Freitag, 13. Dezember 2013

"You`re Next" (2011/2012)

Story: Eine Familie feiert den Hochzeitstag des ältesten Paares und die Party wird von Tiermasken-Killern aufgemischt...

Wo ich auch nachschaute, niemand weiß aus welchem Jahr dieser Film ist (ich persönlich spekuliere auf 2011 und eine leichte Überarbeitung in 2012, bis er 2013 endlich auf den Markt geschmissen wurde). Eigentlich ist dies ja auch irrelevant, denn der Film ist schlecht und dass er vielleicht 2 Jahre zurückgehalten wurde, ist einer der Indizien dafür.

Anders als die meisten werde ich diesen Film nicht mit "The Strangers" vergleichen, sondern (weil es auch eben diese besondere Zeit ist) mit "Kevin allein zu Haus", nur halt mit mehr Gewalt, Blut und schwachem schwarzen Humor...und sehr schlechten Charakteren. Es sind im Prinzip die Arschlöcher, die man einstimmig den Killern opfern würde, damit sie einen nicht mehr nerven. Zudem sind sie so derartig dämlich, was neben den Logiklöchern vielleicht nicht so ein schlimmes Vergehen ist, aber mich persönlich hat es sehr gestört. Die "extreme" Gewaltdarstellung ? Falls man von der allgemeinen Langeweile aufwacht, dann kann man sich möglicherweise über bloße Geschmacklosigkeit ohne Substanz beschweren.

Fazit: Dummer, langweiliger und stumpfer Müll.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

"Ender`s Game - Das große Spiel"

Story: Die Menschheit hat erst vor relativ kurzer Zeit einen Angriff der Alien-Rasse "Buggers" überlebt und seither werden neue Nachwuchs-Talente für die Interstellare Flotte gesucht. Und ein eben solcher wird scheinbar im 12-jährigen Ender gefunden...

Extra als Vorbereitung hab ich mir den Sci-Fi-Klassiker "Das große Spiel" von Orson Scott Card "reingezogen" und ja, die positiven Reaktionen sind absolut nachvollziehbar, aber das an einer anderen Webseite, hier geht es um die Verfilmung. Wird sie dem Buch gerecht ? Absolut nicht !

"Ender`s Game" hat das gleiche Problem wie ach so viele Buch-Verfilmungen: Es wurden sehr, sehr viele wichtige Elemente und Teile des Buchs rausgenommen und/oder extrem verkürzt, bsw. dauert Enders Ausbildung und Aufstieg mehrere Jahre, während er hier fast in jeder Minute befördert wird. Zudem werden hier so viele für das Buch essentielle Sachen ausgelassen, sodass große Logiklöcher entstehen. Schauspielerisch gibt es hier keine Offenbarungen, weder Ben Kingsley noch Harrison Ford können etwas wirklich Gutes zum Film beitragen und so ist er rein filmtechnisch mittelmäßig und für Fans eine herbe Enttäuschung. So wie eine andere Buch-Verfilmung...

Fazit: "Ender`s Game - Das große Spiel" ist vor allem eins, nämlich enttäuschend. Es ist selbst für die Länge viel zu kurz und erinnert so an "den Halbblut-Prinzen", also dem 6. "Harry Potter"-Film. Für mich nun schon ähnlich frustrierend wie "Der große Gatsby".

Dienstag, 10. Dezember 2013

"Die Eiskönigin - Völlig unverfroren"

Story: Elsa und Anna sind ein unzertrennliches Prinzessinnen-Geschwisterpaar, das vor allem durch Elsas ungebändigte Zauberkräfte von den Eltern getrennt wird. Als diese verunglücken, wird Elsa zwar vorerst zur Königin gekrönt, aber als sie zufällig den Winter im gesamten Land auslöst, muss sie vor der Meute fliehen ehe sie Jahre später von ihrer Schwester wieder aufgesucht wird...

