nicht mit den Bildern mithalten kann.

Fazit: Schlecht ? Nein, aber weder besser noch so gut wie das Original.

Mittwoch, 9. Januar 2019

"Unknown User: Dark Web"

Story: Ein mysteriöser Laptop führt eine Freundesgruppe in ihr Verderben...

Ich war schon kein Fan vom ersten "Unknown User", das vor Dämlichkeit nur so triefte und "Dark Web" wird da keinesfalls besser...keine Ahnung, was für einen Film einige Leute meinen gesehen zu haben. Der Plan der bösen Hackergruppe hinter allen Morden dieses Film verlässt sich so derart schmerzlich auf die Dämlichkeit der Protagonisten und das Glück an sich, sodass dieser Streifen mir nie gruselig erschien und diese lächerlichen Verzerr-Effekte bei den Cam-Aufnahmen lassen einen auch nicht gerade erschüttern. Der Rest ist so, wie auch schon beim ersten Teil: Desktop-Aufnahmen mit mehr oder weniger glaubhaften Verläufen, nur diesmal mit schlechter kaschierten Schnitten; idiotische Erklärung für alle Geschehnisse und keinerlei begeisterndes Schauspiel.

Fazit: Was soll man auch bei Internet-Horrorfilmen erwarten ? Keiner von ihnen kann sich vernünftig dem Thema annehmen und dieser ist ein weiteres tolles Beispiel davon.

Dienstag, 8. Januar 2019

"Ralph reichts 2: Chaos im Netz"

Story: Ralph und Vanellope begeben sich ins Internet, um ein neues Lenkrad für ein Auto in "Sugar Rush" zu kaufen...

Der erste "Ralph reichts" war ein sehr schöner, netter und toller Videospielfilm über Freundschaft und Akzeptanz; ein Film, wo man sich wirklich fragen musste: Warum hat das vorher noch niemand hinbekommen und das obwohl es eine so gute Idee ist ? Eine andere Frage mit "Warum" im Anfang, nämlich "Warum ist die Handlung des zweiten Teils im Internet ?" sollte auch gestellt werden; beantworten kann ich sie jedenfalls nicht zufriedenstellend.

"Emoji - Der Film" hat sich ja auch versucht, mit Internetkultur zu befassen und es ist einfach nur etwas sehr Trauriges daraus geworden - traurig, dass man fähige Animationsleute einem schändlichen Drehbuch mit fehlgeleiteten Ideen und massenhaft Werbung ausgesetzt hat, was zu einer Peinlichkeit von einem Animationsfilm geführt hat. Um mir eine dritte "Warum"-Frage zu erlauben: Warum musste Disney ausgerechnet dies als Blaupause nehmen ? Denn "Ralph reichts 2" ist vollgestopft mit Disneys Marken, zahlreichen Firmen rund um das Internet und bereits veralteten Anspielungen - anders als noch im ersten Teil ist die Haupthandlung eben nicht wichtiger als Anspielungen/Werbung, was dem Ganzen erheblich Charme raubt. Die Darstellung des Internets ist leider auch nicht allzu kreativer gestaltet als im vorher erwähnten Machwerk oder in einer Zeichentrickserie der 2000er. Den Tiefpunkt bietet hier eine deutliche Referenz auf das Dark Web, was in so einem Film nichts zu suchen hat.

Bleibt denn noch irgendwas abseits der tollen Animation ? Man muss dem Streifen zumindest zugute halten, dass die Moral nicht ausgelutscht und recht wichtig für Groß und Klein sein kann. Abseits davon ist dies nur eine Möglichkeit von Disney mit all ihren Marken zu prahlen und viel mehr leider nicht.

Fazit: Der erste Film bot eine tolle Geschichte und tolle Charaktere mit Videospielen als Hintergrund, dieser bietet nahezu ausschließlich Werbung. Es ist wirklich, wirklich traurig.
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