Wie man nur unschwer am Titel allein erkennen kann, war Disney wohl so deartig mit "Rapunzel" zufrieden, sodass man sogar ein komplett anderes Märchen ähnlich gestalten musste. Und nein, ich will jetzt kein Essay darüber anfangen, wie viel von der Originalgeschichte extra für dieses Musical verändert wurde.

Achja: Egal wie schlimm der Trailer aussah...das Endresultat ist auf jeden Fall sehr gut geworden. Zuallererst: Die Animation ist wunderschön anzusehen und ohne Frage die beste des Jahres, man bekommt wirklich Lust auf Schnee. Zweitens: Der Schneemann ist glücklicherweise nicht so oft im Film wie vermutet und nervt auch nicht so extensiv, sodass die menschlichen Charaktere hier ihre Zeit bekommen. Drittens: Die Wendungen ! Ernsthaft, dafür dass das Gesamtkonzept eigentlich ausgelutscht sein sollte in der heutigen Zeit mit allen Klischees und sonstigem haben die Macher zumindest zwei wirklich große und komplett unerwartete Wendungen eingebaut, die zeigen: Einem Imagekonzern wie Disney schaden neue Ideen wohl nicht so sehr wie von Puristen befürchtet. Die Musik ist wie man es bei Disney normalerweise erwartet wirklich gut, mein persönlicher Liebling ist "Let It Go", von der Elsa-Stimme Idina Menzel selbst vorgetragen.

Fazit: "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" wird wohl zahlreiche Familien zum Schmelzen bringen und wohl kaum jemanden kalt lassen. Hier hat Disney nicht gekleckert und das volle Weihnachtsfamilienfilm-Programm abgeliefert mit einigen doch sehr interessanten Neuerungen.

"Die Top 10 enttäuschendsten Filme 2013"

Jep, wieder spät. Manchmal sind andere Sachen nunmal wichtiger. Achja, bei dieser Liste hatte ich definitiv Erwartungen von den vorkommenden Filmen.

Platz 10: "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben"

Na gut, hier hatte ich auch nicht wirklich allzu hohe Erwartungen, weil die Reihe an diesem Punkt sowieso nur noch künstlich am Leben gehalten wurde. Bitte keine weiteren Fortsetzungen mehr bitte, lasst John McClain einfach nur sterben. Dann wäre es ein guter Tag.

Platz 9: "Hangover 3"

Wenn ich schon von nicht allzu hohen Erwartungen spreche: In der Kritik habe ich ungefähr meine Sicht auf die Franchise gezeigt und dargelegt, warum es nicht einmal einen zweiten Teil geben sollte. Ich hatte hier einen Hauch von Erwartungen wegen John Goodman, aber der wurde ja leichtfertig verschwendet.


Platz 8: "Evil Dead"

Zugegeben, wenn sich einer die letzten Horror-Remakes ansieht, dann ist "Evil Dead" sogar ein halbes Meisterwerk im Vergleich dazu. Der Film ist ganz gut, aber ich persönlich mag den Charakter von Ash Williams und war schon etwas enttäuscht, dass er nicht vorkam. Naja, je nachdem wie man "vorkommen" definieren mag...

Platz 7: "Mama"

 Das Ende Leute, das Ende. Das alleine hätte den Fim massiv aufgewertet, ebenso wie eine etwas bessere Balance zwischen Atmosphäre und Schreckmomenten. Ansonsten eigentlich ein dezenter Film.

Platz 6: "The Purge - Die Säuberung"

Ebenso wie "Mama" hatte dieser Film ja eine Vision, eigentlich sogar in diesem Fall fast schon geniale; hat was Dystopisches, Krankes und schwer Fragwürdiges an sich, quasi perfekter Film für Diskussionen und Kontroverse. Stattdessen verspielt man das komplette Potenzial mit reichlich Dummheit und Pseudo-Bösewichten.

Platz 5: "Lone Ranger"

 Ich hab ja kein Meisterwerk erwartet, nur sowas wie "Fluch der Karibik" im Wilden Westen, aber man war dieser Film schlecht ! Und man hab ich entdeckt, dass Johnny Depp in Makeup mich nun mehr aufregt als unterhält !

Platz 4: "Die fantastische Welt von Oz"

Hach, James Franco hat doch wirklich Hoffnungen geweckt. Mila Kunis ebenso. Und doch mussten beide sich dem "Alice im Wunderland"-Verschnitt am Ende beugen, gerade weil man keine gute Vorgeschichte hatte und alles auf die visuellen Effekte setzte. Für mich als Fan der Bücher kam der Zauber überhaupt nicht rüber.

Platz 3: "Only God Forgives"


"Drive" war ein sehr guter Film und wird sich wahrscheinlich zum Kultklassiker avancieren, "Only God Forgives" wird dieses Schicksal womöglich nicht widerfahren. Man nehme einen der besten "heutigen" Schauspieler und einen der besten visuell begabten Regisseure und lasse die beiden ein komplettes Desaster darstellen.


Platz 2: "Man of Steel"

Marvel braucht auf Dauer einen ebenbürtigen Konkurrenten, um das Niveau konstant halten zu können und damit sie den Druck haben, sich zu bemühen. DC wird auf jeden Fall nicht dieser Konkurrent, denn durch Warner Bros. hat der Konzern bewiesen, wie sehr sie Angst haben, den "Dark Knight"-Pfad zu verlassen und dass sie keinerlei Vertrauen in Superman haben, was echt schade ist. Nur ein Wunder kann "Batman vs. Superman" noch retten.


Platz 1:  "Der große Gatsby"

Baz Luhrmann, du hast es geschafft, du hast eines meiner Lieblingsbücher langweilig, uninspiriert und flach aussehen lassen, bravo. Ebenso sehr zwei jahrelangen Freunden die Chemie untereinander weggenommen. Der Film war kein intelligenter Kommentar über die Gesellschaft, der Rolle des Einzelnen drin und den Normen - es wurde leider nur auf die Liebesgeschichte zwischen Gatsby und Daisy reduziert. Der Soundtrack war dafür richtig gut.

Erwähnenswert: "Jack and the Giants", "Der unglaubliche Burt Wonderstone", "Die Monster Uni", "Insidious: Chapter 2", "Don Jon"

Freitag, 6. Dezember 2013

"Homefront"

Story: Die Geschichte ist selbst für Actionfilme an den Haaren herbeigezogen. Im Ernst: Ein Ex-Cop lebt mit seiner Tochter auf dem Land und er hat in seiner Vergangenheit einen Bikerboss hinter Gitter gebracht. Eben diese Tochter hat in ihrer Schule eine Schlägerei mit einem Jungen, dessen Bruder ein Meth-Dealer ist und der Bande des Bikers den Aufenthaltsorts des Ex-Cops + des Mädchens verraten will als Rache für seinen Bruder, aber die Bande hat einen eigenen Kopf...

Ja, die Geschichte ist wirklich dämlich, sogar sehr dämlich. Aber sie hat auch Wendungen, die überraschend gut sind, eigentlich zu gut für diese Art von Film. Die Action an sich ist minimalistisch einfach und die Charaktere sind so dünn, dass ein leichtes Pusten diese zerteilen würde. Auf eine sehr primitive Weise macht es irgendwie auch Spaß dabei zuzugucken, wie Jason Statham Faustschläge verteilt und rumballert. James Franco spielt wahnsinnig, nicht gut oder schlecht, sondern einfach wie ein Wahnsinniger.

Fazit: Und viel mehr kann ich zum Film auch kaum sagen, denn es ist so offensichtlich ein Verweis auf 80er Actionfilme - und da gibt es nur zwei Meinungen. Ich tendiere eher zum "ja, bitte", aber nur, wenn man sich den Film später auf DVD ausleihen kann.
